Herzogenaurach
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Adidas will mehr für den Ausrüster-Vertrag zahlen

Adidas wird wohl über das Jahr 2018 hinaus Ausrüster der deutschen Fußball-Nationalelf bleiben, dafür aber voraussichtlich mehr als das Doppelte zahlen.
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Adidas wird wohl Ausrüster der deutschen National-elf bleiben. Foto: Archiv/Daniel Karmann, dpa
Adidas wird wohl Ausrüster der deutschen National-elf bleiben. Foto: Archiv/Daniel Karmann, dpa
60 bis 70 Millionen Euro im Jahr soll der Werbe-Deal mit dem DFB kosten, spekuliert nun die Frankfurter Allgemeine Zeitung.

Bislang hatte der fränkische Sportartikel-Konzern rund 25 Millionen Euro pro Jahr bezahlt. Allerdings gibt es zugleich Zugeständnisse an den Konkurrenten Nike, um sicherzustellen, dass der US-Konzern nach zwei vergeblichen Anläufen nicht verprellt ist und auch beim nächsten Mal mitbieten wird. Laut eines Berichts von Sport-Bild soll der DFB-Vorstand sonst die Sorge haben, dass ohne eine Bieter-Konkurrenz Adidas dem DFB die Preise diktiert.

Um Nike bei der Stange zu halten, soll der Adidas-Vertrag nicht wie zuletzt um gleich acht Jahre verlängert werden, sondern höchstwahrscheinlich nur um vier Jahre bis 2022. Und: Der neue Vertrag enthält kein "Matching Offer Right" für Adidas mehr. Dieses Recht steht Adidas diesmal noch zu: Das Herzogenauracher Unternehmen erfährt vom DFB, wenn Nike ein besseres Angebot als Adidas selbst abgibt. Dieses Angebot könnte Adidas dann 1:1 übernehmen.

Nike hatte schon 2007 dem DFB 500 Millionen Euro für einen Zehn-Jahres-Kontrakt ab 2011 geboten. Der Deal kam aber nicht zustande. Nach einem Schiedsgerichts-Urteil verlängerte der DFB schließlich den Adidas-Vertrag bis 2018 zu verbesserten Konditionen.
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