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Kritik

Straßengegner fordern Schiene statt Südumgehung

Der Autor Günther Doliwa, unterstützt von Naturschützern, spricht erneut die seiner Ansicht nach fehlende Notwendigkeit einer Südumgehung an.
Ein stillgelegtes Gleis am Schaeffler-Gebäude erinnert an frühere Zeiten mit der Bahn.  Foto: Bernhard Panzer
 
Für den Herzogenauracher Schriftsteller Günther M. Doliwa und drei namentlich genannte Straßengegner vom Bund Naturschutz ist eines klar, und das erfüllt sie offenbar mit Trauer und Zorn: "Herzogenaurach setzt auf Straßen, sitzt aber auf einer Bahnlinie, die sie sträflicherweise nicht nutzt", schreiben sie in einer Stellungnahme an die FT-Redaktion. Man wendet sich damit erneut gegen den Bau einer Südumgehung und fordert eine Reaktivierung der Schienentrasse. Doliwa schreibt: "Eine sogenannte Südumgehung ist nicht unbedingt nötig. Schienen schienen uns klug."

Die Schreiber beziehen sich auf Erkenntnisse von "hochamtlichen Mobilitätsstudien". Verkehrsexperten seien sich einig: Der Neubau von Straßen löse kein Problem. Der Plan müsse hingegen sein: ein besserer öffentlicher Personen-Nahverkehr, also Schienenprojekte, eine bessere Vernetzung der Verkehrsmittel, der Ausbau von schnellen Radwegen, bezahlbare Wohnungen vor Ort.


Verweigertes Geschenk

Der Firmen-Zubringer für Schaeffler werde stets beschönigend als Südumgehung bezeichnet, "obwohl er ins Herz der Stadt führt". Nach Ansicht von Doliwa und den BN-Strategen Helmut König, Christian von Reitzenstein und Volker Grünenwald gelte es aber primär, den Direkt-Schienenzubringer zu Schaeffler auszubauen. Das könnte die Stadt auf der inzwischen erworbenen Bahnstrecke tun, die vor den Toren der Großfirma endet. Denn ohne eine Alternative zum Auto gebe es auch keine Verkehrsentlastung.

Doliwa: "Was für ein bisher skandalös verweigertes Geschenk!" Von einer Bahn nach Erlangen hätte aber die ganze Stadt etwas. Also sollte man nicht weiter in die sündteure, in weiter Ferne liegende Zubringer-Straße fehlinvestieren.

Wenn nur ein Fünftel auf eine "klug im Regionaltakt zu regelnde Bahnstrecke" zu bringen wäre, würde sich die Verkehrslage entspannen. Eine leise Personen-Bahn auf der Trasse im Aurachtal wäre für Doliwa zielgenau, zumutbar, kostengünstig und naturschonend. Gelänge es parallel dazu, mit Belohn-Anreizen, jede zweite Person von einer Mitfahrgelegenheit zu überzeugen, wäre der Verkehr auf einen Schlag halbiert, meint der Schreiber in der Stellungnahme.

Hauptverursacher der Berufsverkehrsschlangen sei eindeutig die Firma Schaeffler. Daraus ergebe sich eine Verantwortung.

Für die Gegner der Südumgehung reicht es "einfach nicht, alternativlos nur in Straßen und immer neuen Straßen zu denken. Die Leute müssen anders zur Arbeit kommen können. Das muss vordringlich die Stadt ermöglichen." Eine Stadt müsse die beste Lösung suchen und dürfe sich nicht versteifen, schon eine (Schein-)Lösung zu haben, meint Doliwa.

Er wird noch deutlicher: Eine "Ignoranz von Naturschutzbelangen rächt sich in Flächenverbrauch, Umweltzerstörung, Negativeffekten. Denn: "Was ausgelöscht wird, ist ausgelöscht für immer." Das habe der Dokumentarfilmer Dieter Wieland festgestellt.
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