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Auszug

Eine Institution verlässt die Innenstadt

Für die geplante Tiefgarage auf der Hubmannparkplatz müssen Häuser abgerissen werden. Heiner Kaltenhäußer wird die Hintere Gasse verlassen.
Heiner Kaltenhäußer vor dem Wohnhaus in der Hinteren Gasse: Die gute Laune lässt er sich nicht nehmen. Bernhard Panzer
 
Der geplante Rathausneubau hinterlässt seine Spuren. Nicht nur im Schlossgraben, wo drei Bäume inzwischen rigoros zurückgeschnitten wurden, weil sie später versetzt werden sollen. Auch Anwohner sind von den Großvorhaben betroffen. So ist Heiner Kaltenhäußer derzeit im Begriff, seine angestammte "alte" Heimat zu verlassen. Der einstige "Gebieter über das Schloss und das gesamte Rathausareal" räumt das Haus, das dem Bau von Bürgerzentrum, Stadtbibliothek und Tiefgarage weichen muss.


Der "heimliche Rathauschef"

27 Jahre lang war "der Heiner" unter den Bürgermeistern Hans Ort und Hans Lang der heimliche Chef im Rathaus. Über ein Vierteljahrhundert tat er gewissenhaft seinen Dienst, hatte stets ein offenes Ohr für die Angestellten im Rathaus, übte treu und brav seinen Dienst aus, sommers wie winters. Er durfte wie einst der städtische Amtmann mit seiner Frau Betty auch im Schloss wohnen; im ersten Stock des Ostflügels gleich hinter dem heutigen Standesamt war die gute Stube der Beiden.

Mit der Versetzung in den Ruhestand zogen Heiner und Betty dann in die Hintere Gasse um. Jeder, der einst durch die Innenstadt gehen oder fahren musste, kennt das Haus, weil es durch seinen markanten Fahnenschmuck auffällt. Als bekennender Herzogenauracher und Franke, als Fußballhänger von Greuther Fürth und als Freund der Partnerstadt Wolfsberg, ließ er an dem städtischen Domizil seit seiner Pensionierung die entsprechenden Fahnen wehen: den Frankenrechen, die Kleeblattfahne und das österreichische Rot-Weiß-Rot.


Rechtzeitige "Flucht"

Doch das hat bald ein Ende, denn Heiner Kaltenhäußer möchte dem Baulärm rechtzeitig entgehen, auch wenn der Beginn des Großprojekts noch dauert. Weil das Anwesen dann aber vor allem der geplanten Tiefgarage zum Opfer fallen wird, bereitet er sich schon jetzt auf einen Auszug vor.


Nachbarn danken

Vorbei sind demnächst die vertrauten Gespräche und gemütlichen Feste mit seinen Nachbarn, so zum Beispiel mit dem Bert Grumann und seiner Familie, mit der Familie Fink oder dem "Taxi Nobby" Erhardt. Sie haben mit einer Fotomontage gedankt. Heiner Kaltenhäußer zieht es mit seiner Frau in den Osten der Stadt. Am Rande des neuen Friedhofs hat er in einem städtischen Haus eine neue Unterkunft gefunden.

Ein wenig verbittert und sarkastisch merkt er an: "Do hob ich eds nimmer su weit zum Kerchhof (Friedhof)."
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