Aktionstag

Feuerwehrleute trotzen dem Regen

Mit diversen Vorführungen ihres Leistungsspektrums wollte die Freiwillige Feuerwehr Herzogenaurach Werbung in eigener Sache machen.
Die Jugendgruppe demonstrierte, wie man einen Brand im ersten Obergeschoss löscht. Fotos: Richard Sänger
 
von RICHARD SÄNGER
Die ärgste Herausforderung beim Aktionstag der Freiwilligen Feuerwehr Herzogenaurach kam am Sonntag vom Himmel. Trotz der Wetterkapriolen kamen zahlreiche Besucher zu erlebnisreichen Vorführungen.
Es waren vor allem die Kinder, die keine Scheu vor dem Regen zeigten, den Aktionen gespannt folgten und mit strahlenden Augen hinterm Lenkrad der Löschfahrzeuge Platz nehmen durften. Feuerwehrleute standen für Auskünfte zur Verfügung, erläuterten das Verhalten im Brandfall und informierten über den allgemeinen Brandschutz.
Der Beginn des Aktionstages wurde um 11 Uhr mit einer Sirenenprobe angekündigt, und die Feuerwehrleute zeigten einen Querschnitt ihrer Aufgaben sowohl beim Löschen als auch beim Unfalleinsatz. Dem Kommandanten und den Führungskräften muss das Herz aufgegangen sein angesichts der teils mit Helmen ausgestatteten Kinder. Wenn nur die Hälfte von ihnen den Weg zu den Bambinis oder Jugendfeuerwehr fände, würde es keine Nachwuchssorgen bei den Feuerwehren geben. "Ob Brandbekämpfung oder technische Hilfeleistung, der Einsatz kennt keine Zeit," sagte Kommandant Rainer Weber. "Dieser Herausforderung stellen wir uns jeden Tag 365 Tage lang im Jahr."


Ein Ständchen für die Gäste

Die engagierten Feuerwehr-Bambinis begannen dann vor stolzen Eltern und Ausbildern die Vorführungen. Es ging Schlag auf Schlag, und Kommentator und Kreisbrandmeister Jochen Hofmockel kündigte immer wieder Aktionen an. Auf dem Parkplatz unterhalb der Feuerwache loderte eine Feuersäule in den Himmel, als Wehrmänner vormachten, was passiert, wenn ein Fett- oder Fritteusenbrand mit Wasser gelöscht wird.
Aber auch der Spielmannszug ließ es sich nicht nehmen und marschierte spielend in die Halle, um den Besuchern ein Ständchen zu spielen und Werbung in eigener Sache zu machen, schließlich können Kinder ab acht Jahren beim Spielmannszug ein Instrument erlernen. Realitätsnah wurde eine Rettung über die Drehleiter gezeigt und auch die Jugendgruppe zeigte eine Rettung mit der Steckleiter und löschte einen Brand im ersten Obergeschoss.
Das war aber nicht der alleinige Höhepunkt des Aktionstages, es stand noch eine Rettungsdemonstration bei einem Verkehrsunfall sowie das Löschen eines Pkw-Brandes auf dem Programm, und die in Herzogenaurach stationierten Hubschrauberaußenlastbehälter wurden vorgeführt.
Für alle beteiligten Kräfte nannte Kommandant Rainer Weber ein elementares Ziel: Eigenwerbung in Zeiten schwindenden Nachwuchses. "Vielleicht sagt der eine oder andere nach diesem Tag: Da könnte ich auch mitmachen." Zugleich machte die Feuerwehr auch auf das 150. Jubiläum aufmerksam, das in zwei Jahren ganz groß gefeiert wird. Als Vorgeschmack gab es schon mal eine Geburtstagstorte, die mit "150 Jahre Freiwillige Feuerwehr Herzogenaurach" verziert war.
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