Herzogenaurach
Grundsteinlegung

Die Trainer stehen am Fenster

84 Pflegeeinheiten, 90 Bewohner, drei Obergeschosse, ein umfassendes Pflegekonzept, das sind die Eckpfeiler des entstehenden Pflegezentrums.
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Als einzige Tageszeitung wurde der Fränkische Tag in die Kartusche bei der Grundsteinlegung geschoben. Bürgermeister German Hacker (v.l.), Landrat Alexander Tritthart und den Geschäftsführer der Bayern Care, Robert Wießner freute dies.  Foto: Michael Busch
Als einzige Tageszeitung wurde der Fränkische Tag in die Kartusche bei der Grundsteinlegung geschoben. Bürgermeister German Hacker (v.l.), Landrat Alexander Tritthart und den Geschäftsführer der Bayern Care, Robert Wießner freute dies. Foto: Michael Busch
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Es war eine klare Warnung. Der Gesamtleiter des Herzogenauracher Leibfrauenhauses, Stefan König, erklärte: "Sie werden an jedem Fenster die Damen und Herren sehen, die ähnlich der Allianzarena in München, die Bauarbeiten beobachten und kommentieren werden." Ähnlich den Beobachtern von Fußballspielern werden diese den Bauarbeitern sicher erklären können, wie die Baustelle eigentlich zu funktionieren hat. Doch König erklärte das mit Humor, denn ebenso wie seine Vorredner anlässlich der Grundsteinlegung für das neue Pflegezentrum "Liebfrauenhaus", erkannte er die professionellen Arbeiten der beteiligten Firmen an.


Im Herzen der Stadt

Und die haben nun Einiges zu tun, erklärte der Geschäftsführer der Bayern Care, Robert Wießner. Ein Blick auf das Gelände hinter dem Liebfrauenhaus zeigt, dass es schon einige Erdebewegungen gegeben hat. Doch offiziell wurde am Dienstagvormittag der Grundstein gelegt. Baupläne, Münzen, aber auch der aktuelle Fränkische Tag wurden in die "Zeitkapsel" gelegt.
"Wir freuen uns, auf dem Areal des Seraphinischen Liebeswerkes das erste Pflegezentrum im Landkreis Erlangen-Höchstadt errichten zu können, das die aktuellen Vorgaben des Pflege- und Wohnqualitätsgesetzes vollständig erfüllen", sagte Wießner bei seiner Ansprache. Das viergeschossige Haus wird insgesamt Platz für 90 Bewohner bieten. Die Pflegeeinheiten verteilen sich auf die oberen drei Geschosse. Jede Etage ist mit einem zentralem Aufenthaltsraum und einer Wohnküche ausgestattet, die von jeweils zwei Wohngruppen genutzt werden kann. Im Erdgeschoss wird es neben den Verwaltungsräumen auch eine Großküche geben, die die Bewohner mit Essen versorgt. Das Haus an sich wird dann von der Bayernstift GmbH betrieben werden.


Hinweis auf die Entwicklung

Die Demografie und die Entwicklung derselbigen spiele bei den Entscheidungen für diese Einrichtung eine wichtige Rolle, bekräftigten sowohl Herzogenaurachs Bürgermeister German Hacker (SPD) als auch Landrat Alexander Tritthart (CSU). Der schob in seinen Grußworten noch nach: "Ich bin mir gar nicht sicher, ob ich Ihnen viele Kunden wünsche, da dieses ja heißt, dass wir viele Pflegefälle haben." Er ergänzte, dass das "gesunde Altern" ja den höheren Stellenwert habe. "Aber das ist eben nicht immer so und so sind wir froh, dass wir solche Einrichtungen wie die Ihre haben!"
Hacker wiederum wies nochmals auf die Geschichte des Liebfrauenhauses in Herzogenaurach hin. Das Liebfrauenhaus Herzogenaurach wurde 1899 von Pater Cyprian Fröhlich als Waisenhaus gegründet. 1900 folgte der Bau der Schule, 1907 wurde der Grundstein für die Kirche gelegt. 1948 wurde das Alten- und Pflegeheim eröffnet. "Das Liebfrauenhaus spielt in Herzogenaurach eine bedeutende Rolle", erklärte das Stadtoberhaupt. Nicht zuletzt, weil sich unter den Dächern der Einrichtungen alle Generationen wiederfinden.
Ende 2018 soll das Gebäude dann fertig und bezugsfertig sein. Bis dahin werden die jetzigen Bewohner den Baufortschritt beobachten und kommentieren.
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