Neustadt bei Coburg
Darts

"The Gamer" siegt bei "Twenty Sixers"

Beim 1. Wanderpokal- Turnier des TBVfL Neustadt/Wildenheid warfen 49 Teilnehmer zum Jahresausklang über acht Stunden bis weit nach Mitternacht um die Wette.
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Als Michael van Gerwen seinen Landsmann Raymond van Barneveld längst eliminiert hatte und Phil "The Power" Taylor seinen Halbfinal-Einzug gegen den Schotten Gary Anderson feierte, machte "The Gamer" kurzen Prozess mit seiner Konkurrenz im Sportheim des TBVfL Neustadt/Wildenheid. Danny Plass gewann das erste große Dartturnier des Dartclubs "Twenty Sixers".
Die Organisatoren luden am drittletzten Tag des alten Jahres zum "Tanz mit den Pfeilen" ein. Die im Landkreis Coburg immer größer werdende Darts-Familie folgte dem Lockruf und ließ sich die Chance auf ein spannendes Turnier nicht entgehen.
Während im Hintergrund die Dart-Legenden aus England, Holland und Schottland auf dem großen Bildschirm das kleine rote 60er-Feld regelrecht zerstachen, stellten sich in Wildenheid 49 Darterinnen und Darter aus dem Itzgrund, Ottowind, Fürth am Berg oder aus dem Franken- und Thüringenwald an insgesamt vier E-Automaten zum Marathon-Wettstreit.


Tolle Stimmung und viel Bier

Niemand der hochmotivierten und voller Wurflust angetretenen Starter musste sein Kommen bereuen. Die Initiatoren um "Caller" Alessandro Stefanizzi leisteten nämlich ganze Arbeit, um die Premiere dieses Mammutturniers über die Bühne zu bekommen. Das Event soll künftig regelmäßig am Jahresende stattfinden. Die spannenden Duelle verliefen trotz des ausgeprägten Siegeswillen von so manchem verbissenen Darter erfreulich reibungslos.
Die Stimmung war trotz oder auch gerade wegen des einen oder anderen Bierchens hervorragend. Alkohol gehört übrigens zu dieser immer beliebter werdenden Trendsportart inzwischen genauso dazu, wie der häufige Wurf auf die von vielen Spielern bevorzugte Doppel 16.
Mehr als acht Stunden und einige Tausend Pfeile später standen sich kurz vor 1 Uhr Nachts Danny Plass und Fabian Fischer im Finale gegenüber. Favorit Fischer, der nahezu mühelos durch alle Vor- und Zwischenrunden marschierte und sich auch im Achtel-, Viertel- und Halbfinale keine Blöße gab, blieb als einziger Darter bis zu diesem letzten Duell ungeschlagen.


Einen "Klopfer" für 180

Er war es auch, der sich einen "Klopfer" von der Turnierleitung sicherte, weil er den ersten, allerdings auch einzigen 180er im Turnier warf. Plass quälte sich dagegen phasenweise durch die Verliererrunde, weil er sich im Achtelfinale eine überraschende Niederlage leistete. Deshalb musste er seinen Finalgegner auch zweimal besiegen - der "doppelte K.o.-Modus" verlangte das so.


"The Gamer" war im Tunnel

Und "The Gamer" machte seinem Namen alle Ehre, spielte fantastisch und ließ sich selbst von drei 140ern von Fischer im Finale nicht aus der Bahn werfen. Er wirkte in der entscheidenden Phase einen Tick konzentrierter, hatte seine Nerven und schließlich auch seinen Gegner im Griff. Wie schon im Viertelfinale, als er den als einen der Topfavoriten gehandelten Benny Römhild ausschaltete, checkte er hervorragend und gewann mit einer gefühlten 50:50-Quote bei seinen Outs vier Sätze in Folge - da hätte selbst "The Power" applaudiert. Damit war ihm nicht nur der großen Wanderpokal sicher, sondern auch das Siegerkuvert mit dem zuvor ausgesetzten Preisgeld.
Der Unterschied zum Alexandra Palace, wo der Turniersieger gestern Abend einen Scheck in Höhe von 400.000 Pfund erhielt, gewann der Triumphator beim TBVfL Neustadt/Wildenheid 60 Prozent des Startgeldes, also immerhin fast 240 Euro. Aber "The Gamer" war nach seinem letzten Wurf in die Doppel 1 mindestens ebenso stolz wie der Sieger im Ally Pelly...


235,20

Euro erhielt der Sieger in Wildenheid. Der Zweitplatzierte tröstete sich noch mit 117,60 und der Dritter strich 39,20 Euro ein. Zum Vergleich: Der PDC Dart Weltmeister 2018 erhielt ein Preisgeld von 400.000 Pfund, das höchste in der Geschichte dieses Sports. Der Finalist in London bekam 170.000 und die Halbfinalisten noch 85.000 Pfund.


Der Endstand des 1. Dart-Turniers der Twenty Sixers
Finale:

Danny Plass - Fabi Fischer 4:0
3. Platz:
Matthias Wolf
4. Platz:
Sebastian Höllein
5. Plätze:
Benny Römhild und
Christoph Böger
7. Plätze:
Benny Rupp und Holger Full
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