Herzogenaurach
Sturm

Bäume, Bauzäune, Baken: Egon blies vieles um

"Egon" blies kräftig in und über Herzogenaurach. Die gemeldeten Schäden hielten sich dennoch in Grenzen.
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Umgestürzte Baustellen-Absperrungen in der Stadt: "Egon" hat kräftig geblasen, die gemeldeten Schäden hielten sich in Grenzen.  Fotos: bp
Umgestürzte Baustellen-Absperrungen in der Stadt: "Egon" hat kräftig geblasen, die gemeldeten Schäden hielten sich in Grenzen. Fotos: bp
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Der erste Anruf ging bei der Polizei um 4.50 Uhr ein. Grund: Auf der Flurbereinigungsstraße zwischen Buch und Hammerbach lag ein Baum quer über der Fahrbahn. Von da an ging es Schlag auf Schlag, zahlreiche Anrufer meldeten umgestürzte Bäume und anderes. Sturmtief Egon hatte in der Nacht zum Freitag, den dreizehnten, kräftig gewirbelt.

Die Schäden indes hielten sich in Grenzen. Zumindest diejenigen, die der Polizei gemeldet wurden. Bei der Inspektion Herzogenaurach war Harald Rotschka gestern der Sturmbeauftragte. Er gab Auskunft über die verschiedenen Vorkommnisse. Wobei eine Vielzahl wohl gar nicht gemeldet wurde. Mitarbeiter des städtischen Bauhofs beispielsweise richteten manches selbst wieder auf, wie reihenweise umgestürzte Baken und Verkehrsschilder. Zudem mussten gelbe Säcke aus der Aurach gefischt werden.


Umgestürzte Bäume

Vor allem umgestürzte Bäume waren es, die von aufmerksamen Bürgern gemeldet wurden. Gleich zwei waren es zwischen Buch und Hammerbach, einer zwischen Falkendorf und Tuchenbach, ein dritter zwischen Oberreichenbach und Sintmann. Auch im Wäldchen bei der Turnerschaft war eine Fichte abgebrochen und auf den Parkplatz gestürzt. Ein Schaden wurde nicht angerichtet.

Auch zwei eher kuriose Meldungen waren unter den Anrufen. Eine große Tanne soll in der Waldstraße in Herzogenaurach auf die Fahrbahn gestürzt sein, wurde um 5.57 Uhr gemeldet. Als die Polizei vor Ort eintraf, war nichts zu sehen von einem Baum. Offenbar war ein ausgedienter Christbaum vom Winde verweht worden, vermutet Rotschka.

In der Buchleithe in Falkendorf hingegen durfte die Polizei selbst Hand anlegen. Da war ein Dixie-Klo von einer Baustelle umgeweht worden. Die Polizisten haben es wieder zurückgestellt und mit einem Stein beschwert, berichtet der Beamte.

Auch andere Baustellen waren betroffen. An der Ecke vom Hallertürlein zur Flughafenstraße wurde der Bauzaun auf der gesamten Länge umgedrückt. Am Friedrich-Weiler-Platz stürzte eine große Infotafel für das Bauvorhaben Klingenwiesen um und landete auf der Abbiegespur zur Hans-Maier-Straße. Schaden entstand offenbar keiner. Weniger Glück hatte ein Autofahrer aus Röttenbach, der in der Bamberger Straße stadteinwärts fuhr. Sein Fahrzeug wurde von einer Styroporplatte getroffen, die aus einer Baustelle im neuen Gewerbegebiet in der Werner-Heisenberg-Straße viele Meter weit geweht wurde. Offenbar blies der Sturm mehrere solcher Platten, die zur Kellerabdichtung dienen, davon.

Mehrere Anrufe galten darüber hinaus der Ampelanlage an der Bamberger Straße zur Nordumgehung. Alle berichteten, dass der Signalgeber vom Wind gedreht wurde. Des Weiteren wurden die Kirchweihbäume in Buch und Untermembach so gebeutelt, dass sie schief standen. Ebenso wie der Weihnachtsbaum im Postkreisel in Herzogenaurach.


Feuerwehr berichtet

Die Einsatzberichte aus den Feuerwehren decken sich zumeist mit den Meldungen bei der Polizei. Auch wenn der Aurach- und Seebachgrund von größeren Sturmschäden verschont blieb, gab's trotzdem genug Arbeit. Die Heßdorfer Feuerwehr wurde um 5.45 Uhr alarmiert, weil im Ortsteil Röhrach ein Baum drohte auf ein Wohnhaus zu stürzen. Die Feuerwehr sicherte den Baum mit dem Greifzug und zersägte ihn zu Brennholz. Auf der Rückfahrt zum Feuerwehrgerätehaus kam der nächste Einsatz: Ein Gartenhaus drohte sich aufzulösen, Teile des Daches waren bereits auf die Straße geweht worden.


Weitere Feuerwehren rückten aus

Keinen Schaden richtete die eingestürzte Werbung der Gaststätte des Reiterhofes Hessenmühle an. Die drei Strohballen stürzten neben dem Fuß- und Radweg auf die Wiese.
Für die Herzogenauracher Feuerwehr begann der Tag um 5.30 Uhr. Sie musste zehn Einsätze abarbeiten, wie Bäume beseitigen oder Sturmschäden an Hausdächern. Im Einsatz waren auch die Feuerwehren aus Niederndorf und Burgstall.

Die Weisendorfer Feuerwehr hatte zwei umgestürzte Bäume, so zwischen Boxbrunn und Ailersbach sowie zwischen Sintmann und Oberreichenbach.
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