Aktion

Müllsünder kennen auch rund um Höchstadt keine Grenzen

Fast 100 umweltbewusste Bürger, darunter etliche Bewohner der Einrichtung der Barmherzigen Brüder Gremsdorf, haben am Samstag Unrat gesammelt.
Rainer Thoma und Daniel Blank haben zwei Anhängerladungen Müll aus der Aisch befördert. Foto: Mailhammer
 
Die zwei Wasserretter der Wasserwacht Höchstadt, Rainer Thoma und Daniel Blank sind nach einem sechsstündigen Tauchmarathon in der Aisch sichtlich zufrieden mit ihrer Ausbeute. Im Rahmen der Umweltaktion Zamm Raama Dama, die in Zusammenarbeit der Wasserwacht Höchstadt und den Barmherzigen Brüdern Gremsdorf am Samstag zum vierten Mal stattgefunden hat, haben sie mit außergewöhnlichen Abfällen wie einer Mikrowelle, einem Baugerüst, sechs Fahrrädern, einem kleinen Tresor und vielen anderen Dingen über zwei Anhängerladungen voll bekommen.
Dieses Jahr haben sich 96 Bürger im Alter von sechs bis 64 engagiert und haben dem schlechten Wetter zum Trotz mit guter Laune bis zum Ende durchgehalten. "Ich finde, dass dies eine sehr sinnvolle Sache ist und würde mir für die nächste Aktion noch mehr Werbung im Vorfeld wünschen, damit sich noch mehr Leute beteiligen", sagte Gertraud Großkopf, die mit Sabine Schneider extra aus Erlangen gekommen war, um zu helfen.
Auch in diesem Jahr wurde Inklusion wieder großgeschrieben. Die acht Helfergruppen waren bunt gemischt. "Vor vier Jahren waren wir eine Gruppe von 40 Leuten, die im Verein sind oder Ehrenamtliche bei den Barmherzigen Brüdern. Heute ist die Öffentlichkeit sehr präsent. Das Interesse steigt von Jahr zu Jahr", sagte Alexander Pauls, Vorsitzender der Wasserwacht Höchstadt. Die Aktion Nummer 5 wird definitiv stattfinden. Er lobte alle Sponsoren, die die ganze Aktion nicht nur mit Speis' und Trank, sondern auch mit mehreren Fahrzeugen ausgestattet haben. "Der BRK-Kreisverband ERH hat uns dieses Jahr mit Digitalfunkgeräten professionalisiert. Alle Gruppen waren live miteinander vernetzt. Man wusste über das komplette Geschehen Bescheid", berichtete Pauls.
Ein besonderes Highlight war die Handpuppe Schorsch, Referent der Öffentlichkeitsarbeit des BRK Erlangen, dem Kirsten Fraedrich Hand und Stimme leiht. Schorsch geht jetzt seit drei Jahren zu Tagen der offenen Tür und vielen weiteren Veranstaltungen und erklärt Kindern etwas über Ausrüstung und alles Wissenswerte zur jeweiligen Aktion, erklärte die ehrenamtliche Mitarbeiterin der Öffentlichkeitsarbeit des BRK. Besonders gefallen hat ihr, dass fast alle Generationen vertreten waren und bei dem schlechten Wetter durchgehalten haben.


Vom Werbeschild bis zur Öltonne

Interessant fanden jugendliche Mitglieder der Wasserwachtmitglieder den Fund eines Eisdielenschildes und einer Öltonne. Christine Thoma, die Mitorganisatorin der Aktion, betonte, wie wichtig es für Kinder ist, schon jetzt zu lernen, wie man Müll vermeidet. Leider habe es auch dieses Jahr wieder beschämende Situationen gegeben, bei denen Passanten gesagt haben, dass dies ein Job für Arbeitslose und Asylanten sei. Diese Reaktionen seien für sie unfassbar und würden auch zeigen, dass sich die Gesellschaft Gedanken darüber machen muss wie man den Müll aus der Natur raushält. Außerdem war sie sehr stolz darauf, dass viele Eltern ihre Vorbildfunktion wahrgenommen und 25 Kindern auf diesem Wege ermöglicht haben, sich mit der Thematik "Müll und Umwelt" auseinander zu setzen. Am Ende der Aktion wurde mit Musik von der Gruppe Status: läuft bis in den Abend gefeiert.
Newsletter kostenlos abonnieren





Bitte melden Sie sich an, um kommentieren zu können:
Benutzer     Passwort    

Sie sind noch nicht registriert? Bitte hier registrieren.