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Region  // Erlangen-Höchstadt

Karnevalclub Röttenbach

Ärger um Prunksitzung: KCR-Präsident versteht Aufregung nicht

Hat der Karnevalclub Röttenbach für die Prunksitzung die Turnhalle "blockiert"? Thomas Semmelroth, Besenbinder-Präsident, widerspricht den Vorwürfen.
Die Tanzshow des Karnevalclubs Röttenbach war auch in diesem Jahr wieder ein Hingucker. Die Vorbereitungen zur Prunksitzung haben nun zu Diskussionen über die Nutzung der Turnhalle geführt.  Foto: Pauline Lindner
 
von PAULINE LINDNER
Nach allgemeiner Ansicht war die Prunksitzung des Karnevalclubs Röttenbach (KCR) am vergangenen Samstag sehr gelungen. Ausnahme scheinen einige Eltern von Schülern zu sein. Sie waren offenbar enttäuscht davon, dass die Lehrer den Stundenplan in der Woche des Aufbaus vor der Veranstaltung umstellen mussten. Wegen den Vorbereitungen zu der Prunksitzung habe Sportunterricht ausfallen müssen. Auch die Schulleitung war nicht erfreut. Andere Vereine hätten die Halle in der Zeit nicht nutzen können.

Gemeinderat Richard Schleicher (SPD) ging den Gerüchten über verärgerte Eltern nach. Er könne das Ganze nicht nachvollziehen. So fragte er am Ende der Gemeinderatssitzung am Dienstag bei Bürgermeister Ludwig Wahl (FW) nach, was denn wirklich abgelaufen sei.

"Die Fakten sind ein bisschen anders", kommentierte Wahl auch gleich die umlaufenden Gerüchte. Schon im April, sagt Wahl und gleichlautend auch Thomas Semmelroth, der Präsident des KCR, habe es ein Abstimmungsgespräch zwischen Schule, Gemeinde, dem Karnevalsclub und sämtlichen Vereinen gegeben. "Da wurde alles abgeklopft", erinnert sich Semmelroth.

Beispielsweise wurde auf Anregung der Schule ein Sicherheitsdienst bereitgestellt. Denn es hatte im ersten Jahr ungebetene und nicht zahlende Gäste gegeben, die während der laufenden Prunksitzung ins Schulgebäude gingen. "Alle waren mit dem Fahrplan einverstanden", sagt Semmelroth und verweist auf die Besprechungsprotokolle.

Bis zum späten Abend des Mittwochs vor der Prunksitzung, so Wahl, sei sowohl Sportunterricht wie Sporttraining durch die Vereine möglich gewesen. Allerdings hatte der KCR absprachegemäß ab Montag in der abteilbaren kleinen Halle bereits die Bühne aufgebaut. Vorsichtshalber, so Wahl weiter, hätten einige Lehrer darauf verzichtet, in diesen Tagen die Halle zu nutzen. Sie führten Wanderungen und Sportstunden im Außenbereich durch. "Und kompensierten die Sportstunden in den Tagen und nach der Aufbauzeit."

Es sei auch sonst im Schulbetrieb ein übliches Vorgehen, wenn Projekttage oder schulische Sportveranstaltungen anstehen, dass man den Unterricht in der Zeit den Erfordernissen anpasst. Für Wahl ist die nachträgliche Verärgerung des Schulleiters unverständlich, vor allem auch der Hinweis, dass Vereine, die in der Halle trainieren, blockiert worden seien.

"Wir haben uns an unsere Absprache gehalten", betont Semmelroth. Und: Als er das Ende der Aufräum- und Abbauarbeiten am Montag gegen Mittag dem Schulleiter Oskar Holzmann meldete, habe sich dieser zumindest ihm gegenüber nichts von einer Verärgerung anmerken lassen. Auch Wahl war überrascht, über die kolportierte Aussage, der Schulleiter sei verärgert wegen des Ablaufs der Veranstaltung.

Denn schon bei der Schulhausbegehung durch den Gemeinderat vor einigen Monaten war einer der Besprechungspunkte die Ertüchtigung der Schulturnhalle zu einer Versammlungsstätte, ähnlich wie die Konzepte anderer Gemeinden mit ausdrücklich als "Mehrzweckhallen" benannten Gebäuden. Gleichzeitig, so rekapitulierte Wahl, sollen energetische Maßnahmen angepackt werden. Darüber waren sich alle einig, weshalb Wahl die angebliche Kontroverse zwischen Schule und KCR jetzt irritiere.

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