Grundsteinlegung

Überlebenswichtiger Neubau an der Uni-Klinik

Ärzte und Patienten sollen gleichermaßen von dem Funktionsgebäude des Chirurgischen Zentrums des Universitätsklinikums Erlangen profitieren.
Heinrich Iro, Ludwig Spaenle, Raymund Horch, Joachim Hornegger, Joachim Herrmann und Florian Janik (v. l.) führten die symbolischen Hammerschläge auf den Grundstein aus. Foto: Uni-Klinikum Erlangen
 
"Das Funktionsgebäude des Chirurgischen Zentrums ist ein Herzstück in der Entwicklung des Universitätsklinikums Erlangen", betonte Ludwig Spaenle (CSU), bayerischer Wissenschaftsminister und Aufsichtsratsvorsitzender des Uni-Klinikums Erlangen, unlängst bei der Grundsteinlegung für den Neubau im Zentrum des Uni-Klinikumsgeländes. Er wünschte allen Beteiligten viel Erfolg. Das geht aus einer Pressemitteilung der Uni hervor.
"Hier, im Herzen der Stadt, wo wir mit Herzblut bei der Sache sind, entsteht ein hochmodernes Gebäude", sagte ärztlicher Direktor Heinrich Iro. "Diese Baumaßnahme ist für unser Uni-Klinikum, insbesondere aber für unsere Patienten, überlebenswichtig und wir danken allen, die uns bei der Umsetzung tatkräftig unterstützen."
An der Baugrube auf dem Maximiliansplatz hob auch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) noch einmal die Bedeutung des Uni-Klinikums für Erlangen hervor: "Die Lage des Uni-Klinikums im Zentrum der Stadt hat sich bewährt. Die Forschung, die hier geleistet wird, ist weltweit von Bedeutung und glücklicherweise profitieren die Patienten hier aus der Region als Erste von den neuen Erkenntnissen. Mit dem neuen Hubschrauberlandeplatz auf dem Dach des Funktionsgebäudes haben wir endlich auch eine langfristige und gute Lösung gefunden, die zudem die Notfallversorgung wesentlich beschleunigt."
Uni-Präsident Joachim Hornegger unterstrich insbesondere die ausgezeichnete interdisziplinäre Zusammenarbeit, die Kooperation zwischen medizinischen und technischen Fächern, die in Erlangen einzigartig sei: "Darum beneiden uns viele in Deutschland. Wir danken der Staatsregierung, die uns dabei unterstützt, und bitten sie um weitere finanzielle Mittel für unsere Vorhaben, die unseren Standort noch mehr zum Leuchten bringen können."
Erlangens Oberbürgermeister Florain Janik (SPD) zeigte viel Verständnis für die all diejenigen, die unter den Begleiterscheinungen der Bauarbeiten zu leiden haben: "Es ist anstrengend, aber es ist auch ein Zeichen von Dynamik. Weiterentwicklungen wie diese bringen unsere Stadt voran, sichern die Zukunft von Familien. Und am Ende geht es doch immer um die Menschen: dass sie gerne hier arbeiten und eine hervorragende Gesundheitsversorgung direkt vor ihrer Tür haben."
Raymund Horch, Sprecher der chirurgischen Disziplinen des Uni-Klinikums Erlangen, die in dem Neubau schließlich unter einem Dach vereint sein werden, verwies auf die "rasante Entwicklung" in der Hochleistungsmedizin, auf die stark gestiegenen Patientenzahlen und darauf, dass das Funktionsgebäude des Chirurgischen Zentrums "die einzig konsequente und richtige Antwort" darauf gewesen sei.
Nachdem der Haushaltsausschuss des Bayerischen Landtags die Gesamtkosten (inklusive Abbruch und vorbereitende Maßnahmen) in Höhe von rund 176 Millionen Euro für das neue Funktionsgebäude des Chirurgischen Zentrums des Uni-Klinikums Erlangen im Oktober 2014 bewilligt hatte, ging es auch direkt los. Bereits im Frühjahr 2015 wurde das Baufeld am Maximiliansplatz geräumt und im Januar 2016 mit der Absicherung sowie dem Ausheben der bis zu 14 m tiefen Baugrube begonnen.
An der Stelle, wo im Moment noch eine Lücke klafft, wächst seitdem ein hochmoderner Komplex in die Höhe: Der Neubau wird insgesamt acht Geschosse umfassen, 165 Meter lang, 25 Meter breit und 27 Meter hoch sein. Darin untergebracht sind künftig 20 OP-Säle, zwei Intensivstationen mit insgesamt 42 Intensivpflegebetten, eine chirurgische Hochschulambulanz, radiologische Untersuchungsräume mit Platz für vier Computertomografen und drei Magnetresonanztomografen sowie auf dem Dach ein Hubschrauberlandeplatz.
Auf den über 15 000 Quadratmetern Nutzfläche - verteilt auf zwei Untergeschosse, das Erdgeschoss und fünf Obergeschosse - werden außerdem die Zentralsterilisation, notwendige Entsorgungseinrichtungen sowie Räume für Forschung und Lehre integriert. Mit der Umsetzung der Baumaßnahme, die 2020 fertiggestellt und 2021 bezogen werden soll, ist das Staatliche Bauamt Erlangen-Nürnberg betraut.
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