Höchstadt a. d. Aisch
Infoabend

Den Höchstadtern liegt Gesundheit am Herzen

Beim Tag der Herzgesundheit in der Fortuna Kulturfabrik gab es nicht nur Vorträge von Medizinern, sondern auch Tipps zur Vorbeugung von Herzproblemen.
Artikel einbetten
Stephanie Raber vom ASB demonstriert die Herzrhythmusmassage bei Kindern.Sabrina Ruhmann
Stephanie Raber vom ASB demonstriert die Herzrhythmusmassage bei Kindern.Sabrina Ruhmann
+1 Bild
Wie oft trifft man einen Arzt in einer wirklich ruhigen Minute und kann ihm alle Fragen stellen, die einem im wahrsten Sinne des Wortes auf dem Herzen liegen? Einige Höchstadter nutzten diese Gelegenheit am Montagabend beim Tag zur Herzgesundheit in der Fortuna Kulturfabrik, der im Rahmen der Herzwoche der Deutschen Herzstiftung vom Netzwerk "Gesunde Gemeinde Höchstadt" ins Leben gerufen wurde.
Von 16 bis 21 Uhr standen Spezialisten aus verschiedenen Themenbereichen für Fragen und Gespräche zur Verfügung, darunter Prof. Dr. Michael Weyand, Direktor der Herzchirurgie am Universitätsklinikum Erlangen, und Dr. Reinhard Döring vom örtlichen Krankenhaus. Zwischen interessanten Vorträgen wie "Chirurgische Behandlungsmöglichkeiten bei Herzschwäche" und "Was kann mein Arzt tun und was kann ich selbst tun?" stand den Besuchern im Jugendzentrum ein vielseitiger Gesundheitsmarktplatz zur Verfügung.
Das rote Kreuz zeigte anhand einer Puppe Erste-Hilfe-Maßnahmen wie Herzdruckmassage, demonstrierte, wie ein Defibrillator angewendet wird, und beantwortete Fragen zum richtigen Verhalten in Notfallsituationen. Beim Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) ging es speziell um Notfallsituationen bei Kindern und Säuglingen. Was man tun kann, wenn ein Kind eine Biene verschluckt, wenn bei einem Säugling die Atmung aussetzt, etwa weil ein Fremdkörper in die Luftröhre gelangt ist, oder wenn ein Kleinkind giftiges Putzmittel getrunken hat, erklärte Stephanie Raber vom ASB zudem in einem Vortrag.


Vorbeugung durch Stressabbau und Abhärtung

Feedback zur eigenen Herzgesundheit erhielten die Besucher unter anderem am Stand der Paracelsus-Apotheke, die kostenfrei das wichtige Coenzym Q10 im Blut untersuchte und mit einem speziellen Gerät das persönliche Gefäßalter bestimmte. Die AOK bot ein kleines EKG an und ermittelte mit Hilfe eines Cardioscans den individuellen Stress-Level.
Auch wie man Stress vermeidet oder abbauen kann und welche anderen Möglichkeiten es gibt, das Herz und die eigene Gesundheit zu stärken, lernten die Besucher auf der Veranstaltung. Denn auch das Thema Vorbeugung wurde beim Tag zur Herzgesundheit großgeschrieben, so zum Beispiel am Infostand zur Kneipp-Therapie. Wechselduschen, Massagen und Tautreten sind nur ein paar der von Pfarrer Kneipp entdeckten Methoden, um die Selbstheilungskräfte des Körpers wirksam zu stimulieren.
"Wir sind alle verweichlicht, sitzen immer im Warmen. Die Kneipp-Methode hilft dabei, sich wieder abzuhärten", erklärt Kneipp-Gesundheitstrainerin Sabine Haupt. Die Höchstadterin hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Kneipp-Methode unter anderem in ihren Kursen, in Betrieben und Kitas bekannter zu machen. "Die Kneipp-Therapie ist vielleicht nicht so sexy wie die geheimnisvollen fernöstlichen Naturheilmethoden, wie zum Beispiel die traditionelle chinesische Medizin, aber die zugrundeliegenden Konzepte und die Wirkung sind im Prinzip die gleichen."
Das Sportzentrum machte auf seine Aqua-Fitness-Kurse im Hallenbad als weitere Möglichkeit der Vorbeugung aufmerksam, und das radiologische Zentrum stellte seine Angebote zu Vorsorgeuntersuchungen mit Hilfe modernder und strahlungsarmer Geräte vor. Natürlich darf auch das Thema Ernährung nicht fehlen, wenn es um Fitness und Gesundheit geht. Dazu und zu ihrem Disease Management Programm informierte die AOK.
Verwandte Artikel
Verwandte Fotoserien
Noch keine Kommentare
Sie sind nicht angemeldet.
Sie müssen angemeldet sein, um Kommentieren zu können!
registrieren