Zur Sanierung und dem Umbau des ehemaligen Wohn- und Geschäftshauses in der Hauptstraße zu Wohnungen für anerkannte Flüchtlinge hatte Bürgermeister Heinrich Süß (UWG) keine gute Nachricht für den Weisendorfer Marktgemeinderat. So musste bereits die erste Angebotsabfrage für die Planungen mangels Angebot am 18. September aufgehoben werden.
Daraufhin hat die Verwaltung wiederum acht Büros zur Abgabe eines Angebotes aufgefordert. Bis zum Eröffnungstermin gingen zwei Angebote ein und fünf Büros lehnten aus Kapazitätsgründen eine Angebotsabgabe ab. Wie Verwaltungsleiterin Eva Fröhlich dem Gremium erläuterte, prüfte das Büro Topos-Team aus Nürnberg die beiden eingegangenen Angebote. "Es entstand Klärungsbedarf und ein Vergabevorschlag kann deshalb nicht erfolgen", erklärte die Verwaltungsleiterin. Deshalb konnte im Gemeinderat auch keine Beratung und Beschlussfassung stattfinden.
Auf Vorschlag des Bürgermeisters und der Verwaltung wurde außerdem der Bebauungsplan mit integriertem Grünordnungsplan "Erweiterung der Biogasanlage Kairlindach" aufgehoben und das Verfahren eingestellt. Wie Heinrich Süß erläuterte, hatte der Betreiber der Biogasanlage den Markt Weisendorf gebeten, die Aufstellung des Bebauungsplanes zur Erweiterung der Biogasanlage nicht mehr weiter zu verfolgen. Der Gemeinderat hatte am 30. Juni 2014 die Genehmigung des Vorentwurfes sowie die frühzeitige Beteiligung der Behörden sowie der Öffentlichkeit und die Abhaltung einer Bürgerversammlung beschlossen. Mit Bekanntmachungen im Amtsblatt wurde auf die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung und Anhörung sowie Auslegung hingewiesen. Dazu gingen fünf Stellungnahmen von Bürgern ein und am 28. August 2014 gab es dazu in Kairlindach auch eine Bürgerversammlung.
Nach der Beteiligung der Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange gingen weitere Stellungnahmen, Anregungen und Bedenken zur Planung ein. Wie der Bürgermeister erklärte, konnten zu verschiedenen Einwendungen zeitnah kein Lösungsvorschlag gefunden werden. Er empfahl deshalb dem Marktgemeinderat, den Aufstellungsbeschluss aufzuheben und das Verfahren einzustellen, was dann auch ohne Diskussion und einstimmig erfolgte.