Coburg
Gefahr

Warnung vor Hochwasser und Überschwemmungen in Teilen Frankens

Die Wasserwirtschaftsämter geben immer wieder neue Warnungen heraus. Die ersten Straßen wurden gesperrt.
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Im Kreis Coburg musste die Kreisstraße zwischen Lahm und Hemmendorf gesperrt werden. Foto: Berthold Köhler
Im Kreis Coburg musste die Kreisstraße zwischen Lahm und Hemmendorf gesperrt werden. Foto: Berthold Köhler
Der Dauerregen hat in Bayern die Hochwasserlage verschärft - und er soll am Mittwoch weiter anhalten. In einigen Teilen Frankens kann es sogar noch bis zum Wochenende Hochwasser geben.

Im mittelfränkischen Landkreis Neustadt/ Bad Windsheim meldet die Pegelmessstelle Laufermühle/ Aisch im Zweitagetrend ein Überschreiten der Marke von 4,30 Metern für die Nacht zum Freitag. Damit würde die Meldestufe 2 erreicht. Im Raum Höchstadt können landwirtschaftliche Flächen und Wege überflutet werden.

Im Landkreis Coburg erreichte die Itz laut Hochwassernachrichtendienst die zweite von vier Meldestufen, in Bad Königshofen im Grabfeld stieg die fränkische Saale stark an und erreichte die erste Meldestufe. In Stadt und Landkreis Bamberg hatte das Wasserwirtschaftsamt bereits am Dienstag vor möglichen Überschwemmungen durch die Itz und ihre Zuläufe gewarnt.

Im Kreis Coburg musste die Kreisstraße zwischen Lahm und Hemmendorf gesperrt werden.

Am Mittwochmorgen warnte das Wasserwirtschaftsamt Hof außerdem vor Hochwasser im Kreis Kulmbach,Bamberg, Bad Kissingen und Bayreuth. Aufgrund der seit gestern gefallenen teils ergiebigen Niederschläge ist an den Gewässern mit steigenden Wasserständen zu rechnen. Für heute sind weitere Niederschläge zwischen 25-40 Liter pro m2 zu erwarten. Daher können im gesamten Gebiet auch kleinere Überschwemmungen auftreten.

Bereits letzte Nacht hat der Pegel Untersteinach an der Warmen Steinach im Landkreis Bayreuth entgegen den Prognosen die Meldestufe 1 überschritten, ist jedoch derzeit fallend. Möglicherweise wird auch der Pegel Ködnitz am Weißen Main im Lkr. KU im Laufe des Tages noch die Meldestufe 1 erreichen.


Keine Entspannung in Sicht

Eine Entspannung der Lage ist vorerst nicht in Sicht. Auch am Mittwoch soll sich der Dauerregen in vielen Teilen Bayerns fortsetzen. Vor allem an den Alpen, im Vorland sowie am Bayerischen Wald seien bis in die Nacht zum Donnerstag hinein nochmals 20 bis 40 Liter Niederschlag je Quadratmeter möglich, teilte der Deutsche Wetterdienst am Morgen mit. Hinzu kämen südlich der Donau Böen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 50 Stundenkilometern, in höheren Lagen des Bayerischen Walds und der Alpen auch Sturmböen mit bis zu 90 Stundenkilometern.

Auch von Unterfranken bis zur Donau erwarteten die Meteorologen bis zum Abend Dauerregen mit bis zu 20 Litern Niederschlag je Quadratmeter. Die Temperaturen liegen zwischen 13 Grad an den Alpen und bis zu 21 Grad im Raum Aschaffenburg.

Besserung ist den Meteorologen zufolge erst zum Wochenende in Sicht: Nach schauerartigem Regen am Donnerstag soll es ab Freitag wieder trockener werden. Die Temperaturen steigen demnach auf 18 bis 24, am Samstag sogar auf bis zu 27 Grad.
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