Coburg
Kultur-Tipp

Wenn sich Jazz und Chormusik der Renaissance in der Morizkirche treffen

Magnum Mysterium lautet das Motto eines Konzerts am Sonntag, 26. November, in der Coburger Morizkirche.
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Jazz trifft Renaissancemusik bei einem Konzert am Sonntag, 26. November, in der Coburger Morizkirche.Foto: Jochen Berger
Jazz trifft Renaissancemusik bei einem Konzert am Sonntag, 26. November, in der Coburger Morizkirche.Foto: Jochen Berger
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Eine ungewöhnliche Begegnung verspricht ein Konzert in der Coburger Morizkirche. Am Sonntag, 26. November (17 Uhr) gastiert der international bekannte schwedische Jazzpianist Jan Lundgren gemeinsam mit seinem Landsmann Hans Backenroth (Kontrabass) in der Morizkirche. Auf dem Programm steht Lundgrens Programm "Magnum Mysterium". Den Chorpart übernimmt die Kantorei St. Moriz unter Leitung von Peter Stenglein.


Strenge und Freiheit

Mit dem 51-jährigen Schweden Jan Lundgren kommt einer der besten europäischen Jazzpianisten in die Coburger Morizkirche. Die europäische geistliche Musik der Renaissance von di Lasso bis Monteverdi liefert dem außergewöhnlichen Pianisten an diesem Abend die Vorlage für eine Zusammenarbeit mit dem Bassisten Hans Backenroth und der Kantorei St. Moriz.
Die originalen Vokalpassagen der alten Madrigale bieten die Projektionsfläche für Lundgrens Klavierinterpretationen, die mit meist ganz minimalistischen Mitteln neue Wege eröffnen: eine Kombination von Formenstrenge und improvisatorischer Freiheit. ct



Internationale Künstler gastieren bei der "Musica Mauritiana"

Konzert-Tipp "Magnum Mysterium" - Jan Lundgren (Klavier), Hans Backenroth (Kontrabass), Kantorei St. Moriz, Leitung Peter Stenglein

Eintrittskarten gibt es bei der Tourist Coburg, Herrngasse 4 (Tel.: 09561-898043).

Jan Lundgren sieht sich in der Tradition schwedischer Pianisten von Jan Johansson über Bobo Stenson bis hin zu Esbjörn Svensson. Lundgren bezieht Einflüsse der zeitgenössischen und der klassischen Musik sowie der skandinavischen Folk-Tradition in seinen Jazzstil mit ein. 2011 wurde sein Album Mare Nostrum, welches er mit Richard Galliano und Paolo Fresu aufnahm, für 10.000 verkaufte Einheiten in Deutschland mit Gold (Jazz-Award) ausgezeichnet.Sein Soloalbum Man in the Fog (2013) wurde vom NDR als "Jazz-CD der Woche" gewürdigt; er spiele "eine innerliche, dabei aber enorm kommunikative Musik, die aus den reichen Quellen der Jazztradition und der europäischen Kunst- und Volksmusik schöpft und eine ganz eigene meisterliche Form gefunden hat".

Hans Backenroth spielte mit Künstlern wie Rebecka Törnqvist, Bengt Hallberg, und vielen internationalen Künstlern wie Clark Terry , Harry Allen , Toots Thielemans , Ed Thigpen, Svend Asmussen, und Harry Sweets Edison .
Backenroth ist auf rund 150 CDs zu hören. 2009 machte er seine erste Solo-CD Bassic Instinct und gründete sein eigenes Quartett. Backenroth spielt auf zwei preisgekrönten Jazz CDs mit: Arne Domnérus und Bernt Rosengren Von Angesicht zu Angesicht (1999) und Bernt Rosengren Q Ich fliege (2009).
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