Dechsendorf
Spatenstich

Erst der Spaten, dann der Bagger

Die Dechsendorfer Ortsgruppe in der DLRG scharrt regelrecht mit den Hufen. Denn endlich geht es mit dem Neubau der Rettungseinheit los.
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Noch lässt sich auf dem sandigen Boden leicht schaufeln, doch bereits in den nächsten Tagen rückt schweres Gerät an. Foto: Michael Busch
Noch lässt sich auf dem sandigen Boden leicht schaufeln, doch bereits in den nächsten Tagen rückt schweres Gerät an. Foto: Michael Busch
"Was lange währt, wird endlich gut!" Ein Sinnspruch, den die Mitglieder der Dechsendorfer DLRG sicher so schnell nicht mehr vergessen werden. Im Grunde fing alles vor 16 Jahren an, als ein neues Fahrzeug der DLRG nicht mehr in einer Garage untergebracht werden konnte, weil diese zu knapp kalkuliert und gebaut wurde. Über diesen Zeitraum kamen aber weitere Ausrüstungsgegenstände, weitere Boote und auch Mitglieder dazu, so dass das ehemalige Schwimmbadgelände am Dechsendorfer Weiher aus allen Nähten platzte.


Lange Suche für den Standort

Ernsthaft startete die Suche vor einigen Jahren, noch unter dem Bürgermeister Gerd Lohwasser. Der Heusteg war eine Idee, doch der damalige Bürgermeister erklärte, dass die DLRG an den Weiher gehöre.
In einer weiteren Suche wurde das Gelände am Weiherparkplatz, direkt an der Naturbadstraße gefunden. Die Formalitäten dauerten noch ein wenig, den Bebauungsplan entsprechend zu gestalten, die Architekten zu finden. "Das ging dann fix", erklärt Vorsitzender Christian Nitsche. "Die Pläne wurden bei der Stadt eingereicht und 2014 den positiven Genehmigungsbescheid bekommen."
Vor dem nun offiziell stattgefundenen Spatenstich stand dann noch die Finanzierungsfrage. "Der Grundstückserbschaftsvertrag über rund 1000 Quadratmeter wurde aktuell unterschrieben, jetzt kann gebaut werden." 300 Quadratmeter werden mit dem zweistöckigen Haus überbaut werden. Die Finanzierung stelle dennoch einen zentralen Punkt bei dem Unterfangen dar. "Klar, wir freuen uns über Spenden. Es wird zwar viel in Eigenleistung erbracht werden, aber Rohbau und Dach sowie das Ausheben der Grube können wir nicht stemmen."
Die Entscheidung für Dechsendorf lag auf der Hand. "Auch wenn die Mitglieder aus Erlangen und dem hiesigen Ortsteil kommen, sind rund 60 Prozent der Mitglieder aus dem Landkreis. Wir liegen hier strategisch günstig." Das gelte nicht nur für die Anfahrt "zum Einsatz", sondern auch für den Einsatz selber, betonte der Vorsitzende. Denn Dechsendorf sei gut gelegen, um zum einen die Einsätze am "Heimatweiher", dem Dechsendorfer Weiher, und den vielen Weihern umher zu absolvieren, aber auch um im Umland als erste Rettungseinheit vor Ort aktiv zu werden. Mal ganz abgesehen von den Einsätzen bei Katastrophenfällen wie den Hochwassern in Niederbayern vor ein paar Jahren.
Die Zukunft der DLRG-Dechsendorf ist nun gesichert. Ein neues Gebäude, das im Frühjahr 2018 bezugsfertig sein soll, aber auch die Mannschaft dazu. So lobte Nitsche die vielen Jugendlichen, die so genannten "Jetties", die extra zum Spatenstich gekommen sind. Ein wichtiges Ereignis für Ehrenamtler und deren Verein.
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