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Region  // Erlangen-Höchstadt

Feier

Böllerschüsse für 600 Jahre Pfarrei Aisch

Das 600. Jubiläum der Pfarrei Aisch feierte die Gemeinde am Sonntag mit ihrem Ehrengast Erzbischof Ludwig Schick.
Erzbischof Ludwig Schick in Aisch Foto: Johanna Blum
 
von JOHANNA BLUM
Mit einem Festzug zum Schwesternhaus, angeführt von der Zeckerner Blasmusik und begleitet von Böllerschüssen, ging am Sonntag der Jubel- und Dankgottesdienst zum 600-jährigen Jubiläum der Pfarrei Aisch in das Pfarrfest über. Zelebrant und Ehrengast des Festtages war Erzbischof Ludwig Schick aus Bamberg.

Beim feierlichen Einzug in die Kirche erklang das "Exsultate jubilate", eindrucksvoll gesungen vom Aischer Pfarrchor unter seinem Chorleiter Claus Keller, begleitet am E-Piano von Jörg Beckmann aus Kriegenbrunn. Vorher wurde der hohe Gast jedoch von den diesjährigen Aischer Kommunionskindern mit dem Mottolied zur Erstkommunion begrüßt:"Gott baut ein Haus, das lebt". Auch der Bürgermeister sprach Grußworte und überreichte dem Erzbischof ein Präsent. "Da die Sportschuhe, die Sie im letzten Jahr von uns bekommen haben, sicher abgelaufen sind, gibt es hier ein Paar neue und obendrein noch ein bisschen was für die Stärkung", meinte Karsten Fischkal (FW) schmunzelnd und zeigte auf eine Dose Red Bull.

Der oberste Seelsorger bedankte sich nach dem feierlichen Einzug für die herzliche Begrüßung: "Schön, dass der Chor singt, dass auch Staatssekretär Stefan Müller und Landrat Alexander Tritthart und etliche Gemeinderäte gekommen sind - und so viele Ministranten", schwärmte er. "Ihr alle, auch die unzähligen Gläubigen, gebt so ein öffentliches Zeugnis ab, dass euch die Kirche wichtig ist."

Die Gemeinde sang im Wechsel mit dem Chor Jubel und Danklieder. Von der Empore erklang die wundervoll ins Ohr gehende "Festival Mass" von John Leavitt, einem zeitgenössischen Komponisten für Kirchenmusik.

Kirche war voll

Seine vorbereitete Predigt legte der Oberhirte kurzerhand beiseite: "Angesichts der großen Hitze will ich euch meine Predigt ersparen." Er fasste seine Gedanken in kurzen Worten zusammen: Zwischen Danken und Denken bestehe ein enger Zusammenhang, denn wer nicht denken kann, könne auch nicht danken.

"Wir danken allen, die Dienst in der Kirche verrichten, aber auch allen, die in die Kirche kommen", hörten die Gläubigen im dicht gedrängten Gotteshaus. "Wir danken aber auch für das, was uns die Kirche geschenkt hat: die Schätze und Perlen - das Wort Gottes, die heiligen Sakramente", fuhr er fort.

Die Kirche habe immer Gemeinschaft gestiftet und zu gutem Gemeinwohl inspiriert. Ein Jubiläum habe - wie eine Medaille - auch zwei Seiten. "Wir müssen über das Gute nachdenken und danken, aber auch unser Denken und Danken in die Zukunft richten."

Dank an alle Helfer

Der Hausherr Pfarrer Thomas Ringer freute sich über die kurze Predigt und auch er hatte am Ende des Gottesdienstes ein kleines Geschenk dabei: einen Füller, der mit dem erzbischöflichen Wappen versehen ist. "Nun denken Sie beim Joggen, aber auch beim Schreiben immer an Adelsdorf", bemerkte er verschmitzt lachend.
Natürlich dankte auch er allen, die zum Gelingen des Festgottesdienstes und auch des Pfarrfestes beigetragen haben. "Vergelt's Gott für eure große Arbeit und Hilfe und euch allen hier im Gotteshaus, dass ihr gekommen seid." Besonders freute er sich, dass die Aischer Kerwasburschen im Zug dabei waren und auch die Messe mit feierten.

Im Pfarrgarten herrschte bis zum frühen Abend großes Gedränge. Eilends mussten noch weitere Biertischgarnituren angekarrt werden.


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