Herzogenaurach
Premiere

Eine besondere Messe bei Schaeffler

Schaeffler-Mitarbeiter konnten sich bei einer firmeninternen Messe über Themen wie Patientenverfügung oder Integration von Schwerbehinderten informieren.
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Am Stand der Berufsgenossenschaft ging es um Sicherheit am Arbeitsplatz. Foto: Richard Sänger
Am Stand der Berufsgenossenschaft ging es um Sicherheit am Arbeitsplatz. Foto: Richard Sänger
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Zum ersten Mal in der Geschichte von Schaeffler Technologies hatte die Schwerbehindertenvertretung (SBV) Herzogenaurach zu einer Messe für die Beschäftigten eingeladen. Werner Leidhardt von der SBV hatte dazu eine Reihe von Ämtern und Institutionen gewonnen, die für Fragen und Informationen zur Verfügung standen.
Zur Mittagszeit zeigte sich Leidhardt mit dem Besuch der Informationsstände zufrieden. "Es kommen immer wieder Kolleginnen und Kollegen vorbei, stellen Fragen, lassen sich beraten und nehmen Infomaterial mit", erzählte er beim Rundgang. Von der Aktion in Herzogenaurach zeigte sich auch Günter Bettinger, der im Schaeffler-Werk in Homburg als Vertreter der Schwerbehinderten aktiv ist, begeistert. Dort habe es eine solche Veranstaltung noch nicht gegeben, aber die Stadt Bad Homburg mache sehr viel für Menschen mit Behinderung.
Verschiedene Institutionen böten in der Stadt Hilfe und Unterstützung für Menschen mit Behinderung an. Außerdem gibt es im Rathaus eine Beratungsstelle für Menschen mit Behinderung. "Unsere Stadt ist vorbildlich in Sachen barrierefreier Einrichtungen", lobte er Bad Homburg.
Eigentlich kümmern sich überall Organisationen und Ämter um Menschen mit Behinderung, helfen und beraten insbesondere bei Problemen im Arbeitsleben. So unterstützen die Integrationsämter schwerbehinderte Menschen darin, ihren Arbeitsplatz zu erhalten. Sie sind zuständig für begleitende Hilfen im Arbeitsleben oder schalten sich auch im Falle einer Kündigung ein. Darüber hinaus bieten die Integrationsfachdienste konkrete Unterstützung für besonders betroffene schwerbehinderte Menschen bei der Ausbildungs- und Arbeitsplatzsuche.


Miteinander leben

Aber auch die Deutsche Rentenversicherung und die Agentur für Arbeit sowie die AOK waren in Herzogenaurach mit ihren Fachleuten, ebenso wie das Berufsförderungswerk und die IG-Metall-Verwaltungsstelle Erlangen sowie die VdK-Geschäftsstelle Erlangen. Das Hörgerätezentrum Seifert informierte über Hörgeräte und über maßgeschneiderte Lösungen für den privaten und beruflichen Bereich.
Ein Anlaufpunkt war der Infostand des Hospizvereins Herzogenaurach, wo insbesondere Beratung zur Patientenverfügung und Betreuungsverfügung sowie zur Vorsorgevollmacht gefragt waren. Auch die Aktion Mensch hatte einen Infostand, an dem Dagmar Greskamp über Inklusion am Arbeitsplatz informierte, um das Thema Inklusion mehr in die Öffentlichkeit zu bringen, in eine Gesellschaft, in der Menschen mit und ohne Behinderung gleichberechtigt miteinander leben.
Die Schwerbehindertenvertretung Herzogenaurach war selbst natürlich auch mit einem Stand vertreten, um die Mitarbeiter über ihr Angebot zu informieren und sich von ihnen ein Feedback zur Messe geben lassen.
Außerdem gab es unter dem Motto "Soziales Engagement durch Mitmenschlichkeit und Nächstenliebe unterstützen, das erfüllt uns mit Freude" eine Spendenaktion für das Montessori-Kinderhaus Herzogenaurach. "Integration und Inklusion sind im Montessori-Kinderhaus ganz wichtige Bestandteile", sagte Werner Leidhardt dazu. Denn das Motto des Kinderhauses zum alltäglichen Zusammenleben lautet: "Miteinander leben - voneinander lernen".
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