Höchstadt a. d. Aisch
Festwoche

Ein Feuerwerk der Kultur in Höchstadt

Dass die Umgestaltung der Höchstadter Innenstadt bald abgeschlossen ist, soll 2018 eine ganze Woche lang gefeiert werden.
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Die "Musiggfabrigg" will wie in der Kulturnacht auch im nächsten Jahr mitmischen.Evi Seeger (Archiv)
Die "Musiggfabrigg" will wie in der Kulturnacht auch im nächsten Jahr mitmischen.Evi Seeger (Archiv)
"Kulturfeuerwerk" - schon der Name ist Programm: Zum Abschluss der 2016 ins Leben gerufenen Höchstadter Kulturmeile will die Stadt vom 30. Juli bis 5. August nächsten Jahres eine Woche lang feiern. Musikalisch, fröhlich, prickelnd will Höchstadt mit all seinen "Kulturträgern" ein Kulturfeuerwerk auf die Beine stellen. Wie sich beim Infoabend in der Fortuna Kulturfabrik zeigte, sind nach der "Nacht der Kulturen" alle davon begeistert.
Großes bahnt sich an in der Stadt: "Aisch in Flammen" mit einem richtigen Feuerwerk, eine zentrale Abschlussveranstaltung "rund um die Fortuna" sollen als Highlights am Sonntag Menschenmengen zusammenführen. Die neue Aischbrücke als das Nord und Süd verbindende "Symbol der Zusammenführung" spielt dabei eine wichtige Rolle. Denn die Feiermeile soll sich nach der Idee der Verantwortlichen vom Kellerberg durch die Innenstadt bis zur Kulturfabrik erstrecken.
Vor zwei Jahren wurde die Kulturmeile als Gegenmaßnahme zur Umgestaltung der Innenstadt ins Leben gerufen. Seither hat sich viel getan und bis zum August nächsten Jahres werden die meisten Maßnahmen als erledigt abgehakt werden können. So werde die Stadtpfarrkirche fertig sein, ebenso die Außenanlagen und das Heizhaus auf dem Gelände der Kulturfabrik, sagte Bürgermeister Gerald Brehm (JL).
Er freue sich zudem über die Belebung der Gastronomie durch das "Töpfla" und die "Mälzerei". Brehm geht davon aus, dass der Kellerbergverein an diesem Wochenende eine "Große Kellerbergkirchweih" feiert. Am späten Sonntagabend soll dann Schluss sein und alle Besucher sollen sich im Bereich von Aisch und Kulturfabrik versammeln, um den festlichen Abschluss gemeinsam zu begehen.
Bei den rund 50 Besuchern des Infoabends rannte Brehm mit diesen Ideen offene Türen ein. Susanne Gabler und Bernd Riehlein bekamen begeisterten Applaus für ihre Organisation der "Nacht der Kulturen". Ihnen war das schier Unmögliche gelungen, in einer Nacht rund 70 Veranstaltungen an 35 verschiedenen Orten zu organisieren. Bürgermeister Brehm fragte daher die Besucher nach ihren Erfahrungen, wollte aber auch wissen, ob sie sich eine Beteiligung beim Kulturfeuerwerk vorstellen können.
Da gab es keinen, der mit einem strikten Nein geantwortet hätte. Sieht man von der Feuerwehr ab, die nach den Worten ihres Kommandanten Wolfgang Glotz allein mit der Sicherheit bei einem solchen Event genug zu tun hat. Von der "Nacht der Kulturen", schienen alle begeistert. "Es war jedoch alles etwas dicht gedrängt", so Marketingmanager Thomas Oppelt. Daher soll die Veranstaltung im nächsten Jahr über eine ganze Woche verteilt werden.
Jugendpflegerin Julia Weiland möchte Konzert für die Jugend organisieren. Dieter Stolper will wieder mit dem "Männerquartett" antreten. Die Stadtkapelle will sicher dabei sein. Wie und was müsse erst noch beschlossen werden. "Szenen aus der Geschichte der Stadt", wird Reinhard Grasse auf die Bühne bringen.
Ob er die historische Stadtwache mit einbinden kann, ist derzeit noch offen. Deren Vorsitzender Peter Lorz möchte wieder im Schlossgewölbe die Besucher mit Geschichte, Sagen und Vorführungen in den Bann ziehen. Dekan Kilian Kemmer und Hubert Scheidel vom Skiclub waren sich einig: Die Nacht der Kulturen im Schatten von Sankt Georg war sehr gelungen, weshalb sie sich eine Wiederholung wünschen. Auch Dieter Gropp, der für den Autorenkreis sprach, möchte an den Erfolg der Kulturnacht anknüpfen. Zusagen gab es auch von den Vertretern des VdK, der Freundeskreise Castlebar und Krasnogorsk, der Line-Dance-Gruppe, von den Gästeführern, vom Tanzstudio Geist, den Modellfliegern, dem SPD-Ortsverein, dem Flüchtlingshelferkreis und anderen mehr.
Nicht so ganz glücklich war Hans Joachim Leiss vom Kellerbergverein beim Gedanken an sein ehrenamtliches Personal. Drei Tage Kellerbergkirchweih zu stemmen sei das eine, danach noch in den Aischauen zu feiern, das andere. Die Sorge, alles könne sich "zerlaufen", bewegte auch Dekan Kemmer. Die große Kellerbergkirchweih sei ein herausragendes Ereignis und ein Höhepunkt. Ob man die Leute dann noch in die Stadt locken könne, sei die Frage. Ein Kulturfeuerwerk ohne die "Musiggfabrigg" wäre geradezu undenkbar. Die Vereinigung, die inzwischen fast hundert Musiker in ihrem Netzwerk hat, wird auch bei diesem Event mitmischen.
Einen kulturellen Beitrag der Sparkasse kann sich Axel Geier vorstellen. Wer einen "renommierten Ausstellungsraum" brauche, solle sich melden. Geier sprach auch als Vorstand des TSV. Ob der Verein wieder die Bewirtung übernehme, müsse erst vereinsintern geprüft werden. "Zwanzig Prozent vom Umsatz abzudrücken", schien dem für die Vereinsfinanzen zuständigen Funktionär allerdings zu viel. Wie Bürgermeister Brehm ankündigte, soll das musikalische Programm nächste Woche Donnerstag koordiniert werden.
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