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Politik

Drei-Franken-Treffen der CSU in Heuchelheim

Es ist so etwas wie ein kleiner Politischer Aschermittwoch - nur eben in Franken und an Christi Himmelfahrt: Das alljährliche Drei-Franken-Treffen der CSU am Symbolstein, an der Stelle, an der die Grenzen der fränkischen Regierungsbezirke aufeinander treffen.
Die Partei für Franken macht auf sich aufmerksam. Foto: Evi Seeger
 
von EVI SEEGER
Auch in diesem Jahr stellte sich viel Politprominenz ein, darunter der bayerische Innenminister Joachim Herrmann, Landtagspräsidentin Barbara Stamm, Bundestagsabgeordneter Thomas Silberhorn, die Staatssekretäre Karl Freller, Gerhard Eck, Melanie Huml, Europaparlamentarier, Landtagsabgeordnete und jede Menge Kommunalpolitiker.

Aber auch Demonstrationen haben Tradition am Drei-Franken-Stein. Die hochrangigen CSU-Politiker mischen sich unters Volk und Anliegen können so direkt an den Mann gebracht werden. Waren es vor Jahren noch die Gegner eines Nationalparks Steigerwald, so war es in diesem Jahr vor allem der Ausbau der A 3, der auf sich warten lässt.

Einen Farbtupfer unter den rund 400 CSU-Anhängern bildete die "Partei für Franken", die mit fränkischen Fahnen auf sich aufmerksam machte. Robert Gattenlöhner, ihr Nürnberger Landesvorsitzender, regte sich darüber auf, dass ihn ein Teilnehmer daran hindern wollte, ein Franken-Fähnchen am Symbolstein zu befestigen. Die Partei für Franken legt Wert darauf, keine Separatisten zu sein. Sie würden sich aber als Franken in Bayern vernachlässigt fühlen.

Wesentlich mehr Wind als die kleine fränkische Partei - sie gehört schon fast zu dieser Kundgebung - machten die Demonstranten, die sich für den raschen Ausbau der A 3 stark machten. Hauptsächlich aus Geiselwind waren sie zum Treffen gekommen. Sie kritisieren, dass das Planfeststellungsverfahren zwar abgeschlossen ist, der Ausbau aber nicht weiter geht. Der Geiselwinder Peter Petschl lud Staatsminister Joachim Herrmann zu sich zum Kaffee ein. Eine Unterhaltung auf der Terrasse werde aber nicht möglich sein. Wie groß der Lärm ist, machte André Petschl deutlich: Er hatte die Autobahngeräusche - 85 Dezibel - aufgenommen und spielte sie in Originallautstärke ab. Peter Petschl übergab Joachim Herrmann schließlich einen Scheck über 42 Millionen - so viel wie die A3-Ausbaustrecke kosten soll. Was sei dies angesichts des Berliner Flughafens, meinte der Geiselwinder.

"Wir sind uns im Ziel einig", sagte Minister Herrmann. Es fehle nur noch jemand, der in Berlin den Scheck unterzeichne. Er versicherte, alles zu tun, damit es mit dem Autobahnausbau zügig voran geht. Baurecht sei bereits geschaffen, es fehle nur am Geld. Überhaupt müsse mehr von den Steuergeldern in Bayern bleiben. Den Menschen zu dienen, habe sich die CSU auf die Fahne geschrieben. Dass sich einige "selbst bedient haben" - was derzeit in aller Munde ist - streifte Herrmann nur am Rande. Er versicherte, "auch wenn einige schwarze Schafe darunter sind", sei dies nicht typisch für seine Kollegen. Jetzt seien klare Entscheidungen getroffen und in Zukunft komme so etwas nicht mehr vor. Staatssekretär Gerhard Eck sah sich wegen der "Verwandtenaffäre" von Journalisten umringt. Eck betonte, alles sei auf dem Boden der Legalität gewesen und verabschiedete sich.

Schelte an die politischen Gegner verteilte Bundestagsabgeordneter Thomas Silberhorn. In einer Zeit, in der die Steuereinnahmen sprudeln wie nie zuvor könne man keine weiteren Steuererhöhungen fordern. Mit Blick auf die Situation in Griechenland und Spanien forderte Silberhorn: "Wir brauchen ein starkes Europa nach außen und ein schlankes Europa nach innen." Was heiße, "da wo wir es selbst machen können, soll uns keiner hineinreden".

In ihrer Kombination von bodenständig und weltoffen hält Silberhorn die Franken für unschlagbar. "Wir wissen wo wir herkommen und sind weltoffen, weil unsere Unternehmen für den Weltmarkt produzieren." Es brauche daher junge Menschen, die international einsetzbar sind und das Know How, das sie hier gelernt haben nicht nach draußen verscherbeln.

In einem waren sich alle Redner einig: "Wir leben hier im gelobten Land! Oder wie Ortsverbandsvorsitzender Johannes Krapp es nach einem Frankreich-Aufenthalt wahrgenommen hat: "Die Franzosen schauen derzeit mit feuchten Augen nach Deutschland und nach Bayern."


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