Austausch

Platten ersetzen Pflastersteine in Höchstadt

Durch den Vorschlag der Verwaltung, Teile des Höchstadter Marktplatzes leichter begehbar zu machen, fühlten sich einige Stadträte überrumpelt.
Entlang der Häuserzeile am östlichen Marktplatz soll bis zum scharfen Eck ein Plattenbelag verlegt werden. Foto: Evi Seeger
 
von EVI SEEGER
Ja, das Pflaster am Marktplatz ist holprig und mitunter fehlen auch ganze Steine. Jetzt sollen Teile des Pflasters gegen einen ebenen Plattenbelag ausgetauscht werden. Der Höchstadter Marktplatz soll damit für behinderte Bürger und Senioren leichter begehbar werden.
Das Vorhaben an sich wurde in der Sitzung des Stadtrats am Montagabend begrüßt. Dennoch war die Planung, so wie sie vorgelegt wurde, umstritten. Im Plan sind zwei Bauabschnitte eingezeichnet. Die östliche Marktplatzseite bis zum "Scharfen Eck" stellt den Bauabschnitt 4 dar. Der künftige Plattenbelag reicht bis an die Häuserfronten heran.
Der Bauabschnitt 5 befindet sich an der Nordseite im Bereich der Metzgerei Richtung ehemaliges Gasthaus Wölker. Auf der Rathausseite sollen auch zwei Parkplätze geschaffen werden. Die Kosten für beide Abschnitte zusammen betragen 100 000 Euro. Georg Schockel (CSU) hielt den Pflasteraustausch an der Ostseite für angebracht, die Maßnahme an der Nordseite - sie kostet 25 000 Euro - "brauchen wir jedoch nicht", betonte er.
Andreas Hänjes (SPD) kritisierte, das Gremium sei nicht in die Planung einbezogen worden. Er werde nicht dafür stimmen und wolle Alternativen zu dieser Ausführung sehen. Er verwehre sich gegen diesen Vorwurf, konterte Bürgermeister Gerald Brehm (JL). Das habe sich so ergeben. "Wir reagieren damit auf die Anregungen unserer Bürger." "Man kommt hierher und alles ist fertig geplant", kritisierte Hänjes weiter. Von Beschwerden der Anwohner höre er heute zum ersten Mal.
Zweiter Bürgermeister Günter Schulz (SPD) stimmte Hänjes zu: Es gebe sicher bessere Lösungen als diese. "Ich finde das nicht gelungen", stellte auch Jeanette Exner (JL) fest. Die Wegführung müsse von den Häusern weggerückt werden, denn die Geschäfte möchten die Außenflächen mitnutzen.
Hänjes beantragte, das Thema in einer Sondersitzung oder im Bauausschuss zu behandeln. Dann könne sich jeder vor Ort noch ein Bild machen. Über seinen Antrag wurde abgestimmt, er fand aber keine Mehrheit. Danach wurde über beide Maßnahmen einzeln abgestimmt. Beide wurden mehrheitlich so beschlossen. Bei der Regierung hatte die Verwaltung bereits um die Zustimmung zur Auftragserweiterung im Rahmen der Straßenbauarbeiten nachgesucht. Die Kosten sollen zur Städtebauförderung eingereicht werden.
Außerdem wurde beschlossen, dass die einstige Stadtmauer und der Pfeifturm in der sanierten Hauptstraße durch einen farblich abgesetzten Streifen und ein Gussrelief kenntlich gemacht werden sollen. Das Relief soll die Aufschrift erhalten: Stadtmauer und Pfeifturm bis 1810. Am Fahrbahnrand soll zudem eine Tafel mit einem von Sebastian Schmidt verfassten Text angebracht werden.
Im Rahmen der Hauptstraßensanierung wurden die Pflanzarbeiten vergeben. Den Auftrag erhielt die Firma Nordgrün aus Nürnberg zum Angebotspreis von 17 234,48 Euro. Hinzu kommen noch Metallbauarbeiten, die zum Preis von 78 400 Euro ebenfalls an Nordgrün aus Nürnberg vergeben wurden.
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