Ich willige einX

Diese Website verwendet das Besucheraktions-Pixel von Facebook für statistische Zwecke. Mit einem Cookie kann so nachvollzogen werden, wie unser Marketing auf Facebook wirkt und wie wir es verbessern können. Wir freuen uns, wenn Sie uns Ihr Einverständnis hierzu erteilen. Eine genaue Beschreibung zum „Besucheraktions-Pixel“, zu Cookies im Allgemeinen und Ihrem Widerspruchsrecht, das Sie jederzeit ausüben können, steht Ihnen in unserer Datenschutzerklärung unter hier zur Verfügung.

Thermische Reaktion

Brand im Schaeffler-Werk in Höchstadt

Großeinsatz für Feuerwehren im Kreis Erlangen-Höchstadt: Im Schaeffler-Werk in Höchstadt hat sich 800 Grad heißes flüssiges Härtesalz entzündet.
Großeinsatz bei Schaeffler in Höchstadt. Foto: News5/Merzbach
 
von ANDREAS DORSCH
Ein Großaufgebot von Feuerwehren rückte in der Nacht zum Montag gegen null Uhr auf dem Firmengelände des Schaeffler-Werkes in Höchstadt (Landkreis Erlangen-Höchstadt) an. Aus der Härterei war ein Brand gemeldet worden. Wie der Höchstadter Einsatzleiter, Kommandant Wolfgang Glotz, auf Anfrage des Fränkischen Tags erklärte, habe aber zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Bevölkerung, die Einsatzkräfte, die Mitarbeiter oder die Umwelt bestanden.

Was sich hinter den Werksmauern in Höchstadt in der Nacht genau abspielte, ließ die Firmenleitung am vorgerückten Montagnachmittag per Pressemitteilung verlauten. So sei es nach ersten Erkenntnissen in der Härterei beim Einsetzen eines Metallgestells in ein Salzbad zu einer thermischen Reaktion gekommen.

Dabei sei eine geringe Menge eines etwa 800 Grad Celsius heißen, flüssigen Härtesalzes ausgetreten, wodurch sich Leitungen und Kabel direkt an der Anlage entzündeten. Der betroffene Brandschutzabschnitt wurde evakuiert.

Nach Ermittlungen der Höchstadter Polizei hatten zunächst Mitarbeiter versucht, den Brand zu löschen, was ihnen jedoch nicht gelang. Die alarmierte Feuerwehr hatte das Feuer dann aber schnell unter Kontrolle. Personen wurden bei dem Unglück nicht verletzt.

Sicherheitshalber führten Spezialkräfte der Feuerwehr aus Nürnberg auch Schadstoffmessungen am Brandort durch, die negativ ausgingen. "Es sind keine Giftstoffe ausgetreten und es hat auch keine Gefahr bestanden", sagte Kommandant Glotz. Weil bei der Alarmierung auch das Stichwort Brandchemie fiel, war von der Leitstelle großflächig alarmiert worden.

Wie die Firma Schaeffler mitteilt, sei die Produktion in der Härterei noch in der Nacht wieder angelaufen. Die genaue Ursache für den Vorfall werde noch untersucht, auch die Höhe des Schadens könne noch nicht angegeben werden, so Schaeffler.


Bereits im Mai hatte eine Explosion im Schaeffler-Werk in Eltmann für Schlagzeilen gesorgt; bei dem Arbeitsunfall waren 13 Mitarbeiter verletzt worden - einer so schwer, dass er später den Folgen seiner Verletzungen erlag. Bei einem Experiment in einer Salzreinigungsanlage war damals durch einen technischen Defekt eine chemische Reaktion ausgelöst worden, die schließlich zu der Explosion führte.

zum Thema "Blaulicht"

Newsletter kostenlos abonnieren


noch Zeichen



Bitte melden Sie sich an, um kommentieren zu können:

Sie sind noch nicht registriert? Bitte hier registrieren.