Beim SV Schott Jena war Wohlbach ein nahezu gleichwertiger Gegner. Jeder kämpfte, doch in den spielentscheidenden Momenten waren die Hausherren im Vorteil, die sich vor allem aus dem ungewohnten Plastikball ergaben. Gegen Bayern München nächste Woche will das TTC-Team den ersten Sieg. Vor allem weil dann wieder GC Foerster auch im Einzel wieder zur Verfügung stehen wird.


SV Schott Jena gegen
TTC Wohlbach 6:2

Die TTC-Herren hatten sich im Laufe der Woche intensiv mit ihrer hauptsächlich mentalen Situation auseinandergesetzt, die wesentlich durch die Verletzung von GC Foerster entstanden war. Die Mannschaft wollte in Jena leistungsmüßig überzeugen.
Das ist aber nur zum Teil gelungen. Jeder kämpfte, aber am Ende hat es noch nicht gereicht. GC Foerster konnte zumindest im Doppel wieder eingreifen und zusammen mit Richard Vyborny gegen Placek/Resetka gewinnen. Dabei brauchten beide zwei Sätze, um sich auf das unangenehme Noppenspiel der Gegner einzustellen. Nach 0:2 glichen sie zum 2:2 aus und gewannen im fünften Satz 11:9.
Grozdan Grozdanov und Yevgeniy Christ hielten gegen Mego/Süß nur im ersten und dritten Satz mit. Sie versuchten zwar alles, doch die zum Teil extremen Flips der Gegner brachten sie immer wieder ins Hintertreffen und die 0:3-Niederlage war nicht zu verhindern.
Bei den beiden Einzelspielen vor der Pause fhr Richard Vyborny gegen Mego eine klaren 3:0-Sieg ein. Grozdan Grozdanov hatte mit Placek, dem zweimaligen tschechischen Vizemeister im Einzel, eine ganz harte Nuss zu knacken. Es spielte gut und ging sogar mit 1:0 in Führung. Der zweite und dritte Satz ging an den Tschechen. Im vierten führte Grozdanov noch 9:7 und musste dann die 10:12-Niederlage hinnehmen. Es stand 2:2. Wohlbach war voll im Spiel.
Die Frage war, ob Yevgeniy Christ und Patrick Forkel nach der Pause die Mannschaft im Spiel halten können.
Das gelang nicht: Forkel fand gegen den Noppenspieler Rezetka überhaupt keine Einstellung und Yevgeniy Christ richtete überraschend gegen Süß nichts aus. Dabei hatte er die Chance verpasst, den 1. Satz für sich zu entscheiden. Dies hätte ihm eine ganz andere Ausgangslage gegeben. Wohlbach lag jetzt mit 2:4 im Rückstand und musste vorne mindestens einen Punkt holen, um über die volle Distanz gehen zu können.
Wieder war es sehr eng: Grozdan Grozdanov gewann gegen Mego den ersten Satz und führte im zweiten mit 9:7. Es war wie verhext. Es gelang ihm nicht den Satz zu zumachen und mit 2:0 in Führung zu gehen. Sein Gegner hatte das Glück seine extremsten Bälle just in diesem Moment noch zu erreichen. So ging der zweite Satz noch mit 9:11 verloren und auch der dritte und vierte gingen an die Gastgeber.
Das rein innertschechische Duell Placek gegen Vyborny entwickelte sich zu einem reinen Aufschlagsspiel. Der Aufschläger war immer im Vorteil. Das hatte im Wesentlichen mit dem schlechten, ganz glatten Ball zu tun. Im ersten Satz glich Vyborny nach 8:10 zum 10:10 aus, musste den Satz dann aber mit 15:17 abgeben.
Dafür konnte er den zweiten und vierten Satz gewinnen. Im fünften lag Vyborny schon 5:1 hinten. Doch er kämpfte und glich zum 5:5 aus. Beim Stand von 8:8 brachte Placek beide Aufschläge durch und konnte dann mit den nächsten Ball das Spiel entscheiden.
Das besiegelte gleichzeitig die Niederlage für die Wohlbach Herren, die aber eine weitaus bessere Leistung boten, als in den bisherigen Spielen.


Die Ergebnisse

Doppel: Placek/Rezetka - Vyborny/Foerster 11:7, 14:12, 5:11, 7:11, 9:11.
Mego/Süß - Christ/Grozdanonv 11:8, 11:2, 11:9.
Einzel: Placek - Grozdanov 11:13, 11:8, 11:6, 12:10.
Mego - Vyborny 5:11, 7:11, 7:11.
Rezetka - Forkel 11:3, 11:4, 11:6.
Süß - Christ 12:10, 11:7, 11:8.
Placek - Vyborny 17:15, 7:11, 11:7 9:11, 11:8.
Mego - Grozdanov 7:11, 11:9, 11:8, 11:5.