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Verkehrsunfall

Rettungsfahrzeug-Equipment in Unfallfahrzeug - Diebstahlserie aufgeklärt

Ein 25-Jähriger hat in Erlangen seinen BMW mit gestohlenem Equipment für Rettungsfahrzeuge ausgestattet. Durch einen Unfall wurde der Diebstahl aufgedeckt.
Ein 25-Jähriger stattet seinen BMW mit gestohlenem Rettungswagen-Equipment von DLRG und Rotem Kreuz aus. Symbolbild: Christopher Schulz
 
Bereits Anfang Dezember 2016 ereignete sich an der Kreuzung Adenauer Ring/Kernbergstraße in Erlangen ein Verkehrsunfall mit vier leicht verletzten Personen und einem Sachschaden von ca. 15.000 Euro. Zum Unfallzeitpunkt befuhr ein 25-jähriger Erlanger mit seinem BMW den Adenauer Ring in Richtung Westen. Eine 41-jährige Erlangerin wollte zu diesem Zeitpunkt mit ihrem Mercedes von der Kernbergstraße kommend nach links in den Adenauer Ring einbiegen und übersah den herankommenden BMW. Im Kreuzungsbereich kam es dann zu einem heftigen Zusammenstoß, bei dem vier Personen leicht verletzt wurden.


An beiden Fahrzeugen entstand Totalschaden

Im BMW wurde durch den Zusammenstoß neben dem 25-jährigen Fahrer auch dessen 16-jähriger Beifahrer verletzt. Im Mercedes wurden die Fahrerin sowie ihr 8-jähriger Sohn leicht verletzt. An beiden Fahrzeugen entstand Totalschaden und mussten abgeschleppt werden.


Der BMW war mit Blaulicht ausgestattet

Im Rahmen der weiterführenden Ermittlungen wurde bekannt, dass der 25-jährige Erlanger mit erheblich überhöhter Geschwindigkeit auf einer "Einsatzfahrt" unterwegs war, da auf dem BMW zum Unfallzeitpunkt ein "Blaulicht" auf dem Dach montiert war. Ob dies zum Unfallzeitpunkt in Betrieb war, ließ sich bislang nicht klären. Im Fahrzeug des 25-Jährigen fanden sich zudem zahlreiche Gegenstände zur Verkehrslenkung und Einsatzmittel für den Rettungsdienst, die darauf schließen ließen, dass der 25-jährige Erlanger eine Affinität zur Polizei bzw. Feuerwehr und Rettungsdiensten besitzt. Eine gültige Fahrerlaubnis konnte der 25-Jährige nicht vorweisen.


Gestohlene Kennzeichen am neuen Fahrzeug

Wie dem ermittelnden Beamten bekannt wurde, erwarb der 25-Jährige noch im Dezember kurz nach dem Unfall erneut einen Pkw. Diesen neu erworbenen BMW rüstete er wiederum mit Einsatzmitteln für den Verkehrs- und Rettungseinsatz aus. Zudem entwendete der 25-Jährige in der Münchener Straße ein Kennzeichenpaar, um sich die Zulassungskosten sowie die Versicherungsbeiträge zu sparen.

Im weiteren Verlauf kam es von Mitte Dezember bis Anfang Januar zu mehreren Fahrten mit dem nicht zugelassenen und versicherten Pkw. Anfang Januar 2017 konnte der BMW im Rahmen einer richterlich angeordneten Durchsuchung aufgefunden und sichergestellt werden. Dabei wurden nochmals Einsatzmittel für den Rettungsdienst aufgefunden, die nachweislich aus Diebstählen zum Nachteil des Roten Kreuzes, dem DLRG und privaten Baufirmen stammen.


Gestohlenes Equipment von DLRG und dem Roten Kreuz

Besonders dreist war der Diebstahl zum Nachteil der DLRG. Im November hatte der 25-Jährige zusammen mit dem 16-Jährigen in Dechsendorf sowohl das Blaulicht als auch mehrere Funkantennen von einem am Weiher abgestellten Einsatzfahrzeug gestohlen. Zudem entwendete der 25-Jährige aus einer Notarztwache der Universitätsklinik einen Funkrufempfänger und Einsatzkleidung des Roten Kreuzes.

Insgesamt werden dem 25-Jährigen 14 Straftaten vorgeworfen, wobei sein 16-jähriger Begleiter zum Teil Mittäter war. Der Diebesschaden beziffert sich auf rund 1.000 €. Gegen den 25-Jährigen wurde bereits in den vergangen Jahren in ähnlichen Fällen ermittelt. Ihn sowie seinem 16-jährigen Mittäter erwartet nun ein Strafverfahren wegen Diebstahls, Fahren ohne Fahrerlaubnis, Amtsmissbrauch und Straßenverkehrsgefährdung.

zum Thema "Blaulicht"

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