Ailsbach
Ortsbild

Ailsbacher pflanzen sich ihren Ort noch schöner

Sechs Bäume werden in den nächsten Jahren in Ailsbach heranwachsen. Dafür greift ein Gemeinderat sogar in seine eigene Tasche.
Artikel einbetten
Mit vereinten Kräften transportierten Harald Kaiser (links) und Karl Zink den Baum. Im Hintergrund arbeiten Wolfgang Thoma (von links), Renate Heimann und Joachim Schneider an den anderen Pflanzstellen.  Foto: Evi Seeger
Mit vereinten Kräften transportierten Harald Kaiser (links) und Karl Zink den Baum. Im Hintergrund arbeiten Wolfgang Thoma (von links), Renate Heimann und Joachim Schneider an den anderen Pflanzstellen. Foto: Evi Seeger
+1 Bild
Das Wetter war nicht gerade einladend, um im Freien zu arbeiten. Der Regen konnte jedoch die fünf Ailsbacher nicht von ihrer Arbeit abhalten. Sie sorgten am Samstag durch Baumpflanzungen für neues Grün im Ort. Den jungen Bäumen dürfte die Feuchtigkeit gerade gut getan haben. Zwei Hainbuchen, zwei Weigeliensträucher, eine neue Trauerweide und eine Linde werden künftig den Ortsteil der Gemeinde Lonnerstadt verschönern.
Zu dieser Aktion gekommen ist es, weil am Kriegerdenkmal eine Birke eingegangen war. Als 1965 das Ehrenmal neben dem Hirtenhaus errichtet wurde, hatte man gleichzeitig auch vier Birken gepflanzt. Jetzt hatten nur noch drei von ihnen Lebenskraft. Harald Kaiser, Gemeinderat aus Ailsbach, machte sich die Mühe und befragte die Bürger seines Heimatortes.

Einhellig hätten sie sich dafür ausgesprochen, dass alle vier Birken gefällt werden und eine Neupflanzung angelegt wird, berichtet Kaiser. Daraufhin wurde Kreisfachberaterin Jutta Sulzer zu Rate gezogen. Sie sprach sich im Umgriff des Ehrenmals für zwei Hainbuchen und zwei Weigeliensträucher aus. "Zehn bis 13 Meter Höhe können diese heimischen Bäume erreichen", sagt Kaiser. Schon das junge Pflanzgut war recht hoch. Bei den Weigeliensträuchern dürfen sich die Ailsbacher und ihre Besucher auf die meist roten Blüten freuen.


Kosten werden aufgeteilt

Einen Stammdurchmesser von 1,30 Meter hatte die große Trauerweide gegenüber dem Hirtenhaus. Dem Dorfweiher im Herzen von Ailsbach verhalf sie zu einem besonderen Charme. Allerdings war auch die Trauerweide - ebenso wie die Linde auf der Hirtenhöhe - nicht mehr zu retten.

Der Baumbeauftragte und Mitarbeiter der Gemeinde Lonnerstadt hatte die Schäden festgestellt und beurteilt. Künftig wird den romantischen Dorfweiher eine Trauerweide schmücken. Auch die Linde auf der Hirtenhöhe wurde durch eine Junge ersetzt. Die Kreisfachberaterin gab das Pflanzgut bei einer Effeltricher Baumschule in Auftrag. Die Rechnung wird zunächst an die Gemeinde Lonnerstadt gehen. Doch die Dorfgemeinschaft Ailsbach hat die Kostenübernahme für eine Hainbuche zugesichert. Die Kosten für die zweite Hainbuche wird Harald Kaiser aus seinem Sitzungsgeld als Gemeinderat übernehmen.

Als Renate Heimann, Karl Zink, Wolfgang Thoma, Joachim Schneider und Harald Kaiser von der Dorfgemeinschaft am Samstag die Pflanzarbeiten in Angriff nahmen, hatte die Gemeinde die Pflanzlöcher bereits vorbereitet. "Gießen werden wir die Neupflanzungen selbst", versicherte Kaiser.
Verwandte Artikel
Verwandte Fotoserien
Noch keine Kommentare
Sie sind nicht angemeldet.
Sie müssen angemeldet sein, um Kommentieren zu können!
registrieren