Niederndorf
Kriminalität

Vergiftete Hundeköder in Niederndorf

Zwei Hunde hatten nach dem Gassi gehen im Bereich zwischen Niederndorf und der Berufsschule Vergiftungssymptome. Beide wurden in einer Tierklinik in Erlangen behandelt. Die Polizei erbittet sachdienliche Hinweise aus der Bevölkerung.
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Symbolfoto: Ronald Rinklef
Symbolfoto: Ronald Rinklef
Bereits am Dienstag wurde der Polizei in Herzogenaurach mitgeteilt, dass ein Hund aus Niederndorf möglicherweise vergiftet werden sollte. Die zweieinhalb Jahre alte Hundedame Finchen, ein Galgo-Mix, wurde in einer Tierklinik in Erlangen mit Vergiftungssymptomen behandelt und ist zwischenzeitlich aber wieder wohlauf.

Am Donnerstag zeigte ein weiterer Hunderhalter aus der gleichen Wohngegend einen ähnlichen Fall an: Die 13-jährige Schäferhund-Mischlingsdame Olga wurde am Dienstag mit den gleichen Symptomen in der gleichen Tierarztpraxis behandelt. Olga kämpft noch mit den Folgen der Vergiftung, wird aber wohl ebenfalls überleben.

Beide Hunde waren am Wochenanfang im Bereich zwischen Niederndorf und der Berufsschule in den Abendstunden Gassi. Bei beiden Hunden wurde Blut und Urin zur Untersuchung auf Giftstoffe genommen, um herauszufinden, wie sie vergiftet wurden. Laut Auskunft der Tierpraxis krampften die Tiere stark, was auf ein Nervengift schließen lässt. Das Untersuchungsergebnis steht aber noch aus.


Polizeihund wird zur Ködersuche eingesetzt

Die Polizei Herzogenaurach ermittelt intensiv wegen Verstößen nach dem Tierschutzgesetz und mahnt vorsorglich alle Hundebesitzer zu erhöhter Aufmerksamkeit beim Gassi gehen. Sie bittet außerdem um sachdienliche Hinweise zur Ermittlung des Täters. Wer Verdächtiges beobachtet hat, möge sich bitte bei der Polizei melden.

In diesem Zusammenhang weist die Polizei vorsorglich darauf hin, dass Hinweisen im Internet (z. B. Facebook) nicht nachgegangen wird. Im Internet, so auch herrschende Meinung der Gerichte, kann jeder - auch unter falschem Namen - Behauptungen in den Raum stellen, deren Wahrheitsgehalt fragwürdig ist. Für die Ermittlungsarbeit ist es unerlässlich, dass Hinweise von "realen" Personen kommen müssen, die ihre Aussage am besten unterschriftlich bei der Polizei zu Protokoll geben.

Heute wird ein Diensthund der Hundestaffel aus Nürnberg die Gegend nach möglichen weiteren ausgelegten Hundeködern absuchen. pol
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