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Jubiläum

Gesangverein feiert sich selbst

Mit einem bunten Festabend startete der Musik- und Gesangverein Adelsdorf im Landkreis Erlangen-Höchstadt ins Jahr seines 125-jährigen Bestehens. Neben einem neuen Ehrenchorleiter und einem neuen Ehrenvorsitzenden gab es für die Vereinsmitglieder auch einen "musikalischen Einlauf".
Blick in den Saal: Sven Bach lässt arbeiten - und es macht offensichtlich Spaß.
 
Glückwünsche kamen sogar aus Jerusalem: Pfarrer Thomas Ringer gratulierte per Liveschaltung aus Israel dem Musik- und Gesangverein (MGV) Adelsdorf zum 125. Geburtstag. Neben dieser gelungenen Überraschung waren die Ernennungen des langjährigen Chorleiters Rudolf Kießling zum Ehrenchorleiter und des langjährigen Vorsitzenden Bernhard Hubert zum Ehrenvorsitzenden weitere Höhepunkte eines bunten Jubiläumsabends.

Eine, die den Verein seit vielen Jahrzehnten bestens kennt, ist die Guldens Annelies, eigentlich richtig Anneliese Kratz, langjährige Vereinswirtin des MGV bis heute. "Ach ja, mein Mann, der Baptist, war wirklich lange Jahre Vorsitzender im Verein und wie gerne hat er immer mitgesungen", schwärmte Anneliese Kratz bei der Vorstellung der ehemaligen Vorsitzenden.

Unter den Chorleitern Wilhelm Koch und Hans Lessig hat sie selbst noch mitgesungen. "Ich war beim Sopran und es hat viel Spaß gemacht. Als dann die Kinder kamen, hab' ich es zeitlich nicht mehr geschafft." Aber bis heute ist sie bei den Gesangstunden nebenan im Gastraum, lauscht den schönen Melodien und kümmert sich darum, dass die Stimmen der Sänger immer geschmiert werden.


Wehmütiger Rückblick



Beim großen Rückblick auf die ersten 100 Jahre wurde sie ganz wehmütig. Sie denkt an den Gasthof zur Post, das Vereinslokal, als noch die Tanzulme davor stand. "Ich war ganz klein, da musste die Ulme gefällt werden, denn es gab in dem Jahr bei uns ein großes Ulmensterben." Auf vielen Bildern von den zahlreichen Singspielen und Operetten, sowohl auf der Leinwand als auch in der Festschrift, findet man sie und ihre Schwester Margot, die leider viel zu früh gestorben ist.

"Bei den meisten haben wir damals als jungen Mädels gerne mitgewirkt", erklärte sie. "Es war aber immer bei allen Festen und Feiern, die oben im Saal stattfanden, auch unten in unserer Gaststube toll was los, denn anschließend saßen Gäste, Sänger und Musiker hier noch gemütlich beisammen", erinnerte sie sich leise.
"Die vielen Faschingsbälle und bunten Abende, die ich meistens von der Küche aus miterlebte - ach war das schön! Es gab ja schon eine Mordsgaudi, wenn die Leute den Saal für einen Ball dekoriert haben", fügte sie an. "Vor jedem Gesangvereinsfest mussten wir oben auch erst die Stühle abschrauben, denn damals war der Saal auch noch das Adelsdorfer Kino", fiel ihr beim Betrachten der Bilder ein.

Markus Stubenvoll und zweite Vorsitzende Barbara Martin führten locker, charmant und gekonnt durchs Programm - neben Sven Bach, dem fränkischen Mundartdichter, der sich selber als "lebender Programmzettel" bezeichnet. Ab und zu gab er dem Publikum einen "musikalischen Einlauf" und ließ den ganzen Saal nicht nur singen, nein, alle mussten gemeinsam ein Gesangswerk zelebrieren.


Filmischer Rückblick



Als einige kurze Filmausschnitte von bunten Abenden auf der Leinwand zu sehen waren, mussten alle Gäste wieder - wie damals - herzlich lachen. Nicht nur Geo (Hahner) als Schönheitskönigin oder als Geoloisius im Himmel, auch das Männerballett und andere Darbietungen brachten den Saal wie schon damals zum Toben.
Im zweiten Teil des Abends erzählten die beiden Moderatoren von Ausflügen, Konzerten und vom Frühlingssingen. Und weiter wanderten Bilder über die Leinwand, und so mancher erkannte sich staunend wieder. "Nur dass man halt etwas älter geworden ist", zwinkerte Anneliese Kratz dem Ehrenchorleiter Günter Wachter zu, der ganz in ihrer Nähe saß.

Es war ein wahrhaft hervorragender, mitreißender Auftakt ins Jubiläumsjahr. Anneliese wird auch weiterhin gerne jeden Dienstag und Donnerstag Abend die Lieder der Songgruppe und des gemischten Chores genießen. "Aber jetzt feiern wir aber erst einmal Jubiläum. Ende April geht's ja weiter", rief sie fröhlich und wiederholte dann ganz andächtig die Worte des Bürgermeisters: "Möge der Schirm uns gutes Wetter und viele Gäste aus nah und fern bringen."


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