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Sanierung

Die neuen Beläge kommen gut an

Die Höfe der Realschule Höchstadt sind fertiggestellt und haben deutlich an Aufenthaltsqualität gewonnen.
Frische Farben, andere Materialien: Bei der Besichtigung zeigte man sich zufrieden mit der Sanierung der Höfe der Realschule. Foto: Evi Seeger
 
von EVI SEEGER
Die Bretter kommen "aus dem Gelben Sack", macht Jutta Sulzer deutlich. Die Kreisfachberaterin und Kreisbaumeister Thomas Lux erläutern, dass es sich bei dem im "Gartenhof" der Realschule verwendeten Belag um ein "hundertprozentiges Recyclingprodukt" handelt.

Notwendig wurde die Sanierung, weil der vorhandene Belag aus Holz mit den Jahren so verwittert, glitschig und rutschig geworden war, dass der Innenhof von den Schülern seit längerem nicht mehr benutzt werden konnte. Auch Schrauben standen hervor, erklären die zuständigen Lehrerinnen Irmgard Schieferle und Elisabeth Kröger. Die beiden freuen sich, dass mit der Sanierung auch ein Bewässerungssystem angeschafft wurde. Damit fällt arbeitsintensives Gießen weg.

Landrat Alexander Tritthart lobte bei der Besichtigung, dass sich seine Mitarbeiter der Herausforderung stellten und sich mit diesem neuen Material beschäftigt haben. Probleme mit Holz und Feuchtigkeit seien ja bekannt. Der neue Kunststoffbelag verrotte nicht und habe zudem den Vorteil, dass man ihn abspritzen könne, sofern sich Moos ansetze.

Schulleiterin Jutta Romeis ist dankbar, dass die Umsetzung so schnell und unkompliziert über die Bühne ging. Wie sich der Gartenhof jetzt präsentiert, begeistert Romeis: Optisch sei der Belag Holz sehr ähnlich. Dennoch sei man dem Konzept des Architekten treu geblieben. "Wir wollen, dass der Bereich lebt", sagt sie mit Blick auf die Apfelbäume. Die Äpfel würden wieder in den Mittagstisch der Schule eingebracht. In der offenen Ganztagsschule biete sich der Garten für die Freizeit an. Romeis ist überzeugt davon, dass dadurch Aggressionen verhindert werden können.


Schüler haben die Wahl

Ob die Schüler dann beim Unkrautjäten helfen oder den Grünraum nur zu Erholung und Ruhe nutzen, bleibt ihre Wahl. "Mitunter machen sie es lieber als Mathe", weiß Elisabeth Kröger aus Erfahrung. Die Sanierung hat nach den Worten des Landrats 45 000 Euro pro Hof gekostet. Jedes Jahr wurde in den Ferien ein Hof gestaltet. Der Mensahof ist an schönen Tagen ein beliebter Aufenthaltsort zum Essen, Lernen, Feste feiern. Zu einem "Hof der Stille" wurde laut Kröger der Experimentierhof. Bislang hatte er einen grauen Betontisch in der Mitte. In einer Projektarbeit wurden Motive entwickelt und ein Mosaik gestaltet. In bunten Farben symbolisiert er jetzt das Element Wasser. "Hackschnitzel am Boden und Kastanienbäume brechen den Schall", sagt die Lehrerin. Aber auch: "Wenn wir Sommerfeste haben, sind die Höfe immer die erste Adresse!"
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