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Synchrone Spatenstiche - Fehlanzeige

Da haben die Politiker offensichtlich zu wenig geübt. Beim Spatenstich für die Erweiterung der Montessori-Schule in Herzogenaurach (Landkreis Erlangen-Höchstadt) machte jeder was er will. Bei den Bauarbeiten soll dann aber wieder alles rund laufen.
Die Prominenz war beim Spatenstich für die Erweiterung der Montessori-Schule  hochkonzentriert, der Blick in die Kamera nicht möglich.
 

Es wird sicher bald wieder die Gelegenheit kommen, einen Spatenstich zu üben. Beim Spatenstich zum Erweiterungsbau der Montessori-Schule in Herzogenaurach (Landkreis Erlangen-Höchstadt) klappte das nicht so richtig. Denn Landrat Eberhard Irlinger (SPD), eigentlich ein Experte des Spatenstichs, musste mehrmals auf Null zurück zählen, aber so richtig einheitlich flog die Erde trotzdem nicht durch die Luft.
Die geladenen Gäste mochten dem Befehlt nicht so recht folgen, um ein vernünftiges Motiv für das obligatorische Foto zu bieten. Dabei hatte ein Mitarbeiter der Baufirma Schenk wenige Minuten vor dem offiziellen Teil mit seinem Radlader den Boden perfekt planiert und vorbereitet - an der Standfestigkeit konnte es also nicht gelegen haben. Bei den Kindern, die ebenfalls mit Spaten und Helmen angetreten waren, klappte nämlich alles tadellos.

Mit Liedern eingestimmt


Ob nun ein perfekter Spatenstich oder nicht, der symbolische Akt gehört einfach dazu, es war jedenfalls Grund genug für eine Feier der gesamten Schule. Die Umrisse des Anbaues sind durch die ersten Erdarbeiten und durch das Schnurgerüst schon zu erkennen. "Die Bauleute waren sehr schnell da und begannen sofort das Gelände vorzubereiten", freute sich Geschäftsführerin Susanne Hehn.
Auch Bürgermeister German Hacker (SPD) zeigte sich überrascht, als er aus dem Hof auf die ehemalige Wiese blickte. Die Sekundärklasse hatte sich auf den freudigen Anlass vorbereitet und stimmte Gäste und Mitschüler mit einem Lied sowie einem Tanz auf den Spatenstich und die anschließende Feier ein.
Die Vorsitzende des Montessori-Förderkreises, Sabine Dassler, begrüßte die Prominenz, die dem Ereignis beiwohnte. Selbstverständlich nahmen auch Hans Arnold, geschäftsführender Gesellschafter der Baufirma Schenk, Bernd Dittrich (Sparkasse Erlangen), Schulleiterin Dina Cerisier und Architekt Martin Lodde einen Spaten in die Hand.

Platzproblem beseitigt


Sabine Dassler freute sich, dass der lang ersehnt Anbau nun begonnen werden kann und voraussichtlich im Herbst des kommenden Jahres bezogen werden kann. Es entsteht ein zweigeschossiger Anbau mit vier Klassenzimmern und zwei Arbeitsräumen zwischen den Klassenzimmern. Außerdem werden vier Fachräume für Naturwissenschaften, Informatik, Textilarbeit sowie für Kunst und Kultur eingerichtet.
Drei Aufenthaltsräume für den Ganztagsbereich, eine Lehrküche und eine sowie Versorgungsküche und Speisesaal sorgen dafür, dass sich die Kinder wohlfühlen. Insgesamt entsteht eine zusätzliche Gebäudefläche von fast 1500 Quadratmetern und um die gleiche Fläche vergrößert sich auch das Grundstück.
Die Kinder brauchen also auf ihre Freifläche nicht verzichten, und können sich nach wie vor in den Pausen austoben. Natürlich ist die Erweiterung nicht umsonst, es werden etwa vier Millionen Euro investiert, davon übernimmt der Freistaat Bayern 2,8 Millionen Euro.
Im Jahr 2014 wird deshalb eine 10. Klasse einziehen. "Wir hoffen, dass wir damit das Platzproblem für die nächsten Jahre gelöst haben", verkündete Susanne Hehn.

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