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Fusion

Fusion erzeugt größte VR-Bank Frankens

Die VR-Bank Erlangen-Höchstadt-Herzogenaurach und die Vereinigten Raiffeisenbanken in Gräfenberg-Forchheim-Eschenau-Heroldsberg schließen sich zusammen.
Hans-Peter Lechner, Johannes Hofmann, Vorsitzender Wolfgang Holler und Rainer Lang (v. l.) bilden künftig den Vorstand der VR-Bank Franken Mitte. Foto: Nikolas Pelke
 
von NIKOLAS PELKE
Liebe auf den ersten Blick ist es nicht zwischen den zwei Banken gewesen. Beide Partner haben vorher mit einem anderen Geldhaus geliebäugelt und um die Gunst der VR-Bank Forchheim gebuhlt. Weil die Volksbänker aus der Königsstadt mit beiden Kandidaten nicht vor dem Traualtar treten wollten, feiern nun die VR-Bank Erlangen-Höchstadt-Herzogenaurach und die Vereinigten Raiffeisenbanken in der Fränkischen Schweiz ihrerseits eine gemeinsame Bankenhochzeit.
Das neue Institut wird eine Bilanzsumme von 2,1 Milliarden Euro vorweisen können. Damit könne sich das neue Haus mit dem Titel der "größten Volks- und Raiffeisenbank in ganz Franken" schmücken. Nach dem Zusammenschluss verfügt das neue Geldinstitut über rund 500 Mitarbeiter und 21 Filialen mit persönlicher Kundenberatung.
Den Vorstandsvorsitz soll mit Wolfgang Holler (60) der bisherige Chef des Instituts aus der Fränkischen Schweiz übernehmen. Der versicherte, dass aufgrund der Fusion keine Entlassungen oder Filialschließungen geplant seien. Lediglich 15 Mitarbeiter würden sich demnächst vorzeitig in den Ruhestand verabschieden. Die bisherigen Bankenvorstände aus Erlangen, Johannes Hofmann und Hans-Peter Lechner (beide 49), rücken gemeinsam mit Rainer Lang (58) als gleichberechtigte Mitglieder in den Vorstand der neuen Bank auf.
Holler betonte bei einer Pressekonferenz am Dienstagnachmittag am neuen Stammsitz des Unternehmens in der Nürnberger Straße, dass sich beide Banken "aus freien Stücken" für die Fusion entschieden hätten. Probleme wie große Kreditausfälle im Immobilien- oder Firmenkundengeschäft hätten laut Holler nicht zu den Fusionsplänen geführt.
"Wir sind beide starken Banken. Aber zusammen sind wir noch stärker", sagte Hans-Peter Lechner. Beide Hochzeitskandidaten machten am Dienstag bei der Präsentation der Hochzeitspläne keinen Hehl daraus, dass sie sich früher einmal für eine andere Braut auf dem Bankenmarkt interessiert und lange beide unisono - wenngleich aus unterschiedlichen Richtungen - heftig nach Forchheim geschielt haben.
Heute finden freilich beide Hochzeitskandidaten, dass sie sowieso viel besser zusammenpassen würden. Das habe etwas mit dem Geschäftsmodell zu tun. Die VR-Bank in Forchheim würde weniger auf große Firmen- und Immobilienkredite setzen. Genau dies wolle die VR-Bank Franken Mitte verstärkt tun. In diesem Sinne sei der Zusammenschluss eben doch nicht nur eine Liebesheirat, sondern auch eine Vernunftehe.


Größere Kreditkunden im Blick

Gemeinsam traue man sich größere Kreditkunden zu. Dabei hat das Geldhaus offensichtlich den aufstrebenden Mittelstand im Blick. Durch die neue Größe sei man bald in der Lage, mehr Risikokapital in den Büchern stehen zu haben. Um im umkämpften Geschäft mit den Firmenkunden reüssieren zu können, sollen die Kreditentscheidungen schneller fallen. Hierfür haben sich die Banken bereits externe Hilfe geholt. Diese Ausgaben in Millionenhöhe könne man sich zukünftig teilen. Weitere Synergieeffekte sollen laut Holler "in kleinen Schritten" erzielt werden.
Seine Hauptaufgabe sieht der neue Chef zunächst darin, die "beiden Mannschaften" zusammenzuführen. Die Mitarbeiter seien frühzeitig in die Hochzeitspläne eingeweiht worden. Seit Juli hätten die beiden Geldhäuser ernsthaft miteinander geflirtet. Johannes Lettner aus Erlangen soll den 21-köpfigen Aufsichtsrat der neuen Bank anführen. Dieser soll in den nächsten Jahren verkleinert werden. Über die Bezüge des neuen Vorstandes sei laut Holler und Lechner noch nicht verhandelt worden. Eine Verschlechterung sei allerdings nicht geplant.
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