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Region  // Erlangen-Höchstadt

Zwischenfall

Der Bach bei Burgweisach stank nach Gülle

Ein Konstruktionsfehler ist dafür verantwortlich, dass am Montag Gärreste aus einer Biogasanlage bei Burgweisach ausgetreten sind.
In den Gründleinsbach sind die Gärreste gelaufen.Fotos: Waltraud Enkert
 
Nachdem am Montagabend gegen 18 Uhr ein Bürger in der Nähe einer Biogasanlage bei Burgweisach (Markt Vestenbergsgreuth) einen "stinkenden Bach" entdeckt und die Feuerwehr alarmiert hat, sind mittlerweile weitere Einzelheiten des Schadenfalls bekannt.
Bereits am Abend waren Vertreter des Landreis-Umweltamtes und des Wasserwirtschaftsamtes (WWA) vor Ort und haben zusammen mit der Feuerwehr erste Sicherungsmaßnahmen veranlasst und so einen weiteren Austritt der stinkenden Flüssigkeit - Gärreste aus der Biogasanlage - gestoppt. So heißt es in einer Pressemitteilung aus dem Landratsamt.
Die Feuerwehrleute, die auch aus Herzogenaurach und Höchstadt zum Einsatzort kamen, konnten im Bereich eines Durchlasses das Gewässer aufstauen und beträchtliche Mengen an ausgelaufenen Gärresten wieder herauspumpen und zur Anlage zurückbringen.

Wasserproben gezogen

Gegen 21 Uhr waren diese Aktionen beendet. Polizei und Wasserwirtschaftsamt haben unverzüglich Wasserproben gezogen. Und zwar aus dem "Gründleinsbach", der an der Anlage vorbei läuft, aus der Kleinen Weisach, in die der Bach nach etwa einem Kilometer mündet und auch aus der Aisch, in die wiederum die Kleine Weisach nach etwa elf bis zwölf Kilometern mündet. Die Untersuchungsergebnisse liegen noch nicht vor. Laut Aussage des Wasserwirtschaftsamts waren die Proben im Unterlauf der Kleinen Weisach und in der Aisch allerdings vom Geruch her nicht auffällig.
Ein Fischsterben wurden bisher weder beobachtet noch von Dritten gemeldet.
Am Dienstagmorgen konnte gemeinsam mit Vertretern der Polizei, des Wasserwirtschaftsamtes und den beiden Anlagenbetreibern die genaue technische Ursache für das Austreten der Gärreste ausfindig gemacht werden: Es handelt sich um einen technischen Konstruktionsfehler im Bereich der Entlüftungsleitung der Biogasanlage. Die Anlagenbetreiber halten die entsprechende Leitung momentan fest verschlossen und haben bereits einen Auftrag zur Beseitigung des Konstruktionsfehlers erteilt. Die Gefahr weiterer Austritte an dieser Stelle besteht nicht.
Die ausgetretene Menge an Gärresten lässt sich momentan nicht genau abschätzen, zumal die Flüssigkeit aus der Entlüftungsleitung zunächst in einem Behälter auf der Anlage gelandet ist. So konnten etwa 250 Kubikmeter Flüssigkeit zurückgehalten werden. Erst nachdem dieser Behälter voll war und übergelaufen ist, kam es zum Austritt einer unbekannten Menge ins Gewässer.
Landrat Eberhard Irlinger (SPD) hofft, dass keine Umweltschäden zu verzeichnen sind und ist stolz, dass auch in diesem Fall wieder die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Polizei und den Behörden so schnell und reibungslos geklappt hat. "Trotzdem sieht man mal wieder, wie wichtig es ist, dass es aufmerksame Mitbürger gibt, die mitdenken und handeln." ft


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