Herzogenaurach
Abschluss

Herzogenauracher Berufs- und Fachschüler bekommen ihre Zeugnisse

In Herzogenaurach haben viele junge Leute einen Schritt in ein erfolgreiches Berufsleben geschafft.
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Die Jahrgangsbesten  Foto: Richard Sänger
Die Jahrgangsbesten Foto: Richard Sänger
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Für die Absolventen war die Abschlussfeier der Fachschule für Maschinenbautechnik und der Fachschule für Mechatroniktechnik sowie der Berufsschule plus am Staatlichen Berufsschulzentrum Herzogenaurach-Höchstadt ein besonderer Tag. "Sie haben schöne Ergebnisse erzielt, haben während der Schulzeit auch Verantwortung übernommen und sind wichtige und geschätzte Arbeitnehmer für die Firmen", lobte Schulleiter Martin Wirsching die Absolventen.
"Die Bildung hat in unserem Landkreis die oberste Priorität, und wir schaffen dafür die bestmöglichen Rahmenbedingungen", erklärte der Landrat Alexander Tritthart (CSU) in seinem Grußwort. Genauso wie die Schule reagiere auch der Landkreis auf Veränderungen und Neuerungen, deshalb erhalte auch das Staatliche Berufsschulzentrum jegliche Unterstützung. "Sie haben hier im Landkreis alle Chancen, die Unternehmen suchen verzweifelt nach Fachkräften", warb der Landrat für die Firmen im Landkreis. Der Landrat hatte für die Jahrgangsbesten ebenso ein Geschenk dabei wie Zweite Bürgermeisterin Renate Schroff (SPD) für die Besten aus der Stadt Herzogenaurach.
Schroff wies insbesondere auf die Firmen in der Stadt hin, die für Innovation und Qualität stehen und zur Weiterentwicklung der Stadt beitragen. "Bleiben sie in Herzogenaurach, denn es gibt hier wunderbare Arbeitsplätze", warb die Zweite Bürgermeisterin.
Auch Regierungsschuldirektorin Anette Muck-Röthlingshöfer wies auf den Fachkräftemangel hin. Mit dem Abschluss könnten die Absolventen fachliche und kompetente Aufgaben übernehmen. "Sie haben mit dem Abschluss einen erfolgreichen Start ins Berufsleben erreicht und leisten damit einen wertvollen Beitrag für den Landkreis und darüber hinaus", rief die Regierungsdirektorin den Absolventen zu.
"Leistungsbereitschaft und Einsatz zahlen sich immer aus, auch wenn die Schulzeit nicht leicht gewesen sei", gratulierte Jutta Rost für das IHK-Gremium. Die Absolventen sollten aber auch auf ihrem weiteren Lebensweg die Tugenden nicht vergessen und weiterhin Mut zu Veränderungen haben, gab Rost ihnen noch mit auf den Weg.
Beim siebten Abschlussjahrgang der Berufsschule plus haben 16 Absolventen neben ihrer Berufsausbildung die Fachhochschulreife (Fachabitur) erworben. Zu den Prüfungsfächern gehörten unter anderem auch Deutsch, Englisch und Mathematik. Die Berufsschule plus eröffnet den Auszubildenden einen völlig neuen Weg, sich für das Hochschulstudium zu qualifizieren. In drei Jahren können sie neben einem Berufsabschluss auch die Fachhochschulreife erreichen. Mit der Berufsschule plus werden die doppelqualifizierenden Angebote für leistungsstärkere und motivierte Jugendliche in der beruflichen Erstausbildung spürbar erweitert.
Die staatlich anerkannte Fachschule für Maschinenbautechnik verabschiedete 27 Absolventen und an 24 konnte die Fachhochschulreife verliehen werden. Die zukünftige Berufsbezeichnung lautet staatlich geprüfter Maschinenbautechniker. An die sechs Jahrgangsbesten wurden Meisterpreise übergeben. Die Ausbildung an der Fachschule soll die Schüler befähigen, als Fachkräfte mit beruflicher Erfahrung Aufgaben im mittleren Führungsbereich zu übernehmen. Die Fachschule dient weiterhin der vertieften beruflichen Fortbildung unter Berücksichtigung der besonderen Bedürfnisse einer erwachsenenspezifischen Schulbildung. Sie verleiht außerdem den mittleren Schulabschluss.
Bei der Staatlichen Fachschule für Mechatronik waren neun Absolventen erfolgreich und tragen die Berufsbezeichnung staatlich geprüfter Mechatroniker, sechs Absolventen wurde die Fachhochschulreife verliehen und zwei bekamen die Meisterpreise als Jahrgangsbeste.
Die Einsatzgebiete des Mechatronikers umfassen insbesondere Arbeiten an automatisierten Anlagen und Fertigungsstraßen, die Robotertechnik sowie elektronische und fluidtechnische Antriebskomponenten sowohl in der industriellen Produktion als auch im Bereich der Forschung und Entwicklung.
Die Berufsschule-plus-Absolventen sind drei Jahre lang während ihrer Ausbildungszeit wöchentlich an zwei Abenden in die Schule gegangen. So gab es Tage, an denen acht bis neun Stunden Arbeit und bis zu vier Stunden Berufsschulunterricht absolviert werden mussten. Somit waren 13-Stunden-Arbeitstage keine Seltenheit.
Auch die Fachschulabsolventen gingen einen vergleichbar anspruchsvollen Weg. Nach der mindestens einjährigen Berufstätigkeit in der Fertigungs- und der Elektrotechnik stellten sie sich der Herausforderung und besuchten zwei Jahre den Vollzeitunterricht in den beiden Fachschulen. Mit dem Ziel, die Weiterqualifizierung des staatlich geprüften Technikers zu erwerben.
"Ihnen allen gemeinsam ist, dass Sie vor Jahren ein Ziel anvisiert haben, das nicht den Standardweg, sondern einen besonderen anspruchsvollen Weg beschreibt. Und es hat sich gelohnt", gratulierte der Schulleiter den Absolventen. "Sie sind die Ältesten - die Großen - in unserem Schulzentrum. Diejenigen, die in unserem Schulzentrum die höchsten Abschlüsse anvisiert und nun erreicht haben. Sie haben Vorbildfunktion. In fachlicher, aber auch in menschlicher Hinsicht", erklärte Wirsching abschließend.
Den Dank an die Schule und an die Lehrkräfte sowie Eltern und Ausbilder gaben die Absolventen Maximilian Ebel (Maschinenbautechnik) und Jan Geinzer (Mechatronik) sowie Mariette Gensior (Berufsschule plus) bei ihrer Abschlussrede mit Worten, Blumen und Abschiedsgeschenken zurück.

Die Jahrgangsbesten:
Berufsschule plus Rebecca Zeitler, Anja Haag, Andre Merx

Fachschule für Maschinenbautechnik Reiner Goller, Andreas Nagengast, Felix Schmidt, Philipp Stirnweiß, Markus Schubert, Martin Stark

Fachschule für Mechatronik Christian Holland, Peter Schwarz

Fachabitur der Fachschulen Christian Holland, Peter Schwarz (beide Mechatronik), Martin Stark, Reiner Goller, Andreas Nagengast, Felix Schmidt (alle Maschinenbautechnik)

Stadtpreise Rebecca Zeitler, Andre Merx
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