Herzogenaurach
Großprojekt

Puma-Bridge: Brückenschlag kurz vor dem Finale

Drei von vier Teilen der so genannten Puma-Bridge sind eingehängt. Am Samstag folgt die "Hochzeit", also die Vollendung des Bauwerks.
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Die Fußgängerbrücke wird länger. Am Freitag wurde das dritte Teil angedockt. Heute soll das "Tor zur Stadt" vollendet werden.  Fotos: Bernhard Panzer
Die Fußgängerbrücke wird länger. Am Freitag wurde das dritte Teil angedockt. Heute soll das "Tor zur Stadt" vollendet werden. Fotos: Bernhard Panzer
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Die Raubkatze wiegt sich im Dreivierteltakt. Am Freitagnachmittag war das dritte von vier Teilen der so genannten Puma-Bridge an Ort und Stelle.

Vervollständigt werden soll die 85 Meter lange Fußgängerbrücke, die die beiden Verwaltungsbauten hoch über der Nordumgehung verbindet, am heutigen Samstag. Bis morgen Abend werden dann noch Restarbeiten erledigt, so dass erst dann die Vollsperrung der Nordumgehung aufgehoben werden kann.

Unter Umständen aber wäre es nichts geworden mit dem wiegenden Walzertakt. Denn es hatte sich anfangs eher ein Stakkato angekündigt. Böiger Wind war vorhergesagt worden. Und der könnte für den "zwischenbaulichen Zustand" kritisch werden, sagte Andreas Chwala, der Projektleiter seitens der ausführenden Firma Lamparter. Wenn die Brückenarbeiten abgeschlossen sind, würde selbst ein Kyrill dem Bauwerk nichts mehr anhaben, ergänzte er. Wären die Böen noch stärker geworden, wäre die Aktion aus Sicherheitsgründen am Freitag aber buchstäblich abgeblasen sprich verschoben worden.


Um halb zwei schwebte Teil 3

Gespannt blickte man also dem Akt entgegen, der gegen 13 Uhr erfolgen sollte. Dann ging es darum, dass die Schwerlastkräne das dritte Brückenteil auf ihren Platz am Pylon einheben und mit Stahlseilen sichern sollten.

Um 13.30 Uhr war es dann soweit. In Ruhe und mit Routine hatte man die Vorarbeiten durchgeführt, wie schon beim ersten Teil der Arbeiten vor 14 Tagen ohne jegliche Hektik. Chwala wiederholte das Credo so einer Baustelle: "Wir brauchen absolute Ruhe, das ist das A und O."


Zwei Schwerlastkräne

38 Tonnen schwer und 23 Meter lang ist das dritte Teil der Brücke aus Stahl und Glas, das zwei Schwerlastkräne an die Haken nahmen. Das Teil wurde angehoben, in die richtige Position gedreht und an das bereits am Verwaltungsgebäude im Pylon verankerte erste Segment angedockt. Das war in einer halben Stunde geschehen, dann folgten die Arbeiten, die mehr Zeit in Anspruch nahmen. Die Teile wurden miteinander verbunden und das dritte, neue Brückenelement an die Stahlseile gehängt. Außerdem sollte es über Nacht noch gesichert werden, falls dann doch Wind aufkäme und die fast vierzig Tonnen ins Schwanken gerieten.


Heute folgt die Hochzeit

Für den heutigen Samstag sieht der Zeitplan das Einheben des vierten Teils vor, die so genannte Hochzeit. Auch das wird mit einer gewissen Spannung verfolgt, denn dann zeigt sich, ob alle Berechnungen passen. Und am Sonntag erfolgen Restarbeiten, das Feintuning, wie es Chwala formulierte.

Und dann ist es fertig, das Tor zur Stadt, wie es Jörg Rauhtäschlein, der Koordinator der Aktion bei Puma, gerne bezeichnet. Am Sonntag um 21 Uhr soll die gesperrte Nordumgehung wieder geöffnet werden.
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