Gremsdorf
Krimi

Frankentatort im Aischgrund: Hier wurde gedreht

Auf einem Anwesen zwischen Gremsdorf und Buch spielte sich Schauerliches ab. Nicht wirklich, sondern nur für den neuen Frankentatort.
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In diesem Einsiedelhof zwischen Gremsdorf und Buch wurde eine Schlüsselszene des vierten Frankentatorts gedreht.  Foto: Andreas Dorsch
In diesem Einsiedelhof zwischen Gremsdorf und Buch wurde eine Schlüsselszene des vierten Frankentatorts gedreht. Foto: Andreas Dorsch
"Was ist denn das?", werden sich viele gefragt haben, als sie die orangenen Hütchen auf den Straßenpfosten in Gremsdorf bei den Barmherzigen Brüdern sahen.

Hier hatte die Filmcrew ihr Basiscamp, als sie vergangene Woche am Mittwoch und Donnerstag für den vierten Frankentatort mit dem Titel "Ich töte niemand" im Landkreis drehte.

"Bei uns waren die Wohnmobile der Schauspieler und das Catering der Filmcrew", berichtet Johannes Salomon von den Barmherzigen Brüdern. Die meiste Zeit sei die Filmcrew aber nicht dort gewesen, sondern ganz in der Nähe bei der Familie Thomas. Auf deren Einsiedelhof zwischen Gremsdorf und Buch wurden einige Schlüsselszenen für den Tatort gedreht.

"Bestimmt 40 bis 50 Leute waren an jedem der zwei Tagen da", berichtet Michael Thomas. "Die hatten sogar einen eigenen Lkw für die Stromversorgung dabei, da meine Solaranlage den Strom für die großen Scheinwerfer gar nicht her bringt."


Durch Kommissar Zufall entdeckt

Auf die Familie Thomas kam das Drehteam wohl durch Zufall, da sie einen Einsiedelhof wie den in zwischen Gremsdorf und Buch suchten. "Die müssen den wohl von der Autobahn aus gesehen haben", mutmaßt Thomas. Wie die Produtionsfirma mitteilt, habe die Fischerei bei Gremsdorf Regisseur Max Färberböck und Kameramann Felix Cramer "visuell so inspiriert", dass die Regie "diese sogar ins Drehbuch einfließen ließ".

Neben einigen Szenen am Tag, drehte das Team auch nachts. Auch anderorts im Landkreis ist das Team gesichtet worden. Ausgestrahlt wird der vierte Frankentatort voraussichtlich im Frühling 2018.

Doch worum geht es eigentlich im vierten Tatort aus Franken? Der Bayerische Rundfunk hat schon Details bekannt gegeben.


Doppelmord: Brutal erschlagen

Während die Mitglieder der Mordkommission Franken unter einigem Alkoholeinfluss ausgelassen die Einweihung der neuen Wohnung von Hauptkommissar Felix Voss feiern, wird andernorts in Nürnberg ein Geschwisterpaar tot aufgefunden - Bruder und Schwester, beide Ende 50, vor vielen Jahren aus Libyen nach Deutschland gekommen und voll integriert.

Sie wurden brutal erschlagen. Ihr Ziehsohn, ein allseits umschwärmter und hochbegabter Student, ist seit der grausigen Tat verschwunden. Offenbar hatte er sich zur Tatzeit im Haus der Opfer aufgehalten.

Die Mordszene wurde auf dem Einsiedelhof bei Gremsdorf gedreht. "Dafür waren sie in unserem Keller und haben ein Zimmer benötigt, haben aber alles wieder so hinterlassen wie es vorher war", berichtet Michael Thomas. "Sie waren so genau, dass sie sogar den Schriftzug auf einem Bagger entfernt haben, um Schleichwerbung zu vermeiden." Die dafür benötigten Requisiten waren unter anderem echte Polizeiautos, deren Schriftzug beim Verlassen des Geländes mit Hilfe eines Magnetbandes zugehängt und deren Blaulichter abgedeckt wurden, um so auch von Nicht-Polizisten gefahren werden zu dürfen.


Verwundert über die "Spusi"

"Lustig war außerdem, dass ein Kunde meines Fischereizubehörladens sich über die Leute in den weißen Kitteln mit der Polizeiaufschrift gewundert hat und gleich wieder abgedreht ist", sagt Michael Thomas schmunzelnd. Der Kunde sei nach einigen Tagen wieder gekommen. Er wurde dann aufgeklärt, dass es sich nicht um die echte Spurensicherung, sondern nur um Schauspieler handelte.
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