Weltkindertag

Kinder haben Rechte

Mit einem Fest für die Kinder und ihre Familien in Höchstadt am kommenden Sonntag feiert das Jugendamt des Landkreises die UN-Kinderrechtskonvention.
Kinder sollen gewaltfrei aufwachsen und ihre Fähigkeiten entwicklen können. Foto: Fotolia.com
 
Die UN-Kinderrechtskonvention schützt seit 25 Jahren die Rechte aller Kinder und Jugendlichen. Jedes Kind hat ein Recht auf Versorgung, Förderung, Schutz und Beteiligung, egal wo es auf der Welt lebt und wo es herkommt. In Deutschland und auch im Landkreis Erlangen-Höchstadt wird jedes Jahr im September der Weltkindertag gefeiert, um auf diese Rechte aufmerksam zu machen. Dieses Jahr steht er unter dem Motto "Kindern ein Zuhause geben". Dazu findet am Sonntag ein großes Familienfest in Höchstadt statt.

Ziel des Weltkindertages ist, die Interessen, Rechte und Bedürfnisse von Kindern verstärkt ins Zentrum von Politik und Gesellschaft zu stellen. Gleichzeitig sollen Eltern dabei unterstützt werden, ihren Kindern ein Zuhause geben zu können, das ihre Fähigkeiten und Begabungen fördert.

Dabei helfen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom Jugendamt. Sie kennen die UN-Kinderrechtskonvention - eine Art "Kinder-Grundgesetz" und wissen, wie wertvoll diese Rechte sind: "Das sind keine frommen Wünsche, sondern eindeutige Rechte von Kindern und Jugendlichen. Dazu gehört, dass Kinder mitreden können und dass sie ernst genommen werden", sagt Heike Krahmer, Leiterin des Amtes für Kinder, Jugend und Familie.
Als "Anwalt der Kinder" kümmern sich Heike Krahmer und ihr Team um die Rechte jedes Kindes: Wenn Eltern ratlos oder überfordert sind, ist Beratung wichtig und das Jugendamt die richtige Anlaufstelle. Dort hinzukommen, sei übrigens das gute Recht von Eltern und Kindern. "Wichtig ist, rechtzeitig zu verhindern, dass sich schwierige Situationen zuspitzen - sei es nun eine Familienkrise, Gewalt, ein Schul- oder ein Suchtproblem", sagt Heike Krahmer. Schließlich haben Kinder und Jugendliche ein Recht darauf, gewaltfrei zu leben und in einem entwicklungsförderlichen Umfeld aufzuwachsen.


Recht auf "zweites Zuhause"

Wenn Eltern vorübergehend oder dauerhaft nicht in der Lage sind, ihren Kindern dies zu ermöglichen, gehöre es zu den Rechten der Kinder, ein optimales "zweites Zuhause" zu bekommen. Auch das ist Aufgabe vom Jugendamt: "Von den Pflege- oder Adoptiveltern machen wir uns vorher ein genaues Bild. Gerade wenn es um eine Ersatz-Familie geht, ist das eine Weichenstellung fürs Leben für beide Seiten - für das Kind und für die neue Familie. Ganz oben steht dabei das Wohl des Kindes", sagt Heike Krahmer. Das Jugendamt gehe dabei äußerst behutsam vor: "Gute Antennen für die - oft versteckten - Signale von Kindern und viel Erfahrung sind immer notwendig, wenn es darum geht, für Kinder das Optimale zu erreichen", so Heike Krahmer.

Auf dem Gelände der Realschule Höchstadt, Rothenburger Straße 10, stellen das Jugendamt und das Bündnis für Familie am kommenden Sonntag, 25. September, von 11 bis 17 Uhr ein Fest für die Kinder und ihre Familien auf die Beine - Familienspaß garantiert. Wasser zaubern, Karpfen abwerfen, Franken-Bähnle fahren, Bogenschießen, Kinderschminken, ein 17 Meter langer Schlossparcours und das Lagerleben der Höchstadter Musketiere sind besondere Highlights.


Eintritt ist frei

Für die Kleinsten gibt es einen besonderen Spielebereich und eine Hüpfburg. Ihre kranken Teddys können sie in die "Kuscheltiersprechstunde" des Kreiskrankenhauses St. Anna bringen. Diese findet von 14 bis 16 Uhr auf dem Festgelände statt. Der Eintritt für den "Familienspaß 2016" ist frei.
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