Höchstadt a. d. Aisch
Integration

Fußball verbindet Einheimische und Flüchtlinge

"Begegnungen ermöglichen - Integration fördern", so heißt das Motto des P-Seminars Integration des Gymnasiums Höchstadt.
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Auch die Übergabe des Leibchens klappt ohne Worte.Yannick Hupfer
Auch die Übergabe des Leibchens klappt ohne Worte.Yannick Hupfer
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Ziel des Unterrichts ist es, Projekte zu organisieren, die den Flüchtlingen in Höchstadt helfen, sich besser zu integrieren. Neben einem Kochkurs und der Teilnahme beim "Interkulturellen Frühschoppen" im Sommer haben die Schüler gemeinsam mit Lehrerin Eva Ortegel-Kropf auch eine dauerhafte Hausaufgabenbetreuung für Flüchtlingskinder eingerichtet.
Am Samstagvormittag hat das P-Seminar nun ein Fußballturnier mit Flüchtlingen veranstaltet. Dabei wollte man Flüchtlinge und Einheimische zusammenbringen - ohne Barrieren der Sprache. "Fußball verbindet. Man erlebt Höhen und Tiefen zusammen", erklärt Anton Berger, Organisator des Turniers. Demnach sei Sprache beim Fußball nicht primär wichtig. Auch Emotionen und Leidenschaft seien ausschlaggebend für eine gute Kommunikation. Und die seien, so Berger, im Fußball fast immer vorhanden.


Nur vier deutsche Teilnehmer

Bereits im Vorfeld hat der Kurs Werbung im Flüchtlingsheim und in der Flüchtlingsklasse in der Berufsschule gemacht. Auch das Gymnasium wurde mit einbezogen. Zudem hat man auf dem "Interkulturellen Frühschoppen" mit einem Torwandschießen auf das Vorhaben aufmerksam gemacht. Während die Resonanz auf das Turnier im Vorfeld bei den Flüchtlingen sehr gut war, haben sich nur vier Schüler des Gymnasiums angemeldet. Trotzdem wurden am Samstag zwischen den Deutschen und Flüchtlingen neue Kontakte geknüpft. "Es ist wichtig, dass dauerhafte, neue Beziehungen entstehen", sagt Berger.
Und das hat funktioniert. Auf dem Platz des TSV Höchstadt teilten die Organisatoren die 20 Teilnehmer in 5er-Teams auf, die alle gegeneinander spielten. Für die Plätze 1 bis 3 gab es jeweils Medaillen. Viele der Fußballer spielten auch noch nach dem eigentlichen Turnier weiter und aßen gemeinsam Kuchen. "Wir ziehen trotz der geringen Beteiligung bei den Deutschen eine positive Bilanz", erklärte Organisator Berger. Die Schüler würden gern versuchen, sich öfter zu treffen, um ein Training für Flüchtlinge und Einheimische zu veranstalten.
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