Herzogenaurach
Denkmalschutz

Das kleine Spital am Kirchenplatz soll weiter leben

Das kleine Spital soll auch künftig als Wohnung genutzt werden. Das baufällige Häuslein aus dem 15. Jahrhundert wartet seit Jahren auf eine Rettung.
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Bei einem Treffen internationaler Künstler im Sommer war das kleine Spital ein beliebtes  Motiv für die Maler.  Bernhard Panzer
Bei einem Treffen internationaler Künstler im Sommer war das kleine Spital ein beliebtes Motiv für die Maler. Bernhard Panzer
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Es könnte gar viel erzählen, das kleine Spital am Kirchenplatz. Im 15. Jahrhundert gebaut, vielleicht zweihundert Jahre später erweitert und in der Neuzeit fast verfallen - das Häuschen hat eine lebendige Zeit hinter sich. Und es soll weiter leben dürfen: Trotz der zwischenzeitlichen Baufälligkeit soll das geschichtlich wertvolle Denkmal jetzt endgültig erhalten werden.

Die Stadt hat sich des Häusleins angenommen und den Architekten Helmut Popp damit beauftragt, eine Machbarkeitsstudie für eine Sanierung zu erstellen. Das Ergebnis liegt nun vor und wird dem Planungsausschuss am kommenden Mittwoch vorgestellt.

Grundsätzlich sei vorgesehen, dass das Gebäude auch in Zukunft als Wohnhaus genutzt wird wie zuletzt auch, sagte Bürgermeister German Hacker bei einer Vorbesprechung zur Sitzung im Rathaus. Damit wird es auch nicht dem Stadtmuseum zugeschlagen, wie es schon einmal diskutiert wurde. In den vergangenen Jahren sind mehrere Überlegungen fehlgeschlagen, zuletzt der Versuch eines Privatmannes, das Haus zu sanieren.

Denkbar wären nach einer umfangreichen Restaurierung, die mit dem Denkmalschutz fein abgestimmt werden muss, laut Hacker entweder drei Miniwohnungen oder eine etwas größere. Pläne hierzu hat der Architekt entworfen. Bürgermeister respektive Stadtverwaltung favorisieren die "größere" Lösung. Man habe 98 Quadratmeter Wohn- und Nutzfläche, aber keinen Keller. Da biete sich eine Aufteilung in kleine Einheiten eher nicht an, sagte Hacker.

Die Gesamtkosten wurden vom Architekten auf 650 000 Euro geschätzt, wovon laut Bürgermeister ein großer Teil durch staatliche Fördermittel gedeckt werden kann. Ein genauer Betrag könne erst nach Kenntnis weiterer Details erfolgen, heißt es in der Beschlussvorlage zur Sitzung.
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