Herzogenaurach
Begehung

Die Kiefer bleibt der "Brotbaum" der Herzogenauracher Waldbesitzer

Die Waldcorporation Herzogenaurach-Welkenbach kümmert sich um die Verjüngung ihrer Bestände.
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Fabian Grziwa (Mitte) erläuterte den Zustand des Waldes. Foto: Manfred Welker
Fabian Grziwa (Mitte) erläuterte den Zustand des Waldes. Foto: Manfred Welker
Rund 40 "Rechtler" informierten sich am Kirchweihdonnerstag mit weiteren Interessenten bei der schon traditionellen Waldbegehung der Waldcorporation Herzogenaurach-Welkenbach über den Zustand des Waldes. Bei ihrem Gang durch Wald erfuhren die Anwesenden Wissenswertes über ihren Birkenbühl.
"Für den Wald ist es nicht schlecht, wenn es etwas regnet", so Forstmitarbeiter Fabian Grziwa angesichts des Wetters in der letzten Zeit. Die Kiefer bleibt weiterhin der "Brotbaum" der Waldcorporation, wie Grziwa erläuterte. Von Nürnberg ausgehend wurde im 14. Jahrhundert die Kiefer als Hauptbaum eingeführt, um die große Nachfrage nach Bau- und Brennholz zu befriedigen. Durch verschiedene Maßnahmen wird die Naturverjüngung der Kiefer gefördert. Eine ständig wiederkehrende Aufgabe ist das Ausgrasen und die Pflege der Neuanpflanzungen.
In der Abteilung Pflanzgarten waren vor rund acht Jahren Buchen gepflanzt worden, die sich gut entwickelt haben. Mit zunehmendem Wuchs werden sie auch die Brombeersträucher und das Seegras darunter zum Absterben bringen. In der Neupflanzung stehen noch Totholzbäume zum Unterschlupf für unterschiedliche Tierarten.
An einer Stelle in dieser Waldabteilung wird von den Verantwortlichen eine Tonschicht vermutet, die kein Hochkommen von Bäumen ermöglicht. An dieser Stelle wurde auf Initiative von Grziwa Bergahorn nachgepflanzt. Die jungen Bäume werden mit Wuchshüllen aus Stärke, die sich nach einigen Jahren selbst zersetzen sollen, gegen den Verbiss geschützt. Dadurch erspart sich die Waldcorporation die Anlage von Schutzzäunen, die aufgebaut, ständig kontrolliert und mit großem Aufwand auch wieder abgebaut werden müssen.
Eine kleine Fläche wird nach dem Motto: "Was kann die Natur wirklich?" der Natur überlassen. Grziwa ist der Überzeugung, dass sich ein interessantes Ergebnis zeigen wird. Außerdem konnte er berichten, dass im Thonwald 1,2 Hektar zum Bepflanzen mit 1800 Laubbäumen sowie mit kleinen Tannenpflanzen vorbereitet wurden.
Die Besichtigungstour endete wieder am Waldsaum des Birkenbühl. Nach der Begehung fanden sich die Teilnehmer auf der Kerwa in Herzogenaurach wieder bei einem gemütlichen Beisammensein ein.
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