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Region  // Erlangen-Höchstadt

Karriere

Vom Kuhstall in die Staatskanzlei

Der Aufstieg ist atemberaubend, den der Burgstaller Landtagsabgeordnete Walter Nussel hinlegte. Seit Februar ist er "oberster Entbürokratisierer Bayerns".
Gut lachen hat Walter Nussel: Mit Kompetenz, Geradlinigkeit und Anstand hat der Burgstaller Karriere gemacht. Foto: Archiv
 
Für viele Einheimische ist er der Walter geblieben, wie sie ihn von Kindesbeinen auf kennen. Der gelernte Land- und Forstwirt, der außerdem noch in zwei technischen Berufen die Ausbildung bei Schaeffler absol-vierte, hat alles von der Pike auf gelernt - auch die Politik. Dass er auch noch Unternehmer ist, sagt viel über seine Qualitäten aus.

Den Draht zu seinen Mitbürgern hat Nussel nie abreißen lassen. Als es jüngst im Landkreis stürmisch zuging, rückte er in aller Herrgottsfrüh als Burgstal-ler Feuerkommandant mit seinen Mannen aus und räumte umgestürzte Bäume von den Straßen.

Danach war er wieder Politiker und Unternehmer. Als es darum ging, den Flusskrebs im Gründla anzusiedeln, war er es, der die ersten Tiere in das Gewässer setzte. Und bei Kirchweihen langt er als "Vorarbeiter" beim Baumaufstellen zu, wenn er gerufen wird. Oder man kennt ihn als dynamischen Vorsitzenden des FC Herzogenaurach, den er wieder in finanziellruhiges Fahrwasser steuerte.

Und obwohl die Herzogenauracher den langjährigen zweiten Mann im Rathaus nicht zum Nachfolger von Hans Lang auf den Bürgermeistersessel wählten, hört er nicht auf, sich politisch für seine Heimatstadt zu engagieren. Der Stachel saß tief nach der Niederlage, aber als selbstkritischer Mensch weiß Nussel, dass er damals auch nicht alles richtig gemacht hat - auch was seine eigene Partei anbelangt.


Lohn der Mühen

Gute Ergebnisse bei Stadtrats-, Kreistags-, Bezirkstags- und 2013 bei Landtagswahlen beweisen, dass der Burgstaller beliebt ist und bei den Leuten ankommt. Im Landtag hat er wohl seine Bestimmung gefunden. Schon von der Statur her gesehen kommt niemand so leicht an ihm vorbei. Frohsinn und Natürlichkeit zeichnen ihn aus. Nussel ist auch dann optimistisch, wenn andere schwarz sehen.

Walter Nussel scheute auch nicht den Konflikt mit der eigenen Fraktion, als es um den dritten bayerischen Nationalpark ging. Als Forstexperte ist er zutiefst davon überzeugt, dass ein vernünftig bewirtschafteter Wald langfristig gesünder ist als ein Nationalpark, den man sich selbst überlässt.


"Grünes" Unternehmen

Und als Unternehmer steht er einer Firma vor, die Ausgleichsflächen identifiziert und vermittelt für Bauvorhaben im gesamten Freistaat. Dennoch steht er dem ständig steigenden Flächenhunger äußerst kritisch gegenüber, auch wenn er sich geschäftlich damit keinen Gefallen tun dürfte.

Im Landtag ist Walter Nussel Mitglied im mächtigen Wirtschaftsausschuss, wo er seine Erfahrungen einbringt. Er straft damit alle diejenigen Lügen, die meinen, er verstehe nichts von der Wirtschaft beziehungsweise könne nicht mit den Wirtschaftsbossen in Herzogenaurach verhandeln. Außerdem ist der Abgeordnete Mitglied im Ausschuss für Eingaben und Beschwerden.


Beste Voraussetzungen

Als es kürzlich darum ging, Bayerns obersten Entbürokratisierer zu ernennen, kam Ministerpräsident Seehofer an dem Burgstaller nicht vorbei. Seine unkomplizierte Art prädestiniert Nussel geradezu für diese Aufgabe.
Als Mitglied der Staatskanzlei steht er über den Ministerien. Im Kampf gegen die Bürokratie muss er aber viel Standfestigkeit und Beharrungsvermögen beweisen, um sich hier durchzusetzen.

Aber der Naturbursche, Facharbeiter, Land- und Forstwirt, Unternehmer und Politiker ist ein kompetenter Allrounder, der auch hier seinen Mann stehen dürfte.
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