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Kommunikation

Der ferne Osten ist in Höchstadt plötzlich nah

Das Gymnasium Höchstadt setzt mit einem landeskundlichen Wahl- Sprachkurs China auf interkulturelle Kompetenz bei seinen Schülern.
Yan Yang unterrichtet die Kinder in Sprache, Kultur und Geschichte ihrer Heimat. 15 Schüler der 6. bis 8. Klassen besuchen derzeit den Wahlkurs China / Chinesisch am Gymnasium Höchstadt. Foto: Claudia Doenitz
 
Seit September besuchen rund 15 Jungen und Mädchen des Gymnasiums in Höchstadt den neu geschaffenen Wahlkurs China/Chinesisch. Schulleiter Bernd Lohneiß hofft, mit diesem Angebot zeitgemäße Impulse im Lehrplan zu setzen und bereits Schüler für das Reich der Mitte zu interessieren.

"N h o, n  jiào shén m  míng zì?" "Guten Tag, wie heißt du?" Was für die meisten wie ein unaussprechlicher Buchstabensalat aussieht, geht den Gymnasiasten nach den ersten Stunden im Wahlkurs China und Chinesisch bereits mühelos über die Lippen.

Auf dem Lehrplan stehen neben Grundkenntnissen der Verständigung auch Kultur, Geschichte und Wirtschaft des Landes. "Als zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt und Deutschlands wichtigster Handelspartner in Asien spielt China eine weiter zunehmende Rolle für ein späteres Berufsleben", führt Schulleiter Bernd Lohneiß zum neuen Wahlfach aus.


Anregung auf Reisen

Bei einer zehntägigen Studienreise im April mit zahlreichen persönlichen Kontakten und vielen Impulsen aus chinesischen Schulen sei der Wunsch aufgekommen, das interkulturelle Angebot der Schule um diesen Kurs zu erweitern. In enger Kooperation mit dem Konfuzius-Institut Nürnberg-Erlangen erwuchs ein Lehrkonzept, das als zukunftsweisende Perspektive die bestehenden Programme mit England, Frankreich, Italien und Russland ergänzen soll.

Der gemeinnützige Verein, der sich der Vermittlung und Förderung der chinesischen Kultur und Sprache widmet, stellt unter anderem die Unterrichtsmaterialien und agiert als Vermittler zu den Ansprechpartnern in Schulen und Institutionen auf chinesischer Seite. Dort wollen viele Schüler später im Ausland studieren, das Interesse an einer Schulpartnerschaft mit Deutschland ist groß, denn ein Auslandsaufenthalt gilt als wichtiger Schritt auf dem Bildungsweg.

"Die in China vorherrschende Internatskultur mit dem einhergehenden Unterbringungsproblem in Kombination mit den hohen Reisekosten erschwert zwar ein vergleichbar großes Austauschprogramm, mittelfristig ist jedoch durchaus immer wieder ein Einzelaustausch angedacht", sagt Lohneiß über die mittelfristigen Ziele seiner Initiative.

Als Lehrkraft konnte mit Yan Yang, die Mutter eines Schülers, für das Projekt gewonnen werden. "Die Schüler lernen schnell, sind sehr interessiert und mit viel Spaß und Engagement im Unterricht dabei. So bereitet es mir wirklich Freude, den Kindern Wissen aus meinem Heimatland zu vermitteln", meint Yan Yang zu ihrer neuen Rolle. Der Unterricht ist klassenübergreifend angelegt und wird vorwiegend von Schülern aus den 6. bis 8. Klassen besucht.

Ihre Entscheidung für den Wahlkurs begründen die meisten von ihnen mit dem Wunsch, die Sprache zu lernen und sich Kenntnisse über das Land anzueignen. David, 12 Jahre, weiß um die Notwendigkeit interkultureller Kompetenz für seinen späteren Berufswunsch Architekt und möchte auf diesem Weg vielleicht schon den Grundstein für ein Studium im asiatischen Raum legen. Nicht zuletzt betreibt er Kampfsport und betrachtet Sprache und Wissen über die chinesische Kultur als sinnvolle Ergänzung zu diesem Hobby.


Vorkenntnisse

Marie bringt einen besonderen Zugang zum Thema mit: Die Zwölfjährige hat mit ihrer Familie bereits drei Jahre in Hongkong gelebt und möchte mit dem Wahlfach Wissen und ihre Sprachkenntnisse erweitern und festigen.
Geht es nach Schulleiter Bernd Lohneiß, soll das Angebot in Anbetracht der guten Resonanz im nächsten Jahr in Form eines Fortgeschrittenenkurses weitergeführt werden, bei steigender Nachfrage werde ein neuer Anfängerkurs starten: "Als Schule haben wir einen Bildungsauftrag. Wir müssen Schritt halten mit der Dynamik der Weltwirtschaft und unsere Schüler für die Herausforderungen der Zukunft sensibilisieren und vorbereiten. Und da spielt der gesamte asiatische Raum eine enorme Rolle."

Langfristig hofft er dabei auf eine Kooperation mit lokalen Industriestandorten und Unternehmen, die ihrerseits Handel mit China betreiben und das Gymnasium zum Beispiel in Form einer Schulpatenschaft auf diesem Weg unterstützen.
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