Herzogenaurach
Karneval

"Fränkische Musketiere" in Mainz

Die Teilnahme an zwei Umzügen in Wiesbaden und Mainz gehört zum festen Bestandteil des Jahresprogramms des Feuerwehr-Spielmannszugs aus Herzogenaurach.
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Die Fränkischen Musketiere zogen wieder durch Wiesbaden und Mainz.  Foto: privat
Die Fränkischen Musketiere zogen wieder durch Wiesbaden und Mainz. Foto: privat
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So richtig kann sich Manfred Schattan nicht mehr erinnern, wann denn der Spielmannszug der Herzogenauracher Feuerwehr zum ersten Mal bei den großen Faschingszügen in Wiesbaden und Mainz dabei war. "Das geht ja noch auf die Sendner-Zeit zurück", sagte Schattan und meint die Jahre, als der Genannte noch Leiter des Spielmannszugs war. Also eine lange Zeit schon, dass die "Fränkischen Musketiere" alle Jahre nach Mainz in diese Hochburg des Karnevals fahren. Da kann man getrost von Tradition sprechen.

Freilich gab's auch heuer eine Einladung, und keine Frage, dass die Franken diese auch gern annahmen. Und wie es sich für gut organisierte Feuerwehrleute gehört, wurde das Programm so gestaltet, dass man rechtzeitig am Faschingsdienstag zurück war in Herzogenaurach. Um dort nämlich das närrische Treiben auf dem Marktplatz pünktlich um 13.30 Uhr zu eröffnen (Seite 17).
Um 8.15 Uhr am Sonntag ging die Reise los, erzählt Ute Schattan im FT-Gespräch. Erste Station war Wiesbaden. Unter der Leitung von Sabrina Schattan und Jasmin Gumbrecht bereiteten sich 43 Musketiere, darunter 40 Aktive, auf den 5,2 Kilometer langen Zug vor. Zur Ruhe kamen sie danach aber nicht, denn noch am Abend ging's weiter nach Mainz.

Am anderen Morgen war um 10 Uhr Aufstellung zum großen Rosenmontagszug in Mainz. 500 000 Zuschauer, so berichtet Ute Schattan, säumten die Straßen. Manche standen in Sechser- oder Siebenerreihen hintereinander. Der Zug selbst hatte eine Länge von 7,2 Kilometer, für die Musketiere aus Herzogenaurach war die Strecke aber noch länger. Zehn Kilometer werden es wohl gewesen sein, die Strecke von der Unterkunft bis zur Aufstellung mitgerechnet. Man schaffte es aber rechtzeitig, und um 11.11 Uhr war dann pünktlich der Start zum großen Faschingszug, den auch viele Zuschauer zuhause am Fernseher miterlebt haben.

Während die Karnevalsreisenden am Dienstag in Herzogenaurach auf dem Marktplatz eintrafen, hatte das Orgateam dort bereits ganze Vorbereitungsarbeit geleistet. Der harte Kern von acht Leuten sorgte dort für die Verpflegung der zahlreichen Teilnehmer des närrischen Treibens.
Unterdessen sind die Fränkischen Musketiere immer dankbar über Nachwuchs. 38 Aktive zählt der Spielmannszug im Kern, der 14-jährige Kevin ist an der Trommel der jüngste aktive Musiker. Aber auch schon Sechsjährige sind dabei, sie dürfen sich zunächst als Fahnenträger einbringen. Der Spielmannszug umfasst alle Altersklassen, von sechs bis derzeit 59 Jahren.
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