Herzogenaurach
Parken

Haben an der Schütt künftig nur Kleinwagen Platz?

Die neuen Stellplätze an der Schütt erscheinen sehr kurz. Die Erklärung: Parkende Fahrzeuge müssen mit der Schnauze über dem Gehweg stehen.
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Es ist schon ein bisschen kurz: Ein Kombi probiert das Parken auf den neuen Stellplätzen an der Schütt. Die Lösung des Problems: Die Autos  müssen mit der Schnauze  in den Gehweg reichen, dann sollte die Länge ausreichen, heißt es.   privat
Es ist schon ein bisschen kurz: Ein Kombi probiert das Parken auf den neuen Stellplätzen an der Schütt. Die Lösung des Problems: Die Autos müssen mit der Schnauze in den Gehweg reichen, dann sollte die Länge ausreichen, heißt es. privat
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Die Fertigstellung des Straßenausbaus an der Schütt dauert zwar noch mindestens zwei Monate, aber der ein oder andere Passant respektive Anwohner ist doch schon mal neugierig geworden. Die jüngst geschaffenen Stellplätze muten reichlich kurz an, dachte sich einer und machte die Probe aufs Exempel. Kurzerhand wurde mal schnell das Parken ausprobiert, und siehe da: Es ist schon richtig knapp geworden für einen Kombi. Ist da wohl ein Planungsfehler passiert?

Nein, ist nicht. Denn die Kürze der neu angeordneten Stellplätze ist offenbar gewollt. Diese Ausführung des Parkens wurde im Juni 2015 vom Planungsausschuss des Stadtrates so beschlossen. Erstellt hatte die Pläne das Nürnberger Architekturbüro P4. Ausschlaggebend für die Neuordnung war, dass die Stellplätze nicht mehr wie zuvor schräg angeordnet werden sollten, sondern senkrecht.


Schnauze auf dem Gehweg

Inzwischen ist das Herzogenauracher Büro GBI für die Ausführung der Planung zuständig. Die insgesamt 20 Stellplätze sind unlängst gepflastert worden. Wie Christian Siebenhaar (GBI) erläutert, ist die Erklärung für das enge Spiel ist eine einfache. "An dieser Stelle ist einfach nicht mehr Platz vorhanden", sagte der Planer. Denn die gesamte Breite der Schütt gibt nicht mehr her. Man hätte sonst den Gehweg schmäler machen müssen.

Oder die Stellplätze wären weiterhin schräg geblieben. Das aber war nicht gewollt, und so sind die Parkplätze nun so geschaffen, dass sie mit einem Überhang ausgestaltet wurden, wie Thomas Nehr vom Bauamt der Stadt erläuterte. Das bedeutet, dass das parkende Fahrzeug mit dem Vorderreifen direkt am Bordsteinrand stehen muss, so dass die Fahrzeugfront darüber hinaus in den Gehweg reicht. 70 Zentimeter Überstand plus 4,30 Meter Stellplatzlänge ergeben laut Siebenhaar dann die fünf Meter Mindestlänge.

Knapp wird's trotzdem, wie der Anwohner feststellt, der die Probe aufs Exempel machte. Sein Auto sei gerade mal 4.70 Meter lang. Ob der Platz dann wirklich reicht?


Noch eine Vollsperrung

Spätestens werden die Bürger das ausprobieren können, wenn die Baumaßnahme nach anderthalb Jahren fertig ist. Mitte November, so erläuterte Markus Himmler vom Bauamt auf Anfrage des FT, steht noch einmal eine mehrtägige Vollsperrung an. Dann wird auf voller Länge der Straße die Feinschicht aufgetragen, also abschließend asphaltiert. Bis dahin wird noch abschnittsweise gearbeitet, wie zurzeit zur angrenzenden Steggasse hin. Jedenfalls liegen die Arbeiten im Zeitplan, sagte Himmler. Die Busse sollen ab dem 10. Dezember auch wieder durch die Schütt rollen können, der dortige Busbahnhof ist dann ebenfalls wieder in Betrieb.
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