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Konzert

Klangerlebnis in Adelsdorf

Das Heeresmusikkorps 12 aus Veitshöchheim begeisterte das Publikum in der Aischgrundhalle. Ein erstklassiges Orchester und hervorragende Solisten sorgten für Bravorufe.
Das Heeresmusikkorps aus Veitshöchheim sah sich einem begeisterten Publikum in der Aischgrundhalle gegenüber. Fotos: Johanna Blum
 
von JOHANNA BLUM
Am Dienstagabend hatte der Krieger- und Soldatenverein Aisch 1883 zu einem Benefizkonzert des Heeresmusikkorps Veitshöchheim in die Adelsdorfer Aischgrundhalle eingeladen. Es war ein Konzert der Extraklasse und neben den vielen musikalischen Höhepunkten des Abends war der Eintrag ins Goldene Buch der Gemeinde Adelsdorf für den jungen Dirigenten Oberstleutnant Burkard Zenglein ein ergreifender Moment. Die Musiker traten kostenlos auf und der Reinerlös ist für einen guten Zweck, der noch festgelegt wird.

"Das Heeresmusikkorps 12 Veitshöchheim mit Standort Veitshöchheim ist ein Musikkorps der Bundeswehr, dessen wichtigste Aufgabe die Truppenbetreuung im In- und Ausland ist. Neben Auftritten bei militärischen Zeremoniellen wie Gelöbnissen, Appellen und dem Großen Zapfenstreich im vorwiegend süddeutschen Raum, wurde das Militärorchester im Rahmen der Truppenbetreuung auch in Bosnien Herzegowina, im Kosowo und in Afghanistan eingesetzt", erklärte Ralf Olmesdahl, der Vorsitzende des Aischer Krieger- und Soldatenvereins, zu Beginn des Konzertes. Die Musiker traten schon in Großbritannien, Frankreich, Dänemark, Norwegen, Österreich und USA auf, um nur einige Länder zu nennen. Seit Januar 2007 steht Oberstleutnant Burkard Zenglein am Pult und seit 1. Oktober 2013 untersteht das Musikkorps Veitshöchheim dem Zentrum Militärmusik der Bundeswehr.

Das Orchester - 60 Musiker im Alter zwischen 23 und 52 Jahren, davon bis zu sieben Frauen - bot den zahlreichen Zuhörern ein breites Repertoire und es gelang dem Oberstleutnant und studierten Kapellmeister mit seiner Auswahl einen breiten Bogen von der klassischen Militärmusik bis hin zu modernen Unterhaltungsmusik zu spannen. In kurzweiliger Art und ganz locker führte der 41-jährige Dirigent durchs Programm und gab Erklärungen zu Musikstücken, Stilrichtungen und Instrumenten. Jedes Musikstück, sei es ein Marsch, seien es Melodien aus der West-Side-Story oder der Marsch "Gruß an Kiel", der bei jedem Aus- und Einlaufen eines Schiffes gespielt wird, begeisterte die Zuhörer und Bravorufe erklangen nicht nur einmal.

Nach der Pause lud Bürgermeister Karsten Fischkal (FW) den Oberstleutnant ein, sich in des Goldene Buch der Gemeinde einzutragen. "So etwas ist mir noch nie passiert, und dann auch noch gleich nach Dante. Das ist eine große Ehre!", freute sich der Dirigent. Fischkal bedankte sich auch bei Ralf Olmesdahl: "Ohne sein großes Engagement könnten wir heute nicht dieses beeindruckende Konzert in Adelsdorf genießen!"

"Es war einfach gigantisch, ein musikalischer Ohrenschmaus, ein musikalisches Höchstniveau!", schwärmte Heidrun Völlner, die Chef-Frau der Adelsdorfer Musikanten. "Ein Konzert von hervorragender Qualität, ein erstklassiger Gesamtklang voller Kraft bis hin zum Piano - alles war perfekt!", so Georg Römer von der Höchstadter Hornochsenband tief beeindruckt.

135 Auftritte im Jahr

Alle Mitglieder dieses großen Ensembles sind studierte Musiker oder studieren noch Musik und haben sich als Zeitsoldaten auf mindestens zwölf Jahre verpflichtet. "Neben der militärischen Ausbildung und dem Studium wird regelmäßig geprobt und ungefähr 135 Auftritte stehen pro Jahr an, davon 35 Konzerte. Die Musiker sind 130 Tage im Jahr unterwegs", so Oberstleutnant Zenglein in der Pause zum FT.

Im zweiten Teil des Abends entfaltete sich der hervorragende Bigbandklang bei Blues und Swing. Der Sound des Akkordeons erinnerte bei der irischen Weise "Karla with A.K." von The Hooters, gespielt von Hauptfeldwebel Eugen Knittel, fast an einen irischen Dudelsack.

Im "Concertino for Clarinet" begeisterte Hauptfeldwebel Christian Klüh durch sein perfektes Klarinettenspiel. Das Beatles-Medley, gesungen von Stabsfeldwebel Markus Lenhardt, der vorher schon durch ein Trompetensolo geglänzt hatte, ging wirklich allen unter die Haut. Ohne drei Zugaben durften die Musiker die Bühne nicht verlassen. "Beim Militär darf man befehlen - aber ich wünsche mir noch eine Zugabe!", so Ralf Olmesdahl nach dem ersten zusätzlichen Marsch. Im Anschluss an den Frankenlied-Marsch ging mit der Nationalhymne, bei der Musiker und Zuhörer sich erhoben, der einzigartige, meisterhafte Abend zu Ende.




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