Adelsdorf
Einweihung

Adelsdorfer freuen sich über Kunst im Kreisel

Ein Kunstwerk ziert seit Kurzem den Kreisverkehr am Adelsdorfer Ortseingang. Die Metallstelen zeigen das Miteinander von Jung und Alt in der Gemeinde.
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Pfarrer Thomas Ringer segnete das Kunstwerk. Johanna Blum
Pfarrer Thomas Ringer segnete das Kunstwerk. Johanna Blum
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Nicht gerade einladend wirkte der mit Gras bewachsene Hügel, der viele Jahre lang den Kreisverkehr am westlichen Ortseingang von Adelsdorf "zierte". Deswegen hatte die Freien Wähler bereits im Jahr 2013 im Gemeinderat einen Antrag auf Verschönerung des Kreisels gestellt.
Im Herbst 2013 hatte dann die Gemeinde eine Ausschreibung gestartet und um Vorschläge für eine stilvolle und praktikable Gestaltung der Kreiselmitte gebeten. In der Sitzung vom 19. Februar 2014 wurden dann sieben Vorschläge vorgestellt, und der Entwurf des Vereins Schlosskunst Adelsdorf bekam den Zuschlag. Nachdem noch einige rechtliche Details geklärt waren, ging im vergangenen Herbst der Auftrag nach einer öffentlichen Ausschreibung durch die Gemeinde an die Metallwerkstätten der Laufer Mühle.
Innerhalb weniger Tage haben Mitarbeiter des Bauhofs zusammen mit dem Metallbaumeister Günter Münch von der Laufer Mühle vor kurzem die Edelrost-Metallskulpturen im Kreisel montiert. Nun konnte die Einweihung gefeiert werden.
Sigrid Wolt, die damalige Vorsitzende des Kunstvereins, blickt zurück: "Ich hatte eine Anfrage im Kunstverein zwecks Vorschlägen zur Verschönerung der Kreiselmitte ausgeschrieben, und die Künstler Angela Börnecke, Franz Lankes und ich hatten am Ende auch mit den anderen Mitgliedern ein kunstvolles Modell entwickelt. Es möchte das Miteinander von Alt und Jung in der Gemeinde nebst allen Ortsteilen darstellen. Es sollte etwas sein, mit dem jeder im Ort etwas anfangen kann", so Sigi Wolt, die gerade zufällig aus ihrer momentanen Heimat Japan zu Besuch war.
Über dreieinhalb Jahre sei es ein ehrenamtliches "Geacker" gewesen, bis endlich der Metallbaumeister der Laufer Mühle und Gemeinderat Günter Münch (FW) im vergangenen Juli alles in die Hand genommen habe, erfuhren die Anwesenden von Wolf-Dieter Domke, dem jetzigen Vorsitzenden des Kunstvereins.


Leichter und billiger als geplant

"Von der Idee unseres Bürgermeisters über das Aufgreifen der Idee durch den Kunstverein, weiter mit ehrenamtlichem Engagement und über die Planung zusammen mit Landschaftsgärtnerin Kathrin Nißlein und handwerklicher Unterstützung durch die Metallbauer der Laufer Mühle und Manfred Litz vom Bauhof ist aus einem ursprünglichen Entwurf mit neun Granitstelen und Cortenstahl ein leichteres Kunstwerk aus mit Alu verkleideten Metallstelen - halb so teuer und weniger schwer als ursprünglich geplant - geworden", berichtete Domke.
Günter Münch zeigte sich stolz, dass unter seiner Anleitung innerhalb von sechs Wochen dieses große Projekt von seinen Mitarbeitern verwirklicht werden konnte. "Unsere Bewohner konnten auch ihre Ideen einbringen und sind hierbei oft an ihre Grenzen gestoßen", erklärte er. "Aber insgesamt hatte dieser arbeitstherapeutische Einsatz einen positiven Nebeneffekt", betonte er.
Vor der gemeinsamen Weihe durch Pfarrer Thomas Ringer und Pfarrer Jens Arnold drückte Pfarrer Ringer noch seine Freude über das gelungene Werk aus: "Dieses Kunstwerk symbolisiert die Gemeinschaft unseres Ortes. Da ja das Zusammenleben nicht immer einfach ist, bitten wir Gott um ein gutes Miteinander." Die Mitte des Kreisels sei auch die Mitte eines Ortes, deswegen "wollen wir Jesus zur Mitte unseres Lebens machen, denn ohne Gott kann es kein Miteinander geben. Möge es gelingen, dass die Botschaft Jesu zur Mitte dieses Ortes wird."
Im Frühjahr wird dann das "grüne Außenherum" erledigt. Auch hier ist wieder der Kunstverein aktiv, aber auch weitere Adelsdorfer Vereine werden angesprochen, die dann gemeinsam ein zu den Skulpturen passendes Gestaltungskonzept entwerfen sollen.
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