Adelsdorf
Ehrungsabend

Adelsdorf ehrte seine verdienten Mitbürger

Am Freitagabend verlieh Adelsdorfs Bürgermeister Karsten Fischkal (FW) im Namen des Gemeinderates Ehrenurkunden an vier verdiente Persönlichkeiten. Fast 200 Adelsdorfer füllte das Foyer der Aischgrundhalle.
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Die Geehrten von links: Albrecht Zwanzger, Margret Müller, Bgm. Karsten Fischkal, Erika Kohl, Rudolf Kießling. Alle Fotos: Blum
Die Geehrten von links: Albrecht Zwanzger, Margret Müller, Bgm. Karsten Fischkal, Erika Kohl, Rudolf Kießling. Alle Fotos: Blum
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Rudolf Kießling, Margret Müller, Erika Kohl und Albrecht Zwanzger standen am Freitagabend in Adelsdorf im Mittelpunkt. Geehrt wurden nämlich die Menschen, "die sich um die Allgemeinheit verdient gemacht und mit ihrer Leistung das Ansehen der Gemeinde in hohem Maße gefördert haben und dies auch weiterhin tun", erklärte Bürgermeister Karsten Fischkal in seiner Begrüßung.

Als große Überraschung sang der gemischte Chor des Musik- und Gesangvereins (MGV) seinem Ehrenchorleiter Rudolf Kießling ein Ständchen. Er ist schon sehr lange in Adelsdorf bekannt - und das nicht nur als der Apotheker am Rathaus gegenüber der Kirche. Der damalige Junglehrer Wolfgang Spindler - heute Musikprofessor und Gründer der "Capella antiqua Bambergensis" - führte ihn ein halbes Jahr in die Grundkenntnisse des Orgelspiels ein. Mit Spaß und Eifer bildete sich der junge Rudolf Kießling autodidaktisch weiter. "Als Hans Lessig, zu dieser Zeit Hauptorganist, einmal verhindert war, musste ich ran", erzählt der Geehrte lachend.

15 Jahre lang Chorleiter

Mit 14 Jahren wurde er schon fester Organist in St. Stephanus. Seitdem hilft er auch in Zeckern und Aisch aus. Im Jahr 1982 gründete er den Männerchor, der bis heute noch als Projektchor die Christmette zu einem musikalischen Genuss werden lässt. 1991 gab Günter Wachter dann den Taktstock an Kießling weiter. Bis 2006 leitete dieser die musikalischen Geschicke des gemischten Chores - beim 125.Jubiläum des MGV 2012 wurde er zum Ehrenchorleiter ernannt. Den damaligen Jubiläumsabend gestaltete er maßgeblich mit, arbeitete an der Festschrift und auch im Hintergrund war er immer aktiv dabei. "Durch die vielen Konzerte und Veranstaltungen, die er in seiner Chorleiterzeit durchgeführt hat, trug Rudolf Kießling maßgeblich und in herausragender Weise zum kulturellen und gesellschaftlichen Leben innerhalb der Gemeinde Adelsdorf bei", so der Bürgermeister.

Margret Müller könnte vielen in der Gemeinde ein Vorbild sein. Seit über 36 Jahren ist sie in der Seniorenarbeit tätig, davon 28 Jahre als Leiterin des Caritastreff in Aisch. 15 Jahre leitete sie den Tanzkreis Aisch-Adelsdorf und zehn Jahre engagierte sie sich im Seniorenbeirat, davon über sieben Jahre als Vorsitzende. "Auch die Arbeit im kirchlichen Bereich ist ihr ein großes Anliegen", so Fischkal.

23 Jahre Pfarrgemeinderat, acht Jahre Vorsitzende des Dekanatsrates, vier Jahre Diözesanrätin, 15 Jahre Lektorin und Kommunionhelferin, zehn Jahre Leiterin des Wortgottesdienstes, aktiv im Ökumenekreis und fünf Jahre bot sie den Bewohnern der Laufer Mühle Gedächtnis- und Bewegungstraining an. "Das ist eine echte Vollblutehrenamtliche", meint Fischkal voller Anerkennung.

Kein Nachfolger in Sicht

Erika Kohl ist seit weit über einem Jahrzehnt erste Vorsitzende des VDK Ortsverbandes Adelsdorf mit aktuell 333 Mitgliedern, übernimmt alle anfallenden Tätigkeiten im laufenden Geschäftsjahr und organisiert die wöchentlichen Treffs zusammen mit ihrem Team. Aus Altersgründen - sie ist 77 Jahre - wollte sie ihr Amt schon oft niederlegen. Doch immer wieder lässt sie sich zum Weitermachen überreden, da kein Nachfolger gefunden wird. Erika Kohl hat sich im gesellschaftlichen und sozialen Bereich in herausragender Weise um die Gemeinde verdient gemacht.

Albrecht Zwanzger aus Neuhaus kümmert sich schon seit 1980 um ein wichtiges Türmchen in Neuhaus. Nach einer Feuersbrunst im Jahr 1902 wurde dort ein Gebäudekomplex, in den ein Torbogen mit Türmchen integriert war, zerstört und es blieb nur noch der Bogen übrig. Die Glocke im Turm fiel zu Boden, zerbrach aber nicht. Ein Plan wurde erstellt und das "Türmla" für die Glocke wurde zwischen 1905 und 1907 auf dem Grund und Boden der Familie Zwanzger errichtet.

Das tägliche Läuten und Aufziehen der Uhr wurde dann von wechselnden Personen übernommen, bis 1980 ein elektrisches Läutwerk eingebaut wurde. Auch heute noch stellt die Familie des Geehrten kostenfrei den Strom zur Verfügung und Albrecht Zwanzger kümmert sich weiterhin liebevoll um das "Türmla". Im Jahr 2002 wurde das Türmchen nebst Grundstück per Schenkung der evangelischen Kirchengemeinde Neuhaus überlassen.
Zwanzger hat sich im Bereich der Denkmalpflege in herausragender Weise um die Gemeinde Adelsdorf verdient gemacht. Theresa Brehm aus Aisch umrahmte den Festakt mit Klaviermusik von Yruma und Yann Tiersen.

Fischkal stellte noch vier Schüler, "kleine Genies", vor, die das Gymnasium Höchstadt besuchen : Felix Reichle, Matthias Schirmer, Jonah Rittner, Tobias Hackel und Nils Spiller haben es mit ihren Ideen geschafft, an der mittlefränkischen Ausscheidung des Wettbewerbs "Schüler experimentieren" am 20. Februar teilzunehmen.
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