Herzogenaurach
Unterhaltung

Ingrid Häfner alias "Cosi" legt bei WM-Partys im Herzogspark auf

Ingrid Häfner füllte einst mit "Sydney" die Tanzsäle der Region und trat als Schlagersternchen auf. Heute ist Cosi eine gefragte D-Jane, arbeitet für den FC Bayern München und legt demnächst bei WM-Partys im Herzogspark auf.
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Ingrid Häfner alias Cosi. Im Sommer legt sie bei bei WM-Party im Herzogspark in Herzogenaurach auf
Ingrid Häfner alias Cosi. Im Sommer legt sie bei bei WM-Party im Herzogspark in Herzogenaurach auf
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Es gab mal eine Zeit, da boomten die Tanzsäle. Ob in Gunzendorf oder Modschiedel, Schnaid oder Moggast in der Fränkischen Schweiz - wenn Livemusik mit den damals sehr verbreiteten Coverbands angesagt war, strömten die Fans von weit her. Auch nach Weisendorf in den Birkenhof zum Beispiel.

Wenn Motion Sound oder Revolver, Converted oder Ground Control zum Tanze baten, ließ sich die Jugend nicht lang bitten. Auch Sydney war eine der namhaften Bands der 80er- und 90er-Jahre. Und bekannt für ihr außergewöhnliches Abba-Medley mit der Sängerin Cosi.

Cosi heißt mit bürgerlichem Namen Ingrid Häfner. Sie war gerade 16 Jahre, als sie ihren ersten Talentwettbewerb gewonnen hat. Im Disco-Studio Schnaid war das, erinnert sich die heute 50-Jährige. Diesen Tanztempel gibt es schon lange nicht mehr, ebenso wie die meisten Bands der damaligen Zeit. "Motion Sound" ist da die Ausnahme, diese Band hat die Jahrzehnte überdauert. Und "Sydney" schaffte immerhin ein Revival-Konzert: 2009 in Kirchenbirkig spielte Cosi mit ihrer Band nach mehr als 20 Jahren noch einmal vor 1000 Fans.

Als Cosi hat Ingrid Häfner nach wie vor Bestand. Dieser Name ist noch geläufig, nicht zuletzt dank ihres Engagements für die Fußballfrauen des FC Bayern München. Dort ist die Wahlmünchnerin bei Heimspielen die Anheizerin im Stadion, und die offizielle Hymne des Bundesliga-Frauenteams hat sie auch kreiert. "Mir wern Meister" ist aus der Melodie ihres Singlehits "Oh i woaß net" gebastelt worden.

Lang ist's her, drei Jahrzehnte sind inzwischen vergangen. Damals trat die junge Sängerin aus dem oberfränkischen Hirschaid in der deutschen Vorentscheidung für den Grand Prix Eurovision auf. Immerhin Siebte sei sie mit "Oh i woaß net" geworden, und das mit der Startnummer eins, erinnert sie sich. "Wenn Du gegen Mary Roos und Bernhard Brink singen musst, dann geht's Dir nicht gut", sagt Ingrid rückblickend. Das war vor 30 Jahren. Schon zwei Jahre vorher kam ihre erste Single "I will wissen wie des is" auf den Markt. Cosi war gerade mal 18 und ist mitten hinein geworfen worden in den Hexenkessel des Schlagergeschäfts.

Diese beiden Hits hatte sie mit "Relax", einer damals schon bekannten Band. "Sydney" kam da nicht in Frage, die kannten ja nur die Franken aus den Tanztempeln. Und fränkisch war zu dieser Zeit eh verpönt, berichtet die Frau, die im Hirschaider Ortsteil Sassanfahrt aufwuchs und drüben beim TSV Hirschaid in der Regnitzau gerne mit den Jungs Fußball spielte. Später schaffte sie es bei der Damenmannschaft des SV Hallstadt bis in die Bayernliga.

Sportreporterin

Fußball war neben der Musik Ingrid Häfners zweite Leidenschaft. Diese führte sie in ihren Beruf als Sportreporterin beim DSF. "Ich versuchte immer, den Sport mit der Musik zu verbinden", sagt sie, als sie in der Lounge des Herzogenauracher Hotels Herzogspark auf den Direktor wartet. Denn hier, in dem einstigen Adidas-Sporthotel, will sie anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer auftreten.

Mit Michael Bläser hat die D-Jane mehrere Termine vereinbart. "Wir zeigen die Spiele auf Großleinwand", sagt Bläser. "Und im Freien gibt's dann ein Barbecue". Sängerin und D-Jane Ingrid Häfner soll für die passende brasilianische Stimmung sorgen.

Ob als Sängerin bei Sydney, als Sportreporterin oder jetzt D-Jane und Moderatorin - sie habe sich stets weiter entwickelt, sagt Ingrid. So sei auch ihre Markenzeichen entstanden, mit dem sie wirbt. "Ich war immer meine eigene Managerin", stellt sie fest. Und firmiert unter dem Begriff "One Woman Entertainment". Während sie das sagt, klingelt das Handy. Wieder ein Event zugesagt, diesmal war's die Silvesterparty. "Ich möchte Menschen mit meiner Arbeit, mit meiner Musik vom Alltag lösen, sie froh machen, mit ihnen einen schönen Nachmittag oder Abend erleben." So verspricht es die Unternehmerin auf ihrer Homepage. Gebucht wird sie als D-Jane und Sängerin, also als weiblicher Discjockey mit Gesang, vor allem für Aftershowpartys. In Hotels und von Firmen.
Und was war das Highlight? Das war nach einem Konzert von Deep Purple in München. Ingrid durfte nach der Show auflegen und schwärmt von Ian Gillan. "Der ist Abba-Fan und ich durfte ihm ,Thank you for the music' singen", sagt sie. Und: "Da hat er sich bei mir bedankt und mich in den Arm genommen." Ein Erlebnis, das bleibt.
Mit Abba hat Cosi auch als junge Frau schon auf sich aufmerksam gemacht. Mit einer dreijährigen Gesangsausbildung als Basis hat sie mit Sydney die Tanzsäle gefüllt. 13 Jahre lang hat sie das gemacht, jedes Wochenende. Und immer freute sie sich besonders auf das Abba-Medley.

WM-Partys im Juni und Juli

Vielleicht wird sie auch bei den WM-Partys im Herzogspark zum Mikrophon greifen. Auch wenn's Schweden nicht nach Brasilien geschafft hat, aber das stört die deutschen Fußballfans ja nicht. Abba ist immer in. Und den Rest zaubert sie aus den silbernen Scheiben. Hotelchef Michael Bläser freut sich auf Cosi und das WM-Event. Fünf Abende hat er im Juni und Juli schon reserviert.
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