Heuchelheim
Einweihung

Am Eck mit dem Stein feiern sich Frankens Bezirke

Die Gesamtkosten für die Umgestaltung des Drei-Franken-Ecks in Höhe von 253440 Euro wurden zum Teil aus dem europäischen Leaderprogramm gefördert.
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Die Pfarrer Wolfgang Heckel (links) und Erhard Schupp (rechts) segneten das vollendete Werk, 1387: Infotafel am Dreifrankenstein , 1413: Zum Tanz spielten die Gleißenberger Volksmusikanten auf.  Fotos: Evi Seeger
Die Pfarrer Wolfgang Heckel (links) und Erhard Schupp (rechts) segneten das vollendete Werk, 1387: Infotafel am Dreifrankenstein , 1413: Zum Tanz spielten die Gleißenberger Volksmusikanten auf. Fotos: Evi Seeger
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"Der Wind weht in allen drei Bezirken gleich", sagte ein Redner bei der Einweihungsfeier am Drei-Franken-Stein. Tatsächlich wehte rund um den Symbolstein der drei fränkischen Bezirke das, was man "eine steife Brise" nennt. Nichtsdestotrotz waren unzählige Besucher zur Einweihung des neu gestalteten Geländes gekommen. Es ist ein Projekt, das mit Hilfe des Europäischen Leaderprogrammes realisiert wurde.

"Heimatklänge am Drei-Franken-Stein" stand als Motto über der Feier, die mit Böllerschützen, Musik- und Tanzdarbietungen einherging. Aber auch mit 16 Grußworten von Repräsentanten aus den drei Regierungsbezirken, deren Grenzen am Stein zusammentreffen. Allen voran die Bürgermeister Hermann Wehr (Neue Bürgerliste, Burghaslach), Ernst Nickel (Freie Wähler, Geiselwind) und 2. Bürgermeister Fritz Stütz (Schlüsselfeld), den Gemeinden, die seit zehn Jahren mit Erfolg die Kommunale Allianz Drei-Franken-Eck praktizieren. Gleich gelagerte Probleme hätten zum gemeinsamen Handeln auf verschiedenen Tätigkeitsfeldern geführt, wie Hermann Wehr betonte. Ein gemeinsames Mitteilungsblatt gehöre dazu ebenso wie das Projektmanagementbüro und die Zusammenarbeit von Schulen, Feuerwehren und vielem mehr, über die Grenzen von Landkreisen und Regierungsbezirken hinweg. So auch die Aufwertung des Areals am Drei-Franken-Stein, "dem sichtbaren Zeichen im Herzen Frankens", die nun abgeschlossen wurde. Eine Zusammenarbeit, die dem Kirchturmdenken eine Absage erteile, wie ein anderer Redner sagte.

Vier Pavillons mit Infotafeln informieren über die drei Bezirke

Es hat sich viel verändert in den vergangenen zwei Jahren: Vier Pavillons mit Infotafeln wurden aufgestellt, die Aufschluss über die Bezirke, die Kommunen im Drei-Franken-Eck und die Geschichte des Steins geben. Dem Wanderer können sie auch als Schutz und Ruheraum dienen. Rund um den 2,80 Meter hohen Muschelkalkfindling wurden Wege angelegt, das Gelände planiert. Die Schnittstelle der drei fränkischen Bezirke ist immer wieder - und in jüngster Zeit vermehrt - Ziel vieler Wanderungen, Kundgebungen und Treffen.

Die Gesamtkosten für die Umgestaltung in Höhe von 253 440 Euro wurden über die LAG Südlicher Steigerwald mit 105 580 Euro aus dem europäischen Leaderprogramm gefördert. Eine kleine von vielen Menschen getragene LAG, die erfolgreich sei, da sie nicht verordnet, sondern von unten nach oben gewachsen sei, wie Reinhard Streng, Bürgermeister von Langenfeld (FW) betonte. Spenden, unter anderem von der Raiffeisenbank Ebrachgrund und der Sparkasse Kitzingen, konnten die Bürgermeister auch mit nach Hause nehmen. Der Segnung durch die Pfarrer Erhard Schupp (Schlüsselfeld) und Wolfgang Heckel (Kirchrimbach) folgte ein buntes Programm. Der Gospelchor "Rejoice" aus Kirchrimbach, die Volkstanzgruppe Gleißenberg-Burghaslach mit den Gleißenberger Musikanten sowie die Ebrachtaler, Scheinfelder und Kitzinger Jagdhornbläser unterhielten die Besucher.




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