Erlangen
Fahrgeschäfte auf dem Berg

Kick mit Ausblick - der Freefall-Tower auf der Bergkirchweih

Hat das Riesenrad ausgedient? Riesig mag es sein, aber zumindest bei der Höhe hat es in diesem Jahr Konkurrenz bekommen.
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Der Freefalltower "Hangover" ist 2017 zum ersten Mal auf der Bergkirchweih in Erlangen. Foto: Christian Bauriedel
Der Freefalltower "Hangover" ist 2017 zum ersten Mal auf der Bergkirchweih in Erlangen. Foto: Christian Bauriedel
Manche gehen schnurstracks dran vorbei. Schnell Richtung Keller, Richtung Musik, Richtung Bier. Es gibt aber auch viele, die wegen der vielen Fahrgeschäfte auf den Berg kommen. Und auch jene, die Karussells, Buden und Autoscooter links liegen lassen, müssen zugeben: Was wäre der Berg ohne die aufgeregten Kinder, ohne die daherwehenden Aufschreie der Durchgeschleuderten, ohne das nächtliche Lichtermeer? Die Schausteller sind also ein Muss für einen gelungenen Berg.

Jedes Jahr etwas Neues bieten, etwas noch Tolleres, Spektakuläreres, nie Dagewesenes: Man darf es sich als eine kniffelige Aufgabe vorstellen, die die Planer der Bergkirchweih beim Thema Fahrgeschäfte haben.
Denn was soll es denn neben Schiffschaukel und Geisterbahn noch geben, was die fahrgeschäftigen Bergbesucher noch nicht gesehen haben? Auch einen sogenannten Freefall-Tower, bei dem man aus schwindelerregender Höhe in einer Kabine gen Boden rauscht, gab es schon. Doch das, was sich heuer auf dem Berg auftürmt, ist noch einmal eine Hausnummer höher.

85 Meter und damit stolze 30 Meter weiter gen Himmel als das Kipp'sche Riesenrad ragt der "Hangover"-Turm in den Himmel. Wobei der Name (hangover = Kater) zumindest bei jenen Programm sein dürfte, die sich mit etwas zu viel intus hinein wagen.


Aussicht bis zum Walberla

Nach oben geht's noch gemütlich. An der Spitze hat man einen herrlichen Blick über die Stadt und sogar über den Berg in Richtung Fränkische Schweiz (das Walberla lässt grüßen). Aber nach unten geht es dann mit satten 100 Stundenkilometern. Also nichts für schwache Nerven und Mägen. 6 Euro (Kinder 4) kostet die Fahrt.
Ebenfalls mit Bundesstraßentempo wird man in den Gondeln des "Turbo Force" rund 40 Meter in die Höhe katapultiert. Dazu gibt es Loopings aller Art. Einmal Wirbeln: 5 Euro.

Auch nicht ohne ist der "Voodoo Jumper", in diesem Jahr auch eine Neuheit auf dem Berg. Es ist ein Karussell, in dem man in hängenden und selbstdrehenden Zweier-Gondeln auf rasante Fahrt geht. Eine Runde kostet 4,50 Euro.

Ein bisschen entspannter, aber nicht minder spannend geht es im neuen sogenannten "Laufgeschäft" zu. Durchlaufen, wundern, gruseln: Das "Pirates Adventure" lockt mit morbider Piratenromantik, inspiriert von der Filmreihe "Fluch der Karibik". Eintritt: 3,50 Euro (Kinder: 3).

Wem das alles zu bunt ist, für den gibt es ja noch die Berg-Klassiker: Enten angeln, Hau den Lukas, Kindersportkarussell, Autoscooter oder eben - und das hat noch immer seinen Reiz: Die Fahrt im Riesenrad für 6 Euro (Kinder: 4).

Denn ist es nicht viel schlauer, die angstverzerrten Gesichter im Free-Fall-Tower ganz in Ruhe von nebenan zu bewundern? Dann halt ohne Walberla-Blick.
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