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Hubmann-Areal

Tiefgarage Hubmann-Platz: 170 Plätze für 16 Millionen Euro?

Eine Grundsatzentscheidung steht bevor: Wie groß soll die Tiefgarage unter dem künftigen Bürgerzentrum werden? Die Verwaltung legt vier Varianten vor.
Über vier Varianten zur künftigen Tiefgarage am Hubmann-Areal wird bald abgestimmt. Die Kosten liegen zwischen neun und 16 Millionen Euro.  Grafik: Micho Haller/Quelle: Auer & Weber
 
von BERNHARD PANZER
Es sind Beträge, bei denen jeder Zuhörer erst mal schlucken muss. Soll sich die Stadt eine Tiefgarage für 16 Millionen Euro leisten? Das Bauwerk unter der Erde wäre dann teurer als das Bürgerzentrum mit neuer Stadtbibliothek, das obendrüber, auf dem Gelände des jetzigen Hubmann-Parkplatzes, errichtet werden soll.

Auf den zweiten Blick erfährt man, dass solche "irrsinnig teuren" unterirdischen Bauten in Großstädten "gang und gäbe" seien, wie es Bürgermeister German Hacker (SPD) im Pressegespräch formulierte. Letztlich stellt sich die Frage offensichtlich nicht nach der Notwendigkeit, sondern nur nach der Größe. Denn dass die Stadt ein Bürgerzentrum bauen will, ist längst beschlossen. Da braucht es schlicht Parkplätze - und zwar reichlich.

Jetzt ist es aber nicht nur so, dass allein die anstehenden Großprojekte - das Bürgerzentrum und nebenan das neue Rathaus - sehr viele Stellplätze erfordern. Das Parkplatz-Problem in der Innenstadt ist ohnehin ein Dauerbrenner. Folgt man den steten Kritiken, spitzt es sich eher noch zu. Also bietet sich schon deshalb eine große Lösung des großen Problems an.


Zwei Sitzungen

Am kommenden Montag wird sich der Planungsausschuss damit auseinandersetzen und soll eine Empfehlung an den Stadtrat geben, der dann am 1. Juni beschließt. Es geht um einen Grundsatzbeschluss, welche Variante hinsichtlich der Tiefgarage zum Tragen kommt.

Vier solcher Varianten liegen vor, die von 58 Stellplätzen und neun Millionen Euro Kosten bis zu 16 Millionen mit 170 Stellplätzen reichen. Zur Erinnerung: Schon der Hubmann-Parkplatz hat jetzt 52 Stellplätze. Die Vorschläge unterscheiden sich sowohl in der Tiefe als auch in der Weite. Nach unten sind es entweder zwei oder drei Etagen, in die Breite reicht das Bauwerk entweder bis hinüber zum Rathaus (Varianten drei und vier) oder es wird nur der Hubmann-Parkplatz unterkellert. Die größeren Varianten hätten laut Hacker den Vorteil, dass sie einen direkten unterirdischen Zugang zum Rathaus ermöglichen - allerdings nur fürs Personal - und dass unter der Erde noch Platz ist für ein Technik-Bauwerk. Und das brauche es bei Projekten dieser Größenordnung.


Verwaltung schlägt Variante 4 vor

Freilich will Hacker dem Beschluss des Stadtrates nicht vorgreifen. Er möchte, wie er feststellte, sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht einmal persönlich festlegen. Nichtsdestotrotz schlägt die Stadtverwaltung die größte Variante vor. Naturgemäß muss sie das auch, denn die geplanten Großprojekte erfordern laut Satzung im Grunde schon 160 Stellplätze.

Fakt ist, dass für alle vier Varianten vorab schon Fixkosten von fast vier Millionen Euro gelten. Da geht es um die Aushub-Entsorgung der früheren Brauerei (vorwiegend Dämmmaterial aus Teerkork) und um die zahlreichen Bohrkerne, die gesetzt werden müssen, damit der Bau erschütterungsfrei für die Nachbarn abgeht.


Rücklagen alleine reichen nicht

Der Untergrund selbst ist bei dem Bau, der bei drei Geschossen bis in fast zwölf Meter Tiefe reicht, in den Kosten schon berücksichtigt. Man trifft beim Fels Sandstein und Ton vor, laut Hacker also keine extremen Maßnahmen. Die Bohrungen selbst gehen 14 Meter tief.

30 Millionen Euro soll die gesamte Maßnahme auf dem Hubmann-Areal kosten. Baubeginn für die Tiefgarage kann laut Hacker frühestens 2020 sein; zuvor soll das Rathaus gebaut werden. Allein aus den Rücklagen werde man die Projekte nicht mehr finanzieren. Aber: "Das ist etwas für die Ewigkeit."
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