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Adidas steigt bei Anti-Doping-Agentur aus

Der Vorsitzende der Sportministerkonferenz hat Adidas für seinen Ausstieg als Sponsor der Anti-Doping-Agentur NADA kritisiert.
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Lars Mortsiefer, Vorstandsmitglied der deutschen Anti-Doping-Agentur NADA, äußert sich am 01.06.2016 in Berlin vor Journalisten. Foto: Alexander Heinl/dpa
Lars Mortsiefer, Vorstandsmitglied der deutschen Anti-Doping-Agentur NADA, äußert sich am 01.06.2016 in Berlin vor Journalisten. Foto: Alexander Heinl/dpa
"Ein traditionsreiches Unternehmen wie Adidas, das quasi als Synonym für den deutschen Sport steht, sollte sich seiner gesellschaftlichen Verantwortung für einen sauberen Sport bewusst sein", sagte Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) am Dienstag. Adidas zahle allein für das Recht der Ausstattung von Manchester United eine knappe Milliarde Euro. Er könne angesichts dessen nicht nachvollziehen, warum der Sportartikelkonzern sich mit seiner Beteiligung in Höhe von 300 000 Euro aus der NADA-Finanzierung zurückziehe.

"Dopingbekämpfung und -prävention ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, nicht eine allein des Staates. Ein Unternehmen, welches beispielsweise durch das Sponsoring der Nationalmannschaft stark vom deutschen Sport profitiert, sollte sich dessen bewusst sein", sagte Beuth.

Adidas beendet die finanzielle Unterstützung der NADA zum Jahresende. Das Unternehmen werde aber weiterhin eine klare Haltung gegen Doping einnehmen, sagte Firmen-Sprecher Oliver Brüggen. "In allen Verträgen mit unseren Athleten steht, dass wir die vertragliche Zusammenarbeit bei einem bewiesenen Dopingvergehen sofort beenden", so der Sprecher.
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