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Mein Verein

Geselligkeit wird großgeschrieben

Beim Höchstadter Kegelclub "Gut Holz" geht es neben den sportlichen Ergebnissen auch um die Kameradschaft.
Die "Gut-Holz"-Kegler Anfang 1980 Foto: privat
 
von JOHANNA BLUM
Zum Jahresende 1966 wurden in Höchstadt die ersten vollautomatischen Bundeskegelbahnen mit Wirtschaftsbetrieb im Erdgeschoss des neu erbauten Rewe-Marktes in Höchstadt-Süd durch den Besitzer Werner Zwingel fertiggestellt und in Betrieb genommen. Das neu errichtete Freizeitangebot im "Siechenkeller" fand denn auch sehr bald das Interesse der Höchstadter Kegelfreunde. Damals pflegte man das Kegeln noch als reines Gesellschaftskegeln.

Der Bau war Anlass, dass sich am 13. Januar 1967 ein paar kegelfreudige Höchstadter im "Siechenkeller" versammelten, um sich zu einem Club zusammenzuschließen. Mit der Wahl eines Vorstands war nun der Grundstein für den Privat-Kegelclub "Gut Holz 1967" gelegt. Man bestimmte den Freitagabend zum wöchentlichen Clubabend. Und schon bald ermittelte man auch seinen Clubmeister. Es war Hilmar Badum, dem mit 1370 Holz diese Ehre im Gründungsjahr gebührte.

Am 1. März 1969 schloss man sich dem Keglerkreis Erlangen an und somit war der Sportkegelclub "Gut Holz 67 Höchstadt a.d. Aisch" ins Leben gerufen. Erster Vorsitzender war damals Hans Dausch, Hilmar Badum war Zweiter Vorsitzender, Helmut Reinhardt Kassier, Franz Seyer Sportwart und Dieter Zwingel Schriftführer.
Zur Saison 1971/72 und 1972/73 wurden eine dritte und vierte Mannschaft gemeldet.

Auch bei der Jugend fand der neue Sport Gefallen, teilweise kamen gut ein Dutzend und mehr Jugendliche regelmäßig zum Training in den "Siechenkeller", die vor allem Vereinswirtin Gretl Zwingel in ihr Herz geschlossen hatte.


Der Aufwärtstrend

Ab 1976 wurde für den Spielbetrieb ein Jugend-Team gemeldet. Neben Theo Reinhardt konnte sich 1980 Reinhold Götz für Augsburg und 1983 Albert Hembera für Kempten qualifizieren. Ein weiterer Erfolg war 1980 der erste Platz bei den Jugend-B-Kreismeisterschaften, den, sich Ralf Pongratz sichern konnte. Nicht nur die Jugend hatte ihre Erfolge, auch der Aufwärtstrend aller Herrenmannschaften war in den siebziger Jahren nicht zu übersehen. So mancher Aufstieg in die jeweils nächsthöhere Klasse konnte gefeiert werden.

1979 wurde Josef Hembera zum Ersten Vorsitzenden gewählt. Er leitete den Wechsel vom "Siechenkeller" zu der auf vier Bahnen erweiterten Bundeskegelbahn "Uebel" in der Dr.-Schätzel-Straße ein. Neben dem Mitgliederzuwachs - in kurzer Zeit wuchs der Verein von 40 auf 80 zahlende Mitglieder - gelang der ersten Mannschaft im Sportjahr 1980/81 der lang ersehnte Aufstieg in die Bezirksliga A. Die Jugendmannschaft erreichte ebenfalls durch gute Leistungen den Aufstieg bis in die höchste Jugendspielklasse in Mittelfranken.


Die Damen kommen

Trotz mancher Rückschläge, der Idealismus, die Opferbereitschaft, der Kampfgeist und die gute Kameradschaft waren ungebrochen und die Kegler wurden immer wieder durch Erfolge belohnt. 1980 konnte dank des Mitgliederbooms neben einer fünften Herren- auch die erste Damenmannschaft gegründet werden. Insgesamt sieben Mannschaften wurden danach zum Spielbetrieb gemeldet, von denen zwei im Bezirk und fünf im Kreis vertreten waren.

Nach kurzer Einspielzeit machten auch die "Neuen" durch Erfolge auf sich aufmerksam. Neben vielen Pokalturnieren, die man auch außerhalb von Mittelfranken besuchte, und den vielen Freundschaftsspielen gelang es der ersten Mannschaft, in den Jahren 1980 und 1983 den begehrten Wanderpreis, den Hertleinpokal, mit nach Höchstadt zu nehmen.

In den 90er Jahren machte man sich um die Zukunft des Sportkegelclubs "Gut Holz" kein Kopfzerbrechen. Durch die erfolgreiche Jugendarbeit vergangener Jahre war in allen Herrenmannschaften ein Generationswechsel im Gange, der über Jahre hinaus die Gemeinschaft stärkte.

Um den Anschluss an den modernen Kegelsport nicht zu verlieren, folgte im Jahr 2001 die Entscheidung, die Kegelbahnanlage von einer 2+2- in eine moderne Vierbahnenanlage umzubauen. Diese Maßnahme wurde auch nötig, um die interne Trennung des Vereins zu stoppen, da die erste Mannschaft ihre Punktspiele seit Jahren auf einer auswärtigen Vierbahnenanlage spielen musste, die in ihrer Spielklasse Voraussetzung war. Durch den Einsatz der Mitglieder, viele Arbeitsstunden und die Unterstützung des Bahnbesitzers Georg Uebel konnte dieses Ziel zur Saison 2001/2002 erreicht werden. Es war ein überlebensnotwendiger Schritt, denn nur so konnten alle Mannschaften wieder unter einem Dach ihre Wettkämpfe austragen.


Im Stadtleben verankert

Die Kameradschaft im Verein manifestierte sich in vielen Festen innerhalb und außerhalb des Vereinslebens. Beim "Historischen Umzug" zum 1000. Geburtstag Höchstadts im Jahr 2003 war der Verein mit dem Thema "Bauernaufstand" vertreten. Durch Neuerungen des Regelwerkes seitens des DKBC und BKSV war es nun möglich, viele Privatkegler und -keglerinnen zum Verein zu holen, die bis zum heutigen Tag dessen Stützen sind.
Im Jahr 2009 stellten sich nach über 30 Jahren Josef Hembera sowie Hannelore und Jürgen Graeber nicht mehr zur Wahl. Nach langem Ringen wurde eine neue Vorstandschaft mit Thomas Schlund an der Spitze gewählt, die nun mit großem Engagement das Erbe weiterführt.
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